Das Model Gottes

Der Artikel von Matthias Mattusek erschien im Spiegel bereits Ende letzten Jahres.

Aufgefrischt wurde der Inhalt teilw. bei einer Diskussion am 15.05.2012 bei der Sendung „Menschen bei Maischberger“. Da trafen u.a. Matthias Mattusek auf Hassan Dabbagh. Von letztgenanntem konnte u.a. hören, das Jesus gar kein Jude sondern Moslem war. Erstaunlich. 88|

Mattusek verwieß zurecht darauf, dass niemand in der Runde anwesend war, der vom Islam zum Christentum konvertiert war (vice versa vertrat Kristiane Baker diesen Teil). Er schlug hierzu Sabatina James vor, über die er den o.g. Artikel schrieb:

„…Sabatina, die Konvertitin. Sie ist nur ein Vorname, wie Ronaldo oder Shakira. Sie sitzt bei Lanz oder spricht vor Bundestagsabgeordneten. Bürgerliche Salons in Berlin laden sie ein. Der Haken? Sie ist zu schön, um wahr zu sein.

Vor rund acht Jahren hatte sie ein Buch veröffentlicht, in dem sie ihre eigene Geschichte erzählt. „Sterben sollst du für dein Glück“ handelt von einem Schicksal aus der religionspathologischen Knautschzone der Globalisierung.

Da ist der Großvater, der Mullah war in diesem Dorf bei Lahore, in dem Sabatina aufwuchs, da ist der tiefreligiöse Vater, der einen Job als Kranführer in Österreich fand und die Familie nachholte, und da ist sie, gerade mal zehn Jahre alt, als sie in eine neue Welt fällt.

Es ist die Erzählung über die Rebellion eines Teenagers, die dazu führte, dass sie sich „doppellagig“ anzog, wenn sie zur Schule ging, Jeans und Top und drüber die sittsame Tracht einer Muslimin, die von Bollywood träumt.

Ihre Mutter dagegen träumte davon, sie mit dem Cousin zu verheiraten, dem sie versprochen war in Lahore, seit ihrer Geburt. Sie wehrt sich. Und lässt sich überreden zu einem Urlaub, nur um den Jungen mal richtig kennenzulernen, und als sie sich nun energischer weigert, nimmt man ihr den Pass ab.

Sie wird in eine Madrassa eingeliefert, um sie auf die Spur zu bringen, ein religiöses Internat mit defekten Duschen, in denen blutige Monatsbinden herumliegen, und mit einem Mullah, der die Suren durch einen Vorhang spricht, denn Frauen sind die Versuchung, sind die Sünde. Schließlich ist ihr Widerstand gebrochen. Sie willigt zum Schein in die Verlobung ein, ein prächtiges Fest wird angesetzt. Sie denkt nur an eines: zurück nach Linz, zurück in die Freiheit.
…“

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