Herzinfarkt Studie

Es ist immer wieder interessant wie Mitbürgerinnen und Mitbürger reagieren, wenn man artikuliert, der größte Nutzen für die Bürger und gleichzeitig das größte Einsparpotential im Gesundheitswesen läge darin, wenn Ärzte alle Patienten grundsätzlich zu mehr Bewegung und zur Gewichtsreduktion anhalten würden.

Was regelmäßig  dann an Einzelfallschicksalen referiert wird ist irrelevant. Wenn man die Volksgesundheit betrachtet darf man sich mit mit Einzelfällen aufhalten. Das ist dann in etwa so, als ob man das Leben von Helmut Schmidt heranzieht und Schlüsse zieht. Also Schachtelweise Zigaretten am Tag rauchen führt zu einem 95-jährigem Leben in geistiger Frische und relativ guter körperlicher Konstitution.

Das ist natürlich – an  diesem Fallbeispiel plastisch demonstriert – auch den schlichtesten Geistesgrößen einsichtigig, dass hier ein Denkfehler vorliegt.  Ausnahmen – wie Helmut Schmidt ganz sicher eine ist – bestätigen immer die Gültigkeit einer  Statistik. Rauchen ist und bleibt gesundheitsschädlich.

Wie eine neue Studie aus Schweden zeigt, sind beide Faktoren – Übergewicht und Sport – bezogen auf den Einfluss beim Herzinfarkt jedoch nicht gleich wichtig.

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Je besser die Fitness war, desto geringer war das Risiko für einen Herzinfarkt – und je größer der BMI, desto höher war es. Im Schnitt hatten unter- und normalgewichtige Männer später ein 35 Prozent geringeres Infarktrisiko, berichten die Forscher. Je 15 Prozent besserer Fitness sank die Gefahr eines Infarkts um etwa 18 Prozent – andere Risikofaktoren hatten die Forscher dabei herausgerechnet.

Ein Aspekt überraschte die Forscher: Selbst die fittesten Übergewichtigen und Fettleibigen hatten ein höheres Infarktrisiko als die am wenigsten fitten Normalgewichtigen.

„Obwohl Sportlichkeit am Ende des Teenager-Alters das Infarktrisiko anscheinend senkt, kann sie ein durch Übergewicht erhöhtes Risiko nicht ausgleichen“, sagt Peter Nordström. „Anders formuliert: Normalgewicht ist noch wichtiger als gute Fitness – aber es ist natürlich noch besser, fit zu sein und nicht übergewichtig. …“

 

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