Das jährliche Schneeschuh Desaster

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Die älteren erinnern sich noch an etwas bei diesem Stichwort. Da war doch was…Ja genau, jährlich grüßt das Schneeschuhmurmeltier und ich lasse mich auch 2023 nicht lumpen um einen Beitrag in diese Rubrik einzutragen.

Für alle mit Gedächtnislücken dennoch zunächst der Verweis auf den letztjährigen Beitrag:

Um es zu vereinfachen bin ich faktisch auf der gleichen Tour unterwegs gewesen, mit nur wenigen Modifikationen.

Die 3 Euro Gebühr für die Tatzlwurm Mautstraße habe ich gern entrichtet, erspart sich mir bei der Anfahrt einige Kilometer und lohnt sich daher zu benutzen. Der Parkplatz oben am Sudlfeld ist interessanterweise immer noch kostenfrei, was ich dankbar annahm.

Geplant war wieder der Aufstieg auf das Wildalpjoch.

Hätte ich mich nur ein wenig besser vorbereitet und auch mal die Bilder vom letzten Jahr angesehen, es wäre ggf. nicht so verlaufen wie es nun gekommen ist.

Daher hier nochmals das relevante Bild:

https://i0.wp.com/blog.boccuse.com/wp-content/uploads/2022/02/IMG_20220213_144535_Route-scaled.jpg?ssl=1

Die Schneeverhältnisse generell waren so, dass wenig Schnee lag, die exponierten Hänge waren teilw. schon wieder blank und dort wo weniger Sonneneinstrahlung vorliegt sind es max. 50 cm gewesen. Anfangs verzichtete ich daher sogar auf die Schneeschuhe bis ich nach ca. 15 Min relativ oft in den Schnee einbrach und daher die Schneeschuhe montierte. Der Aufstieg insgesamt war konditionell eher mühlvoll, also die Form ist derzeit mau und das Fett am Ranzen zu viel.

Geplant hatte ich, wenn mann das obige Bild betrachtet einen Weg weiter links, also westlich zu suchen um annähern an der Waldkante aufzusteigen. Allerdings bin ich ungefähr erstmal so hoch gestiegen wie es der erste Zacken in der blauen Linie zeigt. Es war gleichzeitig die erste Tour mit den neuen Xpeti Wanderstiefeln in Kombination mit den Schneeschuhen.

Letztlich bin an der mit einem Stern markierten Stelle umgekehrt:

Das Gelände sieht von der schrägen Perspektive aus betrachtet deutlich flacher aus als es tatsächlich ist. Ich kann prinzipiell solche Hangneigungen gehen, aber dazu muss das Material auch perfekt sein. Am Schneeschuh war aber rechts immer noch dieses Provisorium mit dem Kabelbinder und so ganz optimal saß der Stiefel im Schneeschuh nicht. Egal, ich kehrte um und wenige Meter unterhalb bei einer Querung stellte ich mit Erstaunen fest, dass der mittlere Halteriemen offenkundig das weite gesucht hat:

Um die Leserschaft zu verwirren ist hier das linke Bild der rechte Fuß und umgekehrt. Der Mangel ist gut zu erkennen.

Also eine kluge Entscheidung umzukehren, denn in dem steilen Gelände wäre das schlappige Dingens am rechten Fuß keine Instanz des sicheren Gehens gewesen.

Ich versuchte dann trotzdem einen anderen Weg weiter rechts (östlich) zu finden, im waldnahen Gelände, aber auch hier war die Steilheit des Geländes gepaart mit dem halbgaren Material nicht geeignet dauerhaft den Aufstieg fortzuführen. Es blieb dann also nur der geordnete Rückzug.

Der Autor
Gegenüber das Sudlfeld Skigebiet
Der ominöse Hang

Im Abstieg gab es bis auf gelegentliche Uunpässlichkeiten des Schneeschuhs, der das ein oder andere Mal einfach seinen Halt am Träger verlor und einfach liegenblieb und von mir erst wieder eingesammelt werden musste nichts besonderes.

Faktisch hätte ich viel früher weiter westlich aufsteigen müssen um nicht in dieses offene Hanggelände zu gelangen. Im Sommer bin ich dort noch nie gewandert, sodass ich des offiziellen Weg hoch auch nicht kenne.

Letztlich also eine 2,5 h Schneeschuhtour ohne Gipfel.