Thailand Urlaub November Dezember 2017

17 Tage, 15 Übernachtungen, kein Tropfen Regen, meist Sonnenschein, gepflegte Langeweile, kaum Aufregung…so das Kurzfazit dieses Urlaubs.

Der ganze Urlaub war relativ spontan entschieden und geplant worden. Nachdem ich am 14.11.17 meine Vertragszusage erhalten hatte, ging es dann Ratz Fatz an die Planungen des Urlaubs und am 24.11.17 ab in den Flieger. Für Schnickschnack war keine Zeit, gerade noch soviel, um die Hotels und den Flug hier zu buchen. Letztlich war es auch das einzige Zeitfenster um überhaupt noch ein wenig Urlaub machen zu können. Urlaub in der Ferne zumindest.

Premiere war auch das Auto am Flughafen in München in Achering bei der MPark & Fly abzustellen und sich dann von dort shutteln zu lassen. Hat auch gut geklappt, perfekt nicht, denn bei der Abholung war der Bub nicht da und er kam dann erst nach einem Telefonat. Aber war zu verschmerzen. Kostenpunkt 59 Euro.

Flüge wieder mit Qatar Airways.

Muc Doha Muc jeweils mit dem A359. Hinwärts mit einem Qatar eigenen, retour mit dem Lamtam Flieger. Dieser wirkt von den Sitzen her klappriger. Auch die Beinfreiheit ist geringer. Auf beiden Strecken hatte ich eine 3er Mittelreihe alleine für mich, was natürlich das Urteil positiv beeinflusst.

Doha Bkk Doha jeweils mit dem A380. Bessere Beinfreiheit als im A359. Dort jeweils auf beiden Strecken 2 Plätze für mich.

Alle Flüge pünktlich, Service ok. Essen ok.

Das einzige was ich nicht verstanden habe: am Hinflug mussten alle Transferpassagiere nochmal durch die Personenkontrolle. Am Rückflug ging es direkt vom Flieger getrennt für Arrival/Transfer ohne weiteren Check weiter. Es macht für mich überhaupt keinen Sinn direkt aus einem kontrollierten Flieger nochmals durchgecheckt zu werden. In all den Jahren habe ich in Doha aber das dortige System noch nicht verstanden. Mal geht es ohne, mal mit nochmaliger Kontrolle.

Mir war es auf allen Strecken zu kalt im Flieger. Werde ich auch nie verstehen, weshalb immer die Kabine ein gefühlter Kühlschrank sein muss?

In Bangkok war das Hotel Arte für insgesamt 7 Nächte mein Domizil. Eigentlich wollte ich 8 Nächte bleiben, musste dann aber weil es ausgebucht war für eine Nacht ins FuramaXclusive wechseln. Ein Akt der etwas sinnlos war und nur Zeit kostete. Zumal ich clevererweise vorab mir eine Unterkunft in fussläufiger Entfernung vom Arte ausgewählt hatte. Bin dann auch dorthin gedackelt um zu erfahren, solly Mistel…u hab Booking for aser Hotel Furama @soi 1. Es stellte sich eben heraus, FuramaXclusive hat zwei Depandancen, eine nennt sich Sukuhumvit und eine Asoke. Ich buchte die Sukhumhit, denn dort war ich schließlich. Hätte aber eben Asoke buchen müssen. Also bin ich ebe mit dem Taxi ins andere Domizil gefahren. War von der Lage nicht ganz so toll, aber für eine Nacht fast egal. Zimmer sehr groß, nur war der Pool wg. Renovierungsarbeiten geschlossen.

Zum Hotel Arte:

4-Sterne Hotel. Designerschuppen. 75 Euro pro Nacht mit Frühstück.

Hatte ein Deluxe King Bed Zimmer. Für die letzte Nacht erhielt ich ein Upgrade auf ein Premier King Bed Zimmer mit 3 Betten und ca. 45 Quadratmetern und einer schnuckeligen Badewanne. Vermutlich wollte mann mich zur Familiengründung etc. animieren?

Mir gefiel das Hotel insgesamt sehr gut. Sowohl das Zimmer als auch der Poolbereich als auch das Frühstück. Das Zimmer hatte schon ganz kleine Abnutzungserscheinungen optisch (für die Haarspalterfraktion), jedoch wirkte es durchdacht, elegant und stilvoll.

Frühstück war umfangreich, wenngleich ich anmerken muss, das Frühstücksbuffet im Centara Azure war im Vergleich dazu dann nochmal einen halben Stern besser, insbesondere was Umfang von Gebäcksstücken, warmen Speisen, Joghurt und Früchten anbelangt. Es gab natürlich eine Eierbratstation als auch eine Nudel Station (nicht genutzt).

Am Pool gab es immer freie Liegen, kein Gedränge und relativ ruhig, auch Schatten war vorhanden.

Zum Terminal 21 sind es 5 Minuten Fußmarsch. Überhaupt: dort habe ich im 5. Stock das Pier 21 entdeckt, einen Essensbereich der supergünstig war, mit Preisen ab 35 Baht pro Gericht (also knapp ein Euro). Das hätte ich in so einem edlen Shoppingkomplex nicht erwartet. Ich war dort dann auch gleich mehrfach essen.

Das es aber auch edler und umfangreicher und auch teurer geht, habe ich bei einem zweimaligen Besuch eines Buffet Dinners im Holiday Inn Soi 22 erlebt. Aber auch hier ganz Sparbrötchen: es hat mich einiges an Recherche gekostet, aber es gelang mir das Buffet einmal mit 50 Prozent und einmal mit 40 Prozent Discount zu ergattern. Das ganze gibt es bei Eatigo. Die Discounts sind nach Restaurant Tag und Zeit gestaffelt. Aber mit Spürnase lässt sich so einiges sparen.

Beim Japan Abend im Holiday Inn gab es u.a. frische Austern, King Prawns und Muscheln. Sushi satt und noch allerlei Delikates mit Schlitzaugenstatus. Inkl. von Softgetränken und Kaffee. Ein Dessertbuffet rundete das ganze ab. Dazu gab es ein stilvolles Ambiente. Das ganze für 500 Baht pro Nase, beim zweiten Besuch kostete es dann 750 Baht. Sehr zu empfehlen.

Beim Telefon hatte ich wieder die DTAC Happy Tourist Sim für 299 Baht für 7 Tage. Einfacher wäre es gewesen die Variante für 14 Tage zu wählen. So musste ich dann für die zweite Woche jeweils tageweise eine Datenflat dazubuchen. Die Datenübertragung lief allerdings nicht problemlos an. Manuell musste ich erst diverse Daten einpfrimeln um es ans laufen zu bringen. Könnte einfacher sein.

Das dritte Hotel auf der Reise war dann das Centara Azure Hotel im Seebad.

Ebenfalls kein Jahr alt und stylish. Mein Zimmer war das Deluxe City View. Das mit dem City View war dann der Blick auf die Straße und eine Baustelle auf der gegenüberliegenden Seite. Vor Ort haben sie 200 Baht für einen Wechsel zur Pool View Seite gewollt. Habe den Gedanken aber dann verworfen. Die Fenster haben gut isoliert. Das Zimmer war deutlich kleiner als das im Hotel Arte. Die Dusche ist ins Zimmer integriert. Mich stört das nicht, sollte mann aber wissen. Auffällig mit Detailblick sind allerdings die kleinen Bauschlampereien, die eines 4 Sterne Hotels unwürdig sind. Überall lässt sich feststellen, dass handwerklich allenfalls mit 90 Prozent Perfektion gearbeitet wurde. Bereits jetzt sind Fugen unten in der Dusche verschimmelt und damit hochgradig unschön. Insgesamt ist das Zimmer einige Quadratmeter zu klein geraten. Der kleine Balkon mit zwei Stühlen und Tischchen ist schön.

Was jedoch einen architektonischer Gau darstellt ist das WC. Dies ist zwar mit Tür abgetrennt vom Rest, jedoch ist das Kabinet so winzig konstruiert worden, dass die Tür beim Schließen haarscharf an der Klobrille vorbeischrammt. Das schließen und Öffnen der Tür gelingt nur gelenkigen Menschen im Kartoffelbauchbereich kleiner 3 Semmelknödel. Alle anderen sollte es mit dem Schließen der Tür gar nicht erst versuchen. Ansonsten drohen Gelenksblockaden oder schlimmere orthopädische Schäden. Schön ist auch die Lichtsteuerung im Kabinet per Sensor. Mir gelang es zunächst nicht das Licht samt Lüftung bei geöffneter Tür von außen vollständig zu schweigen zu bringen. Zahlreiche Versuche endeten stets damit, dass es wieder Licht und luftig wurde. Am Rande der Verzweiflung bat ich die kleine Putzfee mal ihr Glück zu versuchen. Es gelang auch ihr nicht. Telefonat mit der Rezeption. Dann des Rätsels Lösung: sobald bei geöffneter Tür eine Bewegung detektiert wird schaltete sich drinnen Licht & Luft automatisch ein. Das ganze schweigt also definitiv nur vollständig bei geschlossener Tür. Again what learned.

Die Raumlichtsteuerug erfolgte entweder über zahlreich verstreute Tasten oder aber über ein neumodisches Funktionsboard mit grafischer Darstellung. Bis ich alles kapiert hatte war ich bereits wieder zu Hause.

Die Poollandschaft war großzügig dimensioniert. Obwohl gar nicht so viele Liegen verfügbar waren, bekam ich auch hier immer eine. Es gibt hier sogar mehrere Rutschen.

Das Frühstücksbuffet für 250 Baht war hervorragend. Sogar über dem Niveau vom Hotel Arte. Alles was das Herz begehrt. Süsse Gebäckteile, zahlreiche herzhafte Gerichte, Eier nach Wahl zubereitet, Säfte, Kaffee aus dem Automaten und eine Obstauswahl. Nicht überlaufen und daher keine Hektik. Optisch in der Mitte vom Raum durch das Aquarium aufgelockert.

Insgesamt war es ein sehr unaufgeregter Urlaub. Es stellt sich für mich allerdings so wie auch schon nach dem Urlaub 2016 so dar, dass die Thailandzeit ihrem Ende entgegendämmert. So wie ich 1997 bis 2006 ein Jahrzehnt nach Nepal gereist bin, so war es seit 2007 eben Thailand. Es ist Routine geworden, es ist schön, aber irgendwie fehlt der Kick mittlerweile. Und letzlich gibt es noch so viele schöne Plätze auf Erden, die einen Besuch lohnen. Insofern kann ich mir vorstellen nochmal 2 Wochen dort zu verweilen, evtl. wieder in Kombination mit einem anderen Land, aber 4 Wochen am Stück eher nicht.