Heute einmal wieder eine längere und eher flache Tour. Die Tour Richtung Innsbruck stand gestern fest. Allerdings die Entscheidung über Route und Endziel war eine spontane. Hier eine kurze Zusammenfassung.
https://connect.garmin.com/embed/activity/23478296393
Ausgerüstet war ich mit dem Helminator, 3 Trinkflaschen, diversen Gels, der neuen Endura Pro SL EGM Bibshort, dem weißen trägerlosen Funktionsshirt, darüber das Karlsfeld Radtrikot und einer guten Form.
Gestartet bin ich um 08:45 h, weil zu früh doch vergleichsweise kühl war. Es waren heute ca. 25 Grad Maximaltemperatur, also kein Vergleich zur letzten Hitzperiode, fast ideale Bedingungen. Nach Kufstein der übliche Gegenwind, aber nichts dramatisches, verhalten angefahren und in 1:14 h dort. Verpflegung ab 1:30 h ca. jede Stunde mit einem Gel. Zillertal nach 2:29 h erreicht. Ab da bzw. eigentlich schon ab Kramsach wechsel auf die B171 und bis Innsbruck auch so durchgefahren. Ergeben hat es sich mehr zufällig, weil ein Kollega zwischen Zillertal und Schwaz mich überholte, aber eigentlich meine Geschwindigkeit fuhr. Erst fuhr ich im Abstand von ca. 50 m hinterher, aber ab Schwaz war ich dann direkt hintendran. Das war taktisch klug aber auch sicherheitstechnisch ein Gewinn, weil zwei Radler einfach mehr Beachtung finden bei Überholvorgängen. Außerdem wären zwei Überholmanöver wenn ich im Abstand von 50 Metern geblieben wäre für die Autofraktion deutlich risikanter. Kollega fuhr sauber, natürlich ist es nicht ganz entspannt, einerseits der Verkehr aber natürlich muss ich so mehr aufpassen als wenn ich ganz allein bin. Nach Hall ist Kollega dann bei einer Ampel durchgeschlupft und ich stand bei Rot da. Danach ging es auf einer zweispurigen Straße Richtung Innsbruck bis zum Ortsteil Rum. Dort bog ich links ab, mümmelte mich ein wenig durch das Industriegebiet und kam bei der dem Hallenbad am olympischen Dorf raus.
Das war mein Endpunkt und ich rastete auf einer Bank. Bis dahin waren es 109 Kilometer und 3:39 h. Kurz überlegte ich den Stich nach Patsch hochzufahren um RoBreRo light doch noch zu vollenden, aber ich verwarf den Gedanken rasch.
Retour ging es dann auf dem Radweg bis zum Zillertal. Natürlich ist es auf dem Radweg deutlich rumpeliger und so viel am Auflieger wie hinwärts war ich nicht. Gefühlt hatte ich auf dem Hinweg ab Kufstein Rückenwind, aber auch jetzt kam der erwartete Gegenwind nicht auf. Es lief einfach sehr rund. Ab dem Zillertal bis Kramsach hatte ich dann wieder einen Kollega als Begleitung. Meine Flüssigkeitsvorräte gingen zur Neige (einmal Wasser in Wattens 0,5 l aufgefüllt) und so machte ich einen Stop an der Tanke in Wörgl. Eine 0,5 l Cola, ein 0,25 l Energiedrink und 2 Riegel.
Ab Kufstein kam dann doch der fiese Gegenwind, nur noch überboten von den autofahrenden Idioten die keinen Abstand halten. Gipfel des Ganzen der Zuruf als mich jemand mit ca. 50 cm an einer völlig unübersichtlichen Stelle überholte und ich das Bedrohungsszenario signalisierte: „reg dich nicht so auf du wichser“. So sind sie die Narren in ihren Blechkisten. Gefährden Menschenleben und sind dabei uneinsichtig wie Steckerlfische.
Getrunken habe ich insgesamt ca. 3,1 Liter. Energetisch hatte ich Power bis zum Ende. Der Nacken war ein wenig verspannt, es war doch ungewohnt viel Aeroposition. Ansonsten hat wirklich nichts gezwickt.