Die letzten Abenteuer der Menschheit

Ein solches Abenteuer habe ich mir heute kostenlos gegönnt.

Nachdem ein Blick aus dem Fenster heute morgen ca. 20 cm Neuschnee signalisierte, nahm ich die Herausforderung einer Fahrt mit dem Fahrrad zu Arbeit gerne an.

Da meine Strasse noch nicht geräumt war, begann die Fahrt recht holprig. Den folgenden Radweg habe ich dann unter hoher Kraftanstrengung im Schneckentempo förmlich durchpflügt. Der Schnee spratzelte links und rechts vom Schutzblech heraus und die Reifen waren bald nur noch ein einziger Schneeklumpen.

Durch die Ortschaft ging es viel flotter voran, da die Straße geräumt war. Dann an der Donau entlang war ich natürlich auf dem Radweg absoluter einsamer Pionier. Es schneite auch noch ein wenig und so ergab sich so eine Art „White Out“ Situation. Dies bedeutet, es verschwimmen die Landschaftsebenen und die räumlichen Dimensionen. Irgendwie fuhr ich mühsam durch den Tiefschnee und kam dann einfach zum Stillstand und es ging gar nichts mehr vorwärts. Ich bemerkte dann, daß ich mitten im Hang des Donaudammes stand, völlig irre wie ich da hingeraten bin mit dem Rad!

Dann musste ich schieben, was wirklich sehr anstrengend ist. Als ob das Gehen im Tiefschnee nicht allein schon hart wäre. Das härteste Stück war dann über die Donaubrücke (natürlich nur schiebend), da dort die Räumfahrzeuge den Schnee von der Strasse noch zusätzlich aufgetürmt hatten. Nach der Brücke konnte ich wieder in einer Fahrspur einige hundert Meter fahren. Auf der dann folgenden Spur eines Traktors ging wieder gar nichts vorwärts. Schieben wie gewohnt. Dann wieder jungfräulich durch den Tiefschnee pflügen, bis ich wieder steckenblieb.

Dann kam mir der Schneepflug entgegen. Das letzte Stück bin ich dann dadurch gut durchgekommen. Die Bilder sind nach der Ankunft aufgenommen. Gefühlt war es die härteste Trainingseinheit des bisherigen Jahres!

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Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Anonym

    Ben bedauert, dass er sein Radl nicht da hat! Wir hatten heute früh ca. 15 cm und statt radeln hatte ich zu schaufeln!!!

  2. mum

    eigentlich schaufelst du ja gerne Schnee. Beim nächsten mal einfach eine Schaufel mitnehmen und immer ein Stück freischaufeln und dann fahren. Wieviele Stunden hat die „Fahrt“ gedauert?

    1. Boccuse

      Die Fahrt dauerte insgesamt 1.20 h, normal sind 25 Minuten. Heute war bis auf das Stück über die Donaubrücke alles geräumt, die Fahrt dauerte dadurch 40 Minuten!

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