Kommentar Sasha Lobo

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Sehr klar verständlicher und guter Kommentar von Sasha Lobo zu den Leerdenkern:

Die kommende Erzählung lautet wie folgt: Wenn irgendwann in Deutschland die Maßnahmen auf ein Minimum begrenzt werden, werden die Querdenker das nicht etwa als Folge der gemeinsamen Kraftanstrengung und der modernen Medizin zwischen Impfung und Behandlung deuten. Sondern als ihren eigenen Sieg – endlich ist der Staat vor uns eingeknickt! Sie werden weiter behaupten, dass Corona schon immer kaum mehr als eine Grippe war (wenn es überhaupt existierte!) und sie sich jetzt eben durchgesetzt haben. Weil man ihre »Spaziergänge« einfach nicht mehr ignorieren konnte. Sie werden gegenüber der Restbevölkerung sogar Dankbarkeit einfordern, weil die Aufhebung der Maßnahmen natürlich ihre Leistung war. Weil sie den Versuch der Bundesregierungen, die Demokratie per Corona-Alibi abzuschaffen, mit ihrem großartigen Protest verhindern konnten. Wer so weit abseits der Realität zeltet, braucht keinerlei Beweise. Erst recht nicht für eigene Heldentaten.

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Dann braucht es nur noch eine Virusvariante, nennen wir sie Sigma, die sich entlang der bisherigen Mutationen für den nächsten Herbst leicht vorstellen lässt: extrem ansteckend, bei Ungeimpften häufig mit schwerem Verlauf, bei Durchgeimpften fast immer milde Verläufe. Die Querdenker werden nach der Aufhebung der derzeitigen Maßnahmen im Sommer vermutlich glauben, einen Sieg errungen zu haben. »Querdenker-Sieg« wird dann die Neudefinition des Pyrrhussiegs. Viele werden ihn nicht mehr erleben. Aber selbst Zehntausende Tote in den eigenen, ungeimpften Reihen werden die Querdenker und Impfgegner nicht davon überzeugen, dass ihr Weg falsch war. Und ist. Und bleibt.