Eine Reise endet – eine Reise beginnt

Eine Reise durch die irdische Lebenszeit ist heute zu Ende gegangen. Eine lange Reise. Über 91 Jahre durfte meine Oma hier auf Erden sein. Jetzt ist sie angekommen.

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Ich bin dankbar, dass ich ein Stück des Weges mit ihr gehen durfte. Jetzt tragen mich Erinnerungen durch ihr und mein Leben. Morgen beginnt meine Reise, sodass ich nicht an ihrer Beerdigung teilnehmen kann. Aber es ist mir nicht so wichtig an ihrem Grab zu stehen, mir war es wichtig bei ihr zu sein als sie noch lebte, als ich ihr noch etwas geben konnte und ich mir etwas mitnahm. Diese Erinnerungen begleiten mich nun.

Ein Leben lang suchen wir Menschen nach einem Ort, dort wo Geborgenheit und Schutz von Dauer ist. Erkennen, das es kein Platz auf Erden ist. Wir suchen als Babies den Schutz und die Nähe unserer Mütter und Väter, später trennen wir uns, verlieren uns, kommen uns wieder näher und hoffen und wünschen uns, das uns jemand die Hand reicht wenn es zu Ende geht. So wie heute.

Meine Eltern und meine Tante waren heute an ihrem Bett. Darüber bin ich sehr froh. Einen würdigeren Abschied hätte man Oma nicht wünschen können. Heute weinen wir noch, doch uns tröstet eine höhere Gewissheit

„…und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß!

Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will den Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst.“

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Das hast du sehr schön geschrieben! Ich weiß dass es sehr schwer ist einen geliebten Menschen zu verlieren! Mein Beileid!

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