Unfall – Mittelfussbruch – OP – Update 1

Donnerstag 15. Juni 2023

Der erste Tag Ausschlafen. Endlich. Gegen 9 Uhr betrat ich den Frühstücksaal, der vom Umfang der dargebotenen Speisen und Getränke nur knapp 3 Sterne erreichte.

Schmerzmäßig war immer dann ein leichtes pulsieren im Fuss zu verzeichnen, wenn dieser in Bewegung war oder am Boden abgestellt wurde. Somit ein leichtes Schmerzgefühl, was ich jedoch ohne Einnahme von Schmerzmittel bewerkstelligte.

Der Tag ging rasch vorüber, indem auch organisatorische Dinge nun vorangetrieben wurden.

Das betraf auch bereits die vorausgegangenen Tage, wobei ich hier stichpunktartig aufführe:

==> Absage Wartungstermin Kia in RO und Neuvereinbarung in Fo bei Kia Bruns

==> Info Arbeitgeber, HR und CvD Absage

==> Stornierung Urlaub Hotel Alpenkönigin und Umbuchung auf August

==> Beauftragung Sendungsabholung Paketstation Raubling

==> Bestellung einiger Kleidungsstücke (Boxer, Socken, Jogginghose)

Insbesondere möchte ich das Hotel Alpenkönigin in See loben, die kulanterweise eine Umbuchung sogar zum Spezialpreis in der Hauptsaison im August ermöglichten.

Freitag 16.06.2023

Nachsorgetermin Klinikum Bamberg 8.30 h

Selbst nach BA gefahren. Pünktlich von Dr. Saal empfangen worden. Wunde gut verheilt, es wurde nochmals geröntgt, aber auch hier keine Auffälligkeiten.

Xarelto muss ich solange nehmen, bis eine Vollbelastung des Fusses wieder erfolgt. Fäden ziehen nach 14 Tagen beim Hausarzt. Duschen bald möglich.

Es wurde langer Walker verordnet, den ich mir beim Mediteam Geschäft gleich neben dem Haupteingang selbst abholte, da das Geschäft vor 9 Uhr nicht geöffnet hatte.

Was Arbeitsunfähigkeit anbelangt blieb es bei der Aussage, in Abhängigkeit der Tätigkeit ist dies zu entscheiden und je nach Genesungsverlauf.

Jetzt die etwas unklare Lage bzgl. Belastung/Procedere:

Im Arztbrief von Dr. Sauer stand folgendes: „perkutane Schraubenosteosynthese mit anschließender Vollbelastung hilfsmittelfrei nach 14 Tagen“. So hatte ich es auch im persönlichen Gespräch verstanden.

Im Bericht von Dr. Saal vom OP Tag stand aber: “ 20 kg Teilbelastung im kurzen Unterschenkelwalker für 6 Wochen“.

Der Widerspruch ist eigentlich offensichtlich und darauf heute angesprochen hat mir Dr. Saal gesagt, der Walker müsse für 6 Wochen getragen werden, nachts und wenn das Bein keiner Belastung ausgesetzt wird geht es auch ohne. Die Aussage, dass ich in 2 Wochen wieder alleine ohne alles laufen kann wiederholte er nicht.

Sowie ich es von Anfang an verstanden habe, ist die 4er Fraktur von allen Maßnahmen ausgenommen. D.h. wäre es nur der 4er würde weder operiert noch müsste ich Teilbelastung einhalten.

Was die mögliche Belastung anbelangt kann ich lt. Dr. Saal schmerz- und empfindungsabhängig selbst entscheiden wie viel. Wobei mir unklar ist, ob ich jetzt 14 Tage lang 0 Belastung mit Walker einhalten muss, also stets an 2 Krüken gehen muss oder der Walker mit Teilbelastung ab sofort gilt.

Nach den 14 Tagen ist sicher Teilbelastung möglich, aber heisst dies stets zwei Krüken oder nur eine auf der linken Seite? Oder geht Teilbelastung auch mit einer Krüke?

Mit 2 Krüken kannn ich mir allenfalls auf der Nasenspitze eine Kaffeetasse spazierentragen, ansonsten geht nichtmal der Transport von einem Papierstapel einfach, geschweige denn der Einkaufstransport in einer Klappkiste. Das alles hat natürlich neben den privaten Umständen und dem Aufenthaltsort auch Auswirkungen auf den Zeitpunkt der Wiederaufnahme meiner Arbeit.

Soweit so unklar.

Jetzt noch zum Weg heimwärts, der zwar nicht mit Leichen gepflastert war, aber mit gehörigen Umständen.

Mit dem grauen Monster beschnallt trat ich also gegen 9.30 h den Rückzug zum Parkhaus an. Nur um ein weiteres Mal am Auto angekommen festzustellen, dass ich das Parkticket natürlich nicht bezahlt hatte. Also ein weiterer Moonwalk hin zum Haupteingang.

Die Sonne lachte mittlerweile und ich war mit 1:45 h Aufenthalt im Klinikbereich erstaunlich wenig ausgelastet. Das Lied von der launischen Forelle auf den Lippen und mich in ein erholsames Wochenende verabschiedend kurvte ich die vielen Ebenen des Parkhauses Richtung Ausgang. Kurz davor wollte ich das Parkticket welches ich beim Start oben griffbereit neben mich gelegt hatte nochmals kontrollieren, aber es war ein Griff ins Leere. Ich parkierte nochmals ein, suchte da es im Parkhaus vergleichsweise finster war sogar alles mit der Handy Taschenlampe ab, aber das dünnhäutige Papierchen war ums verrecken nicht mehr aufzufinden. Aussteigen, Sitz vor und zurück, Beifahrersitz vor und zurück, es war zum verzweifeln. Lost in Space. Was machen? Also wieder einparken, Treppe hinunter, zur Einfahrt und ein neues Ticket an der Schranke ziehen.

Tja, Fehlschlag, geht nicht wenn keine Fahrzeugbelastung vorliegt, dabei hat mich der Moonwalker doch tonnenschwer gemacht. Also zum Kassenautomat, Verlust kostet 10 Euro, nur gab es für diese Funktion am Display kein Knöpfchen.

Wieder ins Parkhaus, Treppe hinauf, zum Auto und wieder auf das oberste Parkdeck gefahren, dort war es hell genug für eine halsbrecherische Nick-Knatterton Gedächtnissuchaktion mit Klumpfusssteigerungspotential.

Der dünne Papierhering konnte dann doch irgendwann in Souterrain des Lederfauteuills ganz ohne Angel herausgefischt werden. Schlauerweise war mir klar, wenn ich jetzt so zum Ausgang fahren würde, wäre dort wieder Meckerei angesagt, weil die 45 Minuten Zwangspause unbezahlt waren.

Also gelangte ich so zu Ausflug Nummer 4 zur beliebten Ticketbezahlstation am Haupteingang. 0,70 Euro für so viel Spass, ein richtiger Schnapper. Meine Oberarme sind mittlerweile auf den Umfang der Oberschenkelchen meiner Nichten angeschwollen. Wahrscheinlich werde ich ab sofort am Wochenende Türsteher in der beliebten Disco TOP10 in FO?

Der weitere Heimweg war mehrheitlich von unrasierter Langeweile geprägt.