Projekt 250 erfolgreich abgeschlossen

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In zwei Beiträgen hatte ich das Projekt 250 schon ausführlich dargestellt:

Der Tag der Durchführung ergab sich ein wenig zufällig. Da eigentlich das Wochenende mit dem Rücktransport von MOM aus dem Forchheimer Krankenhaus und der Schrankzerlegung belegt war, gab es keine konkreten Zeitplanungen für das Projekt. Da Mom aber überaschend schon Freitag entlassen wurde ergab sich ein Zeitfenster. Dummerweise bin ich Freitag früh beim Transport eines Schrankteils vor das Haus leicht umgeknickt und der linke Fuss tat danach ein wenig weh. Das ärgerte mich masslos, denn der Samstag wäre eigentlich ein guter Tag gewesen. Aber mit dem Umstand ging es nicht. Am Samstag hatte ich keine Schmerzen mehr, daher plante ich den Sonntag als Ausführungstag. Strategischer Vorteil ist der geringe Verkehr überall zumindest am frühen Vormittag. Nachteil ist, dass ich Abends nicht feiern kann und auch wieder zurück fahren muss.

Zeitpunkt: Sonntag 12.07.2026

Start um 7:07 h bei 19 Grad.

Endura Pro SL EGM Bibshort und weißes Trägerfunktionshirt mit Karlsfeld Trikot darüber

Stop 1: nach Viereth Trunstadt 1:33 h

Stop 2: Brücke bei Untertheres 2:36 h

Stop 3: Bergrheinfeld 3:21 h

Stop 4: Volkach (Tanke) 4:11 h (123 km, Schnitt 29,3 km/h)

Stop 5: Iffigheim 5:30 h

Stop 6: Bank hinter Altmannshausen 6:10 h

Stop 7: Bank hinter Pahres 6:58 h

Schon kurz nach dem Start verspürte ich ein leichtes Ziehen im rechten hinteren Oberschenkel. Na super dachte ich mir. Das ganze hat sich aber dann gelockert und blieb unproblematisch. In Bamberg war ich nach 1:01 h, moderat schnell. Bis Schweinfurt gab es kaum Wind, aber die Windrichtung schien mir westlich zu sein, was mir Hoffnung gab, am Rückweg Rückenwind zu haben. Nur um Schweinfurt herum war etwas Betrieb am Radweg, ansonsten war es so, dass ich keinen Meter irgendwo im Windschatten rollte. Schweinfurt erreichte ich nach 3:11 h (93,5 km). Bis dato hatte ich auch die erste Trinkflasche leer, also hatte ich eher wenig getrunken.

Von Schweinfurt bis Marktbreit war faktisch das einzige Stück wo ich wirklich relevant Rückenwind hatte. Es fuhr sich ganz zügig. Beim Stop an der Tanke in Volkach verpflegte ich mich mit 3 Riegeln, einer Flasche 0,5 l Wasser die ich mit Isopulver vermischte, einem Liter Cola und einer Dose Energy Drink (0,25 Liter). Bis dato hatte ich 1 Liter getrunken. Daher trank ich dort in kurzer Zeit ca. 0,5 Liter Cola und den Energy Drink.

Weiter ging es direkt auf der Hauptstraße nach Schwarzach. Das war keine so gute Entscheidung, weil die Frequenz der Autos doch hoch war und schnell gefahren wurde. Ich Straße ist gut ausgebaut und es rollte auch gut mit Rückenwind, aber in der Nachbetrachtung wäre es besser gewesen die Landstraße über Nordheim und Sommerach zu nehmen. Das waren eigentlich auch die einzigen 4 Kilometer die ich definitiv vorher noch nie gefahren bin.

In Marktbreit habe ich einen guten Weg raus Richtung Obernbreit gefunden. Leider kam dann doch teilw. strammer Gegenwind auf, ganz entgegen meiner Hoffnung. Es war dann auch schon ca. 30 Grad warm und mit 153 km auf der Uhr stand noch ein ganz schöner Abschnitt auf dem Plan. Es wurde dann recht einsam, kaum überhaupt Verkehr und kein einziger Radler. Motivationsmäßig der schwierigste Teil weil sich meine Hoffnung auf eine Rückwindfahrt zerstob. So kurbelte ich leicht mühsam die kleine Hubel noch und runter lief es nicht wirklich schnell.

Besser wurde es erst wieder als ich bei Unterlaimbach Richtung Südosten einschwenkte und der Gegenwind nachlies. Danach eine kontrollierte Strategie das Ding nach Hause zu fahren. Hatte ich anfangs noch überlegt nach der Runde evtl. mit einer kleinen Anhängselrunde zum Zeckerner Kreuz die 250 Kilometer tatsächlich vollzumachen war ich innerlich schnell entschieden es bei der geplanten Runde zu belassen und einmal in Hausen angekommen einen Schlussstrich drunter zu machen. So kam es dann auch. Ein etwas längerer Anstieg von Birnbaum Richtung Retzelsdorf und der Hügel nach Röthenbach Richtung Baiersdorf, das waren noch die kleinen Herausforderungen.

Insgesamt trank ich am Tag gesamt ca. 3,65 Liter Flüssigkeit. Energetisch war es ausreichend was ich zuführte, die Riegel in Volkach hatte ich in der Vorabrechnung nicht berücksichtigt, dafür war es ein Riegel/Gel weniger und eine Einheit Isopulver kam auch nicht zum Einsatz.

Der Helminator hat geschnurrt wie eine eins. Technisch war alles perfekt. Anfangs bin ich noch vergleichsweise viel in Aeroposition gefahren, zum Schluss hin ging es auch nicht mehr länger am Stück. Den Poppers habe ich bei jedem Stop eine neue Schmierung verpasst. Das Sitzen insgesamt war okay. Wirklich gezwickt hat es nicht aber die Vorstellung so nochmal 8 Stunden weiterzufahren ist auch kein Wellnesserlebnis.

Nein, ich war im Ziel nicht total fertig. Ca. 16.30 h war ich wieder retour. Genug Zeit um noch vor der Heimfahrt ein wenig zu regenerieren.

Bin aber auch froh unter das Projekt jetzt einen Haken machen zu können, denn an so einem Tag muss schon viel passen damit es erfolgreich absolviert wird. Mal ist das Wetter schwieriger, mal zwickt es irgendwo usw.

Ursprünglich hatte ich vor mit meiner Komoot Planung die Tour mit Navigation am Garmin zu fahren. Dazu hatte ich mir auch schon eine Powerbank gekauft. Allerdings ist es so, dass die Pausen nicht reichen um das Garmin aufzuladen, d.h. es müsste permanent angesteckt sein. Also Bastellösung vorne am Lenker. Da ich die Route auswendig kannte verzichtete ich letztlich auf die Mitnahme der Powerbank. Nach ca. 7 h zeigt der Akku Signal schwach an. Im Ziel waren es dann nur noch 4 Prozent Kapazität. Mit Navi wäre es vielleicht nur 5 h gut gegangen.

Die Tour war nach den 333, 304 und 303 Kilometern die 4. längste Tour meines Lebens.