Walchsee – Brennkopf

Heute stand eine kleine Wandertour bei sonnigem Wetter auf dem Rehaprogrammzettel.

Kurz rekapituliert: lt. der Bluttankstelle, an der ich am Dienstag den 04.02.2020 gezapft wurde, haben sich die relevanten Werte (Leber) ca. halbiert. Ein ausgezeichnete Entwicklung.

Unabhängig davon hatte ich ab Montag begonnen Rehasport zu betreiben. Dazu bin ich zum ersten Mal nach fast einem Monat wieder auf meine Rolle gehüpft und habe die Kurbel ganz schwach erhitzt. Montag waren es 142 Watt, Dienstag und Mittwoch je 151 Watt. Das ganze für bescheidene 45 Minuten.

Um das ganze etwas aufzulockern und auch weil das Wetter entgegen den vorangegangenen Tagen fantastisch war, bin ich also heute ein wenig draußen aktiv geworden. Von meiner Hütte aus sind es 35 Kilometer bis zum Walchsee. Am Walchsee selbst lag Schnee, die Nebenstraßen waren nicht geräumt. Am Ortsende Richtung Maurach habe ich der Gemeinde 3 Euro für den Parkplatz spendiert.

Meine Tour sollte sofern die Kräfte reichen die Rundtour auf den Brennkopf werden.

Ich hatte explizit keine Schneeschuhe dabei. Wobei ich sagen muss, zumindest oben ab der Hitscheralm wären Schneeschuhe ganz nett gewesen. Problem ohne ist, man bricht gelegentlich tiefer in den Schnee ein als mit Schneeschuhen. Ich habe mich durchgebissen, bin aber insgesamt sehr im Schongang unterwegs gewesen. Ich habe mich nicht schlecht gefühlt, insgesamt aber logischerweise nicht so fit wie in vergangenen Wintern bei ähnlichen Touren. Am Gipfel selbst war ich allein. Allerdings wurde aus der Rundtour nichts, da keine Spur vom Gipfel für den Direktabstieg nach Walchsee vorhanden war. Also bin ich den gleichen Weg über die Hitscheralm abgestiegen. Insgesamt war ich 3:20 h unterwegs.

Im ersten Teil des Aufstiegs habe ich einen Teller verloren. Nein, nicht den aus der heimischen Küche, sondern den Tourenteller am neuen Teleskop-Wanderstock. Das hat mich natürlich gefuchst, da ich die Stöcke erst zum zweiten Mal im Einsatz hatte und es mir mit den Leki-Stöcken in 23 Jahren nicht passiert ist. Ich wollte aber eigentlich eine Rundtour machen, wäre daher eigentlich nicht nochmal an der Aufstiegsstrecke vorbeigekommen. Beim Abstieg kurz unterhalb der Alm war dann auch der zweite Teller weg. Das war dann des Verlustes doch zu viel. Da bin ich dann ein wenig zurück in der Spur gegangen und habe ihn tatsächlich gefunden. Weiter unten habe ich dann auch Ausschau nach dem zweiten Teller gehalten (ich wusste ca. wo er verloren gegangen sein musste) und siehe da, er lag auch ganz einsam und verlassen so im Schnee. Ende gut alles gut.

Hitscheralm Blick zum Walchsee
Hitscheralm Blick Richtung Walchsee
Am Brennkopf Gipfel
Am Hang wo ich meinen ersten Teller verloren habe