Ein Blick reicht in diesem Alter weit zurück. In Spähren die gemeinhin als Historie bezeichnet werden. Deshalb sind Menschen diesen Alters Zeitzeugen von Epochen, die mit dem kühnen Blick des Adlers Dinge von luftiger Höhe aus betrachten und das wusselige, emsige Tagwerk von einem jeden Menschen mit der Elle der Gelassenheit messen.
Aber was ist dieser Blick? Wie spricht Jesus Christus: kommt und sehet! Ja, sehet, nicht schauet.
Ist es nicht der „Seher Johannes“ der so genannt wird. Nicht der Schauer, Gugger oder Blicker?
Die älteren erinnern sich auch noch an den Schaukasten. Ja es gab auch den Guggkasten, der Stand in Thurnau in der Sparkasse. Aber das ist eine andere Geschichte.
Komm und sieh nannte Elem Klimov sein im Mark erschütterndes Werk aus dem Jahre 1985. Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd, und derauf saß hieß Tod, und die Hölle folgte ihm nach.
Es bedarf jener Offenheit zu sehen und zu erkennen und erkannt zu werden als das was der Mensch ist. Ein Blick des Odysseus in einem Strom der Lebenszeit. Vergängliches strömt den Lauf des Wassers entlang – nie endend, bis der Betrachter resigniert den Blick abwendet und ihn aufwärts richtet. Voller Rätsel, voller Weissagung.
»Am Anfang war das Wort. Warum, Papa?«