Zunächst die Fakten:
Tour A
239,64 km
9:10 h
26,12 km/h
68 km/h max
Wie schon 2016 ömmelte der Wecker um 3.40 h. Frühstück mit zwei Körnerstangen mit Nuss-Nougat Creme und 2 Tassen Kaffee.
In Regensburg angekommen zwickte zu meiner Überraschung mein unterer Rücken. Egal, gab im Stadler Reparaturzelt keinen Ersatz im Regal.
Losgerollt bei 16 Grad, ziemlich am Feldende. Gefühlt alles sehr langsam. Bei den Abfahrten bis Cham immer schön darauf geachtet, nicht im Pulk zu landen, was stets gut funktioniert hat. Insofern war ich dann doch überrascht, dass ich die Verpflegungsstelle in Cham bereits nach 2:00 h erreicht hatte (56 km; in den letzten Jahren waren es 2x 2:04 und einmal 2:09h).
Danach dann energiesparend immer am Ende irgendeiner Gruppe bis zum Anstieg nach Lohberg geblieben. Dort wo es letztes Jahr pfff machte (Km 95; 3:28 h) kurz nostalgisch nach rechts geblickt. Aber dann ging es aufwärts zum Arber. Es begann meine Show, denn nach und nach sammelte ich einen nach dem anderen ein. Bei manchen hatte ich schon den Gedanken – Freund, dass wird noch ein langer Tag für Dich – so mühsam wie der hochkurbelte. Insgesamt hat sich das Feld hier wesentlich entzerrt. Abfahrt nach Bayerisch-Eisenstein lief kontrolliert und einwandfrei. Außer einem einzigen Radler war dann aber bis Regenhütte (Verpflegung 2: 122 km; 4:28 h) keine Gruppe mehr da. Egal. Beim Abstieg vom Rad bei der Jause merkte ich wie der Rückten verflixt zwickte. Am Rad alles kein Problem, aber das Gehen war reichlich unrund. Das ging zwar nach paar Metern besser, aber optimal war das nicht.
Der Anstieg hoch nach Bretterschachten war immer noch gut, wenngleich in nun nicht mehr so ganz viele Überholvorgänge hatte. Runter fahren mir die Gruppen immer davon, was mir aber egal ist. Die Fahrt nach Arnbruck machte Laune. Am Anstieg Richtung Viechtach lief es allerdings noch rund, aber nicht mehr so bäääm. Nach Viechtach zieht sich dann der Anstieg nach Kolmberg ganz schön hin. Ich hängte mich einfach an ein paar Radler ran, irgendwie wurde es zäh. Bei der Rast im Kolmberg war der Rücken natürlich nicht besser. Der Gang dürfte mehr an 120 Jahre als an 60 erinnert haben. Mann sah hier auch viel mehr Radler am Rand und im Schatten sitzen, denen die Strapazen ins Gesicht geschrieben waren.
Maibrunn war dann schon nicht mehr locker. Zuzusetzen hatte ich kaum mehr was. Nach der Abfahrt folgten noch mehrere kleine Anstiege und der 3 Kilometer lange Anstieg von Ascha nach Falkenfels. Irgendwie richtet es einen ein wenig auf, wenn es anderen noch schlechter geht. Frisch kurbelt da niemand mehr hoch. In Saulburg bei der letzten Verpflegung dann nach 202 km und 7:52 h angekommen. Ein Radler gezischt und von Wespen umzingelt. Und natürlich sehnte ich mich nach einem Rollator um vom Rad zum Getränkestand zu kommen.
Einsam pflügte ich dann durch die nächsten 20 Kilometer, natürlich nur, um in Wörth an der Donau ganz allein vor der Kameralinse vorzufahren. Und das ganze nun schön mit hitziger Sonnenpanade von oben. Irgendwie klebte die Isoplörre den ganzen Schlund zu. Für ca. 10 Kilometer rappelte ich mich dann doch noch auf einer vorbeifahrenden Gruppe hinterherzusprinten. Und dann war auch schon wieder Regensburg erreicht und das Ziel in Schnuppernähe.
Es ist nicht so, dass ich vom Rad gekippt wäre im Ziel, aber es hat dann doch einfach gereicht. Natürlich habe ich auf der letzten Stunde auch gemerkt, dass das Sitzen nicht noch 24 h weiter so geht. Aber richtige Sitzprobleme sind es dann eben doch nicht. Der Rücken war im Ziel dann eben doch einfach im A…. Egal, ich hätte es für immer bereut, es nicht durchgezogen zu haben. Im Ziel dann 32 Grad.
Ein Radler und eine Cola später ging es dann heimwärts. Ob ich es noch jemals wiederhole? Jetzt aus dem Bauch heraus: nein. Ein Stufe drunter die Tour mit 175 km wäre idealer, Bämm bis zum Schluß macht fast mehr Spass…
Verpflegung: ca. 3,5 Liter Isogetränke, ein Gel, ansonsten Kuchen, Kekse, zwei Riegel und drei halbe Semmeln mit Wurst oder Käse.
Kilometer in der Vorbereitung: 5596
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