Wochenende im Schnee: Notkarspitze und Wank

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Fast wäre auch diese Winter ohne eine richtiges Wochenende in den Alpen vorüber gegangen. Aber dann hat es vergangenes Wochenende doch noch geklappt.

Und das bei besten Bedingungen. Also Sonnenschein, Schnee und Unterkunft.

Genächtigt habe ich im Hotel Alpenhof in Grainau. Ein sehr feine Unterkuft. Besonders was die Freundlichkeit des Personals aber auch die Verpflegung beim Frühstück anbelangt.

Da gab es Eier nach Wunsch zubereitet, Weisswürste, eine enorme Auswahl an Marmeladen, Säften etc. Einfach ein super Frühstücksbuffet. Der Service war äußerst Aufmerksam.

Jetzt zu den Touren:

Am Samstag war ich auf der Notkarspitze. Geparkt habe ich in Ettal. Dann zum Ettaler Sattel und den Weg hoch zum Ochsensitz. Ab ca. 1200 Meter verlief auch der südostseitige Weg fast ausschließlich im Schnee. Ab da blieb dies auch fast die gesamte Tour über so.

Vor dem Ochsensitz überholte ich den einzigen Wandersmann den ich bis dato zu Gesicht bekam. Wir waren beide zu dem Zeitpunkt in gutem Schuhwerk unterwegs, beide jedoch mit Schneeschuhen am Rucksack.

Ab dem Ochsensitz bis zur Ziegelspitz würde es mühsamer, weil die Trittspuren teilweise tiefer wurden und auch aktuell niemand den Weg vorher begangen hatte.

Ab der Ziegelspitz schnalle ich die Schneeschuhe unter. Das ging gut, dann eine kleine Senke hinab und dann wieder um einen Hügel herum. Das ganze wurde dann spurmäßig immer schlechter, also weniger. Damit auch anspruchsvoller.

Von den vielen vorherigen Begehungen kannte ich den Weg grob gut. Der Weg sollte dann in eine letzte Senke vor dem finalen Aufstieg zum Gipfel der Notkarspitze gehen. Es fehlten vielleicht noch 20 oder 30 Meter Querung an einem abschüssigen Hang. Aber mein Instinkt sagte Stop. Also kehrte ich um und versuchte eine andere Linie zu finden. Allerdings ohne Erfolg.

Dann wieder zurück und gerastet. Dann kam der Überholte Wandersmann vorbei, doch auch er ging an der Stelle nicht weiter.

Innerlich fand ich mich mit der abgebrochenen Tour ohne Gipfelerfolg schon ab. Mit das unschönste wäre gewesen exakt den gleichen Weg wieder retour gehen zu müssen.

Nach einiger Zeit kam dann noch ein Wandersmann mit Holzstock und etwas schlichter Ausrüstung vorbei. Der schaffte es nach einiger Zeit dann jenseits der Senke wieder aufzutauchen. Und da ich wissen wollte wie er es gemacht hat bin ich dann ohne Schneeschuhe ihm nach.

Das hat besser funktioniert. Auch der Schlusshang ist steil und nicht ganz ohne, wobei die Schalenschuhe hierbei gute Dienste leisten, denn man kann immer gut Tritte klopfen.

Jedenfalls stand ich dann doch am Gipfel der Notkarspitze.

Der Rest der Tour war dann die Vollendung der eigentlich geplanten Rundtour runter über die Roßalm und zurück über den Ettaler Sattel nach Ettal.

Wobei von der Roßalm ab keinerlei Wegspuren vorhanden waren. Hätte ich den Weg nicht gekannt, es hätte knifflig werden können. Alles tief verschneit. Ab da merkte ich auch die Müdigkeit die mehr und mehr bleiern wurde. Das und die dann mangelnde Konzentration ergab auch, dass ich zweimal über meine Schneeschuhe stolperte und im Schnee rumkugelte.

Gegessen habe ich während der Tour gar nichts, aber zwei Flaschen getrunken.

Bilder von der Tour, meine Fußleiden und die Wanktour vom Sonntag gibt es zweiten Teil.