Auf den Zahn gefühlt

Nachdem Zahnhygiene mein neues Steckenpferd geworden ist, werde ich nicht müde alle Artikel zu dieser Thematik zu screenen:

„…Frankenberger: Auf der Zunge nisten sich Bakterien ein, die für die Karies und Parodontitis verantwortlich sind. Außerdem liegt die Ursache für Mundgeruch meist auf der Zunge. Daher gehört die Zungenreinigung mit zu einer guten Mundhygiene. Dafür gibt es in der Drogerie Schaber, die sich hervorragend eignen.

SPIEGEL ONLINE: Eine Studie hat vor kurzem gezeigt, dass die meisten Deutschen falsch Zähneputzen. Welche Technik ist die Richtige?

Sprechstunde: Alles zum Thema schöne, gesunde Zähne
Frankenberger: Dieses horizontale Schrubben ist leider relativ weit verbreitet. Gut ist die Technik, bei der man die Zahnbürste in kleinen Kreisen über die Zahnoberfläche bewegt und dann zum Zahn hin ausstreicht. Ideal ist aber, die Zahnbürste im 45-Grad-Winkel auf den Zahn aufzusetzen, dann den Zahnbelag durch eine Rüttelbewegung zu lösen – und diesen dann zum Zahn hin auszustreichen. Studien, in denen Patienten – mit deren Einverständnis – mit einer Kamera hinter dem Badezimmerspiegel gefilmt wurden, haben aber gezeigt, dass solche Instruktionen nicht sehr gut umgesetzt werden. Oft ist man direkt nach dem Zahnarztbesuch hoch motiviert, alles richtig zu machen, meistens fällt man aber relativ schnell wieder in alte Verhaltensmuster zurück.

SPIEGEL ONLINE: Ist es besser, eine elektrische Zahnbürste zu benutzen?

Frankenberger: Wenn man das Geld übrig hat auf alle Fälle. Die elektrische Zahnbürste kann einfach alles besser. Sie macht die Rüttelbewegung von alleine und man muss sie nur noch von rot nach weiß und von Zahn zu Zahn führen. Sie hat außerdem den charmanten Vorteil, dass man mit ihr bei gleichem Ergebnis schneller fertig ist. Mit der Handzahnbürste braucht man circa drei Minuten, um mit der richtigen Technik annähernd belagfrei zu werden, mit einer maschinellen Bürste reichen oft schon zwei Minuten.

SPIEGEL ONLINE: Wie könnte man das ändern?

Frankenberger: Man muss das schon den Kindern beibringen – was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, das gilt bei der Mundhygiene besonders. Wenn ich mir anschaue, wie viel Geld wir in Deutschland ausgeben, um die Folgen von Karies und Parodontits mit Füllungen, Kronen, Prothesen, Implantaten und Parodontalbehandlungen zu beheben – und wie wenig Mühe und Geld dagegen in die Prävention gesteckt wird, ist das traurig. Man kann Karies verhindern, es ist so einfach! Der beste Zahnarzt ist der, der seine Patienten zur perfekten Mundhygiene motiviert. Aber dazu muss der Patient auch in die Praxis kommen. Wie wir die Prävention von Karies und Parodontitis verbessern können, muss der Schwerpunkt der zahnmedizinischen Forschung in der Zukunft sein. …“

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