Wieso Brittney Spears? Ops i did it again. Darum. Die älteren erinnern sich noch an das Schneeschuh Desaster vom März 2021 am Spitzstein:
Eigentlich dachte ich, die Restaurationsarbeiten an den Schneeschuhen im Frühjahr 2021 wären ausreichend gewesen, aber da habe ich mich wohl getäuscht. Ohnehin hat mich gleich zu Beginn dieses wettertechnisch nicht zu toppenden Sonntags als ich die Schneeschuhe anmontierte gestört, das dieses Provisorium mit dem Kabelbinder immer noch existiert. Und das es eigentlich viel zu eng eingestellt ist.
Ich stiefelte dennoch langsam aber beständig den vielen Tourenskigehern nach, die mich dazu verleiteten meinen ursprünglich angedachten Weg nicht einzuschlagen. Der Weg führte mich noch östlich der Kehlheimer Hütte stracks aufwärts, zielstrebig auf den Grat zwischen Wildalpjoch und Käserwand hin.

Eigentlich wollte ich unten noch westwärts lange queren, aber das Gelände gab es nicht her und so latschte ich konstant aufwärts. Irgendwann musste ich mich dann zwischen links und rechts entscheiden denn geradeaus war Wald. Ich ging links in den Hang und die weitere Route habe ich hier blau eingezeichnet:

Das sieht aus dieser Perspektive wenig spektakulär aus, aber der gesamte Schneehang hat eine Neigung von mindestens 30 Grad, teilweise wohl auch Richtung 40 Grad. Also in jedem Fall eine Steigung, bei der jeder Schritt sitzen sollte. Problem war dann aber, dass ich merkte, dass einer der beiden Kunststoffriemen die oben den Schuh fixieren gebrochen war. Nur um wenig später ein sehr schlabbriges Gehgefühl zu haben, weil sich auch der zweite Riemen verabschiedet hatte. Und das am gleichen linken Fuß. Ich querte dann in das bewaldete Gelände rechts, weil ich dort zumindest nicht den ganzen Hang runterrumpeln würde. Dann half mir ein felsiges Stück weiter, wobei ich die Schneeschuhe dort bereits spazierentrug. Auf einem etwas flacheren Stück gelang es mir meine Schneeschuhe ohne vorheriger Narkose einer OP zu unterziehen. Als bereits geübter Schneeschuh Medizinmann nahm ich wieder die bewährten Riemen, mit denen ich eigentlich die Schneeschuhe am Rucksack fixiere her, um mir eine Befestigung zu basteln.
Die Befestigung war gut genug für den Restaufstieg, eine längere Tour wollte ich so nicht mehr unternommen haben. Eigentlich war ich oben auch kurz desorientiert, wo genau ich am Grat nun eigentlich bin. Aber der Blick Richtung Wendelstein zeigt mir sehr gut wo ich genau war.

Ich musste vom Wildalpjoch nur gute 100 Höhenmeter absteigen Richtung Wendelstein, um auf die Aufstiegsspur Richtung Lacheralm zu gelangen, auf der ich Anfang Dezember langmarschiert war. Ab dort kannte ich das Gelände wieder.

Die Schneeschuhe ruhten beim Abstieg nurmehr hinten am Rucksack. Ich hatte heute sogar noch ein zweites Paar Winterstiefel dabei nebst Gamschen, die ich auch für den Abstieg anzog.

Die Verhältnisse insgesamt waren sehr gut. Beim Aufstieg recht warm, fast schon ohne Jacke machbar (Mütze und Handschuhe hatte ich ausgezogen). Schneehöhe bereits am Sudelfeld mit fast einem Meter gut, oben dürften es ca. 1,5 Meter gehabt haben. Und zu allem die traumhafte Sonne.