Wanda Rutkiewicz – Die letzte Expedition

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Aktuell läuft in der 3SAT Mediathek der Film „Die letzte Expedition“ über das Leben und den Tod von Wanda Rutkiewicz.

https://www.3sat.de/film/dokumentarfilmzeit/the-last-expedition-100.html

Ein absolut sehenswerter Film, der mich tief auch in meine Vergangenheit und den Alpinismus der 70er bis 90er Jahre zurückkatapultiert hat. Es ist eine andere Welt gewesen, als der Begriff Wagnis, Abenteuer, Risiko noch eine ganz andere Bedeutung hatte.

„Die Momente in denen mann dem Tod nahe ist, sind das Tiefgreifendste was ein Mensch erleben kann. Sterben ohne zu Sterben“

Das sagt Reinhold Messner in diesem Film und ich kann dies zu einhundertprozent bestätigen. Vermutlich verstehen das nur diejenigen die so hoch oben so nahe an der Schwelle zum Tod gestanden haben. Eine Simulation hierfür existiert nicht.

„denn wenn ich aufhöre dann ist es das Ende, der Tod…ich gehe immer weiter“

und genau hierbei unterscheidet sich Wanda von mir. Für mich war es 2006 eben so, gehe ich immer weiter dann ist es eben das Ende und genau das wollte ich nicht.

Hinsichtlich der Spekulationen über den Verbleib von Wanda bin ich doch sehr gespalten. Ich maße mir nicht an ein Experte dafür zu sein, aber ohne Plan, Versorgung und Logistik von 8200 Metern am Kangchendzönga allein auf einer unbekannten Route abzusteigen und für immer in ein Kloster zu verschwinden erscheint mir reichlich unwahrscheinlich. Die Begegnung mit Carlo Carsolio auf 8200 Meter kannte ich von früher als letztes Lebenszeichen. Es war mir bisher immer so gedeutet worden, dass ihr Zustand schon geschwächt war und sie sehr langsam Richtung Gipfel unterwegs war, es also deutlich wahrscheinlicher war, dass sie entweder entkräftet einfach eingeschlafen ist oder aber irgendwo abgestürzt ist.

Sehr viel ausführlicher wird dieser Aspekt in dem Buch „Karawane der Träume“ beschrieben. Daher stammen auch meine Informationen. Was für ein fantastischer Buchtitel. Und es knüpft an an den Dialog zwischen Werner Herzog und Reinhold Messner in dem wohl intensivsten Bergfilm aller Zeiten „Gasherbrum – der leuchtende Berg“, …dann können wir ja hintereinander hergehen…da ist sie wieder die Karawane…