Bilanz – Ideen – Projekte 2022; Ausblick 2023

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Würde ich eine Prognose wagen, das Jahr 2022 wird in meiner Biographie keine Zeile wert sein. Ich wüsste nicht welches Ereignis so bedeutend gewesen ist, dass es Niederschlag in meinem Lebensbuch finden könnte.

Trotzdem war heute rückblickend betrachtet das Jahr 2022 beileibe kein Langweiler. Es ist ähnlich zu beschreiben wie ich es bereits für das Jahr 2021 tat: anstrengend, unrythmisch und irgendwie auch schnell vergangen.

Einige Legenden wie Pele und auch heute Papst Benedikt haben als Persönlichkeiten das Zeitliche gesegnet, dazu im Verwandtenkreis u.a. Tante Elfriede und Onkel Horst. Auch dies wird rein statistisch betrachtet in den nächsten Jahren immerwährend so fortgehen. Die Alten sterben einfach aus.

Man selbst kommt ins „Alter“, das wird mir mit jedem Jahr deutlicher. Das ist nicht eindeutig in eine Kategorie „Gut“ oder „Schlecht“ einzuordnen. Im Gegensatz zu einer früheren Generation, die in meinem Alter fast nur noch um die Frage „wann gehst du in Rente“ gekreiselt ist, sehe ich dies deutlich anders. Unwahrscheinlich, dass ich bestimmte Leistungen in 15 oder 20 Jahren als Rentner wahrscheinlicher erbringen kann als im Jetzt. Also nichts auf irgendwann verschieben, das was als Wunsch in mir lebt und gelebt werden will ausleben.

Hier ein Rückblick was ich Ende 2021 geschrieben habe:

https://blog.boccuse.com/?p=16720653

Das Jahr begann sicherlich noch im Zeichen der Corona Pandemie. Allerdings ist nun ziemlich sicher, dass am Jahresende diese Pandemie und das damit verbundene Gedankenkonstrukt nun zu einem Ende gekommen ist. Im ersten Quartal gab es Masken- und Testpflicht faktisch noch fast überall, die Einschränkungen waren beträchtlich, wenngleich ich es nie als große Last empfand. Aber im Gegensatz zu dem Jahr davor, konnte auf Grenzschließungen verzichtet werden.

Im Februar habe ich meinen dritten (Corona) Stich erhalten (also den 2. Booster; da die Erstimpfung mit Johnson&Johnson mit einem Stich erfolgte, galt dies damals als vollständige Impfung).

Letztlich gehöre ich fast zu einer Minderheit, die sich im Alltag nie infiziert hat. Das letzte Mal konsequent Maske getragen habe ich (neben der Verpflichtung im Fernverkehr DB) auf dem Flug nach BKK und retour. Was damit auch verbunden war, es war die erste Fernreise seit 2019 die ich wieder unternehmen konnte und das auch im Grunde genommen ohne weitere Einschränkungen und mulmiges Gefühl. Vermutlich wird sich das auch nicht mehr umkehren, auch wenn aktuell die Corona Fallzahlen in China stark steigen.

Die Besuche bei den alten Rackern dürften statistisch so alle 3 Wochen stattgefunden haben. Einmal im Sommer waren wohl auch die Nürnberger zu Besuch, aber hier verlieren sich Detailinfos.

Sportlich war sicherlich die Fahrt auf das Stilfser Joch der Jahreshöhepunkt zusammen mit einer 210 km Tour nach Mayrhofen. Die Rosenheim Rundfahrt war neben der RTF in Erlangen wieder einmal eine Massenveranstaltung an der ich teilnahm mit teilw. Wettbewerbscharakter. Im Juli gab es bei Margarete Maultasch eine Urlaubsradwoche in Nauders. Im August weilte ich eine Woche im Defereggental, was mehr ein Wanderurlaub als ein Radurlaub war. Weil die Ausgangslage dort aber nicht ganz optimal ist, werde ich wahrscheinlich nicht nochmal dort urlauben.

Da ich am Jahresanfang mit Schrecken feststellen musste, dass ich ein Dickerle geworden war galt es strikte Maßnahmen zu ergreifen. Letztlich hat das auch gefruchtet, denn vom Höchststand bei 79 kg habe ich maximal 7 kg abgespeckt. Dass es Stand heute wieder 76,3 kg sind liegt an dem Bewegungsmangel seit November. Faktisch ist jegliches Training in den beiden letzen Monaten zum erliegen gekommen. Vor dem Thailand Urlaub waren es noch 74 kg.

Somit ist die Zielsetzung für 2023 eigentlich identisch mit der von 2022: Zielkorridor 72-74 kg. Was sich im Vergleich der vielen Lebensjahre zuvor scheichend geändert hat ist mein Mittagessen. Mehrheitlich verzichte ich komplett darauf, allenfalls ein wenig Obst gibt es. Nachteilig hierbei ist ein Training nach der Arbeit, weil dann der Brennstoff fehlt. An solchen Tag habe ich daher direkt vor dem Training oft etwas gegessen.

Ja, die weltpolitische Situation mit Beginn des Ukrainekrieges und aller damit einhergehenden Folgen wie Energiepreisentwicklung haben ebenfalls das Jahr geprägt. Der Deutsche neigt zum fortwährenden Jammern, kann sich zwar uneingeschränktes rummknattern mit dem Verbrenner leisten, 120 Millionen an Silvester sinnlos verballern, aber Kostensteigerungen bei Gas, Strom, Heizöl und Sprit dass muss selbstverständlich der Staat abfedern.

Ein paar schöne Dinge sind abgehakt, wie z.B. die Radtour über Aschau, Grassau, Schleching und Kössen retour nach Hause, Schneeschuhwanderungen am Sudelfeld, aber einige Dinge stehen gedanklich noch im Raum:

Einmal Brenner und zurück: dürften so ca. 300 km sein, nach den 210 km nach Mayrhofen und der Erfahrung dabei machbar. Nicht die Strecke an sich sollte das Problem sein, aber welche Strecke? Bundesstraße ab Innsbruck bzw. nach dem Zillertal bis Innsbruck?

Manali – Leh existiert immer noch als Projekt, zutrauen würde ich es mir, aber im Rahmen einer Pauschalreise will ich es eher weniger und der Logistikaufwand es allein zu organisieren schreckt mich ab.

Daneben immer noch die Themen Gedächtnistraing und Rückentraining, wobei ich gerade hierfür schon für Januar einen Trainingsplan entwickelt habe: