Marathontraining ist das Minimum an Bewegung

Das würde ich als Triathlet natürlich nicht unbedingt so sehen, ein wenig Alternativtraining in Form von Radfahren und Schwimmen bringt Abwechselung.

Im Kern stimmt diese Aussage jedoch.

Die Aussage stammt von Ralph Schomaker, einem Arzt der selbst Marathonläufer ist und im Spiegel interviewt wurde.

„…Schomaker: Es kommt natürlich darauf an, wie man die Vorbereitung angeht. Aber eigentlich ist es genau andersherum: Marathontraining ist das Minimum an Bewegung, das der Mensch zum Gesundsein braucht. Eine planvoll angegangene Marathonvorbereitung ist die wirksamste Methode, Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfällen oder Demenz vorzubeugen. Idealerweise sollte jeder von uns vier bis fünf Stunden Ausdauertraining pro Woche absolvieren. Das haben Steinzeitmenschen auch getan.

SPIEGEL ONLINE: Bei größeren Events hört man aber immer wieder von Menschen, die beim Marathon einen plötzlichen Herztod erleiden.

Schomaker: Es ist nicht der Marathonlauf, der tötet, sondern eine bereits bestehende Herzerkrankung. Schuld ist auch der Lebensstil. Wir bewegen uns zu wenig, essen zu viele Kohlehydrate und rauchen. Das schädigt die Gefäße und kann unter ungewohnter Belastung zum Tod führen. Was viele Menschen nicht wissen: 70 Prozente der plötzlichen Herztode passieren nachts im Bett. Aber deshalb klebt ja keiner ein Schild über sein Bett: „Bloß nicht mehr ins Bett gehen! Lebensgefahr!“

…“

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