Wechsel Leasingwagen – Peugeot 408

Es wird Zeit zumindest einige Fakten zu dem Wechsel meines Leasingsfahrzeugs vom Kia Proceed zum Peugeot 408 darzustellen.

Übernahme Peugeot 408: Donnerstag 04.09.2025

Die Übergabe früh um 9 Uhr war eigentlich in 5 Minuten erledigt. Es ist nicht so dass der Mann der die Übergabe vornimmt große Erläuterungen zum Fahrzeug abgibt. Ein kurzer Check ob alles in Ordnung ist, eine Unterschrift auf einem Tablet und das war es. Kulanterweise habe ich den jungen Mann dann noch nach Kolbermoor zum nächsten Termin beim Volvo Händler gefahren. Fertig.

Mit etwas Zeitverzögerung habe ich festgestellt, dass das Fahrzeug nicht auf den von mir bestellten Ganzjahresreifen ausgeliefert wurde und auch kein Warndreieck, kein Erste Hilfe Kasten und keine Warnwesten im Auto waren. Was die drei letzten Gegenstände anbelangt war die Auskunft von Peugeot Deutschland dass selbstverständlich diese Gegenstände Inhalt der Fahrzeuge seien. Mobility Concept wiederum verneinte dies. Letztlich ist meine Sichtweise, dass mir das Fahrzeug in einem nicht nach StVo betriebsbereiten Zustand übergeben wurde. Da ich keinen Vertrag mit dem ausliefernden Peugeot Händler in RO habe nutzt eine Reklamation dort nichts. Ein 50000 Euro Auto und dann fehlt es an solchen Kleinigkeiten. Ein Witz.

Die Gegenstände habe ich nun privat erworben und werde sie selbstverständlich bei der Abgabe in 3 Jahren vorher rausnehmen.

Mit den Ganzjahresreifen hat es mehrmalige Reklamationen bei Mobility Concept (MeinAuto.de) benötigt um hier letztlich die Auskunft zu erhalten, der Wechsel auf Ganzjahresreifen kann kostenfrei bei Dienstleistern durchgeführt werden. Die Ursprungsbereifung gehört mir.

Was damit aber eben wieder verbunden ist ist ein Termin den ich als Kunde warhnehmen muss, also Zeit kostet. Der Termin ist am 21. Oktober hier in RO.

https://www.meinauto.de/lp/info-wintertaugliche-bereifung?conditionType=business

Es bleibt aber festzuhalten dass der Ablauf so niemals vorab mit mir als Kunden besprochen wurde. Nie wurde ein Hinweis diesbezüglich gemacht. Ein großer kommunikativer Mangel.

Abgabe Kia Proceed: Dienstag 16.09.2025

Die Abgabe erfolgte bei der Fa. MVI in Oberschleißheim. Ganz durchschaut habe ich das Konstrukt nicht der dahinter stehenden Firma. Jedenfalls wird die eigentliche Prüfung durch einen TÜV Süd Mann durchgeführt.

Die Dame von MVI selbst war mäßig freundlich, das fing schon an als sie mich barsch darauf hinwies mich auf den mit TÜV markierten Stellplatz zu stellen. Da ich aber vom TÜV vorab nichts wusste stellte ich mich erstmal natürlich nicht auf den reservierten Platz. Dann gemaule mein Fahrzeug sei aber nicht gewaschen worden, was nicht stimmte, nur eben nicht in Oberschleißheim sondern 3 Tage vorher in RO. Letztlich war das aber alles egal denn relevant ist das TÜV Gutachten.

Ich bestand darauf so lange zu warten bis der Gutachter fertig ist und mir die Mängel aufzeigt. Das ganze warten dauerte so ca. 1 h. Der Gutachter kam zu mir, aber ein nochmaliges diskutieren am Auto direkt war nicht möglich.

Das sind die Positionen. Der Kratzer ist unstrittig und wohl erst in letzter Zeit entstanden. Klassischer Parkplatzkratzer von einer Tür. So sind die Menschen eben heute, stehen nicht zu ihren Taten, verursachen einen Schaden und flüchten.

Die zweite Position wurde zwischen mir und dem Prüfer strittig. Er behauptete die Wartungen seien unvollständig. Seine Aussage bezog sich auf die Eintragungen im Wartungsbuch des Fahrzeugs. Das bestritt ich vehement und bot ihm an alle Rechnungen einzusehen (die ich dabei hatte) um den Nachweis einsehen zu können. Das interessierte ihn jedoch nicht.

Noch am nächsten Tag scannte ich alle Rechnungen der gesamten Wartungen und sandte sie an Mobility Concept. Es gibt was Kia anbelangt sehr strenge Vorgaben bzgl. Fristen. Ich bin unverändert der Auffassung, durch die Überschreitung der Frist ist kein Schaden entstanden, zumal keiner der zum jetzigen Zeitpunkt geltend gemacht werden könnte, denn die Wartung am 21.06.2023 hat keinen Mangel gezeigt. Also kann auch später nichts entstehen, was auf die verspätete Wartung zurückzuführen ist. Ich erachte den Betrag von 500 Euro als rein willkürlich festgesetzt, den er übersteigt den Betrag der Wartung nochmals und das kann keinesfalls sein. Was wäre dann der Betrag wenn die Wartung überhaupt nicht durchgeführt worden wäre?

Letztlich war die Frage die ich mir stellte ob ich hierfür einen Rechtsstreit eingehen wollte. Für die Fristeinhaltung bin selbstverständlich ich zuständig, was also zu einem Betrag x mir angelastet werden kann. Die Frage ist nur wie hoch ein angemessener Betrag juristisch betrachtet bewertet würde. Nach etwas Bedenkzeit bin ich zur Überzeugung gekommen dass mir meine Lebenszeit zu schade ist mich um einen solchen Betrag wochen oder monatelang vor Gericht zu streiten.

Der dritte Posten ist ein Steinschlagschaden an der Frontscheibe. Ich bin sicher, beim Waschen des Autos am Samstag davor war der Schaden noch nicht vorhanden. Mir fiel ein, dass es auf der A99 bei der Anfahrt zur Übergabe bei einer Brücke mal kurz Klick machte. Das muss wohl der Stein gewesen sein. Letztlich war ich einfach total überrascht von dem Fund. Aber der Gutachter sagte auch gleich, dies sei ein Versicherungsfall.

Meine HUK 24 Versicherung ist nun daran den Schaden zu regulieren. Aber auch hier reichlich viel Arbeit, denn ich musste mir von Mobility Concept erst eine Auszahlungsfreigabe erteilen lassen, damit die HUK 24 mir den Betrag überweisen darf. Noch ist der Vorgang bei der HUK 24 offen.

Was dann noch für Verstimmung sorgte war, dass Mobility Concept auf einen Schlag ca. 3800 Euro abbuchte ohne weitere Details.

Ich musste mich auch hier wieder beschweren um Licht ins Dunkel zu bringen. Hier war es so dass mehrere Einzelrechnungen (die mir aber auch wieder erst auf Nachfrage übermittelt wurden) u.a. die Überführungs- und Zulassungskosten, die ersten Raten für das neue Auto und die letzen Raten für das alte Auto zusammengefasst wurden zu einem Abbuchungsbetrag. Kundenfreunlich ist das nicht und hier wäre es schon sinnvoll wenn ich als Kunde darüber informiert würde und auch die Rechnungen vorab alle erhalten würde.

Insgesamt ist also das Unternehmen Leasingfahrzeug nicht ganz ohne Stolperfallen. Das war mir vorab so alles nicht ganz klar, dass Leasingsfirmen hier versuchen bei der Abgabe des Fahrzeugs noch Reibach zu machen. Ich dachte wirklich Raten zahlen, abgeben und fertig. Zumal mein Fahrzeug nun wirklich in einem sehr gepflegten Zustand übergeben wurde.