Woran ich mit diesem Beitrag erinnern möchte ist die Tatsache, das es exakt 30 Jahre her ist, dass ich meine erste Flugreise antrat. Diese Reise bzw. der Flug ging nach Bali und zurück von Singapur. Damit war es auch mein bislang längster Flug, immerhin fast 13000 Kilometer (2018 ging es ebenfalls nach Bali, aber mit Zwischenstop)
Legendär war die Einreise dadurch, dass mir selbige am Flughafen zunächst verweigert wurde, weil ich keinen Rückflug aus Indonesien vorweisen konnte. Singapur zählte hierbei nicht. Es gelang mir jedoch mit einem windigen und extrem „billigen“ Trick den Beamten am Einreiseschalter davon zu überzeugen, dass es doch eine gute Idee ist, mich als sparbrötlerischen Rucksacktouristen ins Land Indonesien zu lassen.
Die Route führe über Bali hinüber nach Lombok, zurück nach Bali und weiter nach Java. Durch den wilden Osten mit Gunung Bromo nach Jakarta und weiter nach Sumatra. Über Bukittinggi nach Pekanbaru und mit dem abenteuerlichsten und primitivsten Schiff meines Lebens mit Umstieg irgendwo auf einer Miniinsel nach Singapur.
Einer der Höhepunkte der Reise war unzweifelhaft die Besteigung des Gunung Rinjani auf Lombok (3726 m).
Das Video gibt einen guten Eindruck davon, auch die Route deckt sich mit meiner damaligen Besteigung. Insgesamt 3 Tage. Jedoch war damals alles viel einsamer, nach dem ersten halben Tag waren wir zu zweit allein bis zum dritten Tag nachts beim Gipfelaufstieg, wo von der anderen Aufstiegsseite weitere Besteiger ebenfalls zum Gipfel kraxelten.
Viele Einzelheiten dazu weiss ich noch, andere sind jedoch nicht mehr aufzuklären, z.B. wie wir den Weg vom Kraterrand hinunter zum See fanden und von dort wieder hinauf auf die andere Seite des Kraters. An eine Karte kann ich mich nicht erinnern, natürlich gab es auch keine App oder sonstige elektronische Helferlein. Auch ausrüstüngstechnisch habe ich keine Erinnerung mehr, aber sicherlich hatte ich keinerlei spezielle Ausrüstung dabei, weder spezielle Trekkingschuhe noch viel warme Sachen. Ich denke auch Funktionskleidung war damals sicherlich völlig unbekannt. T-Shirt, Pullover, Jäcklein, das war es auch.
Die ganze Ernährungstrategie war ohnehin ein einiger Witz, den der Träger den wir, d.h. eigentlich meine schweizer Begleiterin mitnahm sollte die Versorgung für die 3 Tage tragen bzw. diese in vorheriger Absprache organisiert haben. Aber mittags am ersten Tag mussten wir in Erwartung eines köstlichen Mittagessens leider feststellen, dass der Bub nix dabeihatte. Das ging komplett schief. Und so entschieden wir uns den Träger nach unten (also nach Hause) zu schicken und anstatt dessen die verbliebene Verpflegung auf uns 2 aufzuteilen. Nachteil war natürlich, dass ich ab dem Zeitpunkt die ganze Ausrüstung, also Zelt, Schlafsäcke etc. tragen durfte.
Letztlich hat die Besteigung geklappt und ich kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern wie hart der Aufstieg wirklich war. Nur dass ich vor mir gestartete Gruppe am Aufstiegsweg überholte, was ein Zeichen meiner schon damals recht hohen Gehgeschwindigkeit ist. Der Rückweg führte dann auf der anderen Seite hinunter Richtung Sajang.