Hier einige Anmerkungen zu den vergangenen drei Wochen meines Urlaubs.
Flug:
Wieder mit Emirates, Kostenpunkt 795 Euro, durch Skywards Bonusmeilen Kostenreduktion auf 747 Euro.
Drei Teilstrecken mit dem A380 und eine mit B777. Beinfreiheit auf allen Strecken in Ordnung. Check-Inn jeweils online und Sitzplätze am Gang gebucht. Die Strecken DXB-BKK und BKK-DXB rappelvoll, MUC-DXB und DXB-MUC jeweils mit einem Platz neben mir frei.
Was alle Teilstrecken betraf war die kalte bis saukalte Temperatur. Hinwärts war es mir selbst mit Decke zu kalt und heimwärts habe ich die Jacke angehabt und es ging so. Warum die Temperatur jeweils so unagenehm niedrig sein muss erschließt sich mir nicht. Es ist so ungemütlich kalt dass mein Empfinden sich dagegen streubt es als angenehm zu werten. Ich möchte schließlich nicht von kalter Luft ständig umweht werden und bei gefühlt 17 Grad stundenlang fast ohne jegliche Bewegung sitzen müssen. Zumal das nichts damit zu tun hat dass es auf 13000 Meter Höhe so kalt ist und die Heizung somit Geld kostet, denn bereits mein Einsteigen ist es innen schon kalt. Das empfinde ich mittlerweile beim Flug am unangenehmsten.
Das Entertainmentprogramm ist sehr gut, die Auswahl der Filme sehr groß. Hinwärts habe ich The Accountant gesehen und heimwärts The Accountant Teil 2 nebst Erbarmungslos mit Clint Eastwood.
Der Zwischenstop in Dubai mit ca. 2,5 h ist optimal. Lässt genug Spielraum für geringfügige Verspätungen (die es nicht gab) und genug Zeit um sich die Beine ein wenig auszuschütteln.
Beim Rückflug habe ich auch wieder das Flughafenhotel im Bereich A gefunden wo ich es mir vor Jahren schon einmal gemütlich im Gang gemacht hatte. Überhaupt pflege ich gerne die hygienischen Rückzugsorte von Flughafenhotels aufzusuchen, da diese meist sehr gut gepflegt sind. In München das Hilton und in Bkk gibt es das Hyatt Regency. Letzteres war jedoch vom Zustand her enttäuschend und nicht so luxuriöus wie erwartet.
Die Strecken innerhalb der Philippinenen erfolgten mit verschiedenen Airlines: Cebu Pacific, Airswift, AirAsia und Philippines Airline.
Die Auswahl erfolgte primär nach Verfügbarkeit und den Flugzeiten. Auf der Strecke Manila El Nido gibt es z.B. nur Airswift die ein Monopol auf die Strecke besitzen. Dadurch ist es aber vergleichsweise teuer. Die Alternative wäre hier ein Flug nach Puerta Princessa gewesen, nebst 5 Stunden Minibusfahrt. Darauf habe ich aber gerne verzichtet. Letztlich ist die Urlaubszeit kostbar und der Komfort mittlerweile wichtiger als die Ersparnis einiger Pesos.
Der Flug nach El Nido hatte 3 Stunden Verspätung. Das war umso ärgerlicher, als dass die Information darüber mehr als spärlich war. So saß ich in einer eisgekühlten Flughafenhalle und wartete. Es gab dann dafür eine Tüte Chips und eine Wasserflasche.
Die ganzen Transfers haben insgesamt sehr viel Zeit beansprucht. Das ist unumgänglich bei der Reiseroute die ich gewählt hatte, aber hat so eben auch Nachteile. Mann sitzt viel rum, wartet auf den Transfer, auf den Flug etc. und die Zeit verrinnt. Und muss sich immer wieder aufs neue um die Transfers z.b. von und zum Hotel kümmern.
Gelegentlich bedarf es auch noch intensiver Kommunikation um sicherzustellen, dass auch wirklich alles klappt. So beim Transfer von Boracay zum Flughafen, da dort bei der Buchung nicht ganz transparent war, dass es sich um den Transfer vom Hotel zum Flughafen handelt und nicht umgekehrt und hier ein Vermittler im Spiel war, der nichtssagende Antworten gab (=blabla). Das ist kein jammern sondern beschreibt des Zustand wenn mann alles selbst organisiert und keine Pauschalreise bucht. So geht eben manche Stunden am Tag drauf solche Dinge zu klären.
Philippinen:
Dies war mein erster Aufenthalt in diesem Land. Der Start begann recht holprig. Geplant war nach der Landung im Flughafen mir eine SIM Karte zu besorgen, dazu hatte ich vorab recherchiert. Der Ninoy Aquino Airport ist auf 4 Terminals aufgeteilt aber insgesamt doch im internationalen Vergleich eher ein kleinerer Flughafen. Nach meiner Landung musste ich mir zunächst Geld besorgen, das klappte aber nur mt 10000 Pesos, mehr wollten die Automaten nicht ausspucken (das sind ca. 150 Euro). Das Geld wiederum brauchte ich um die SIM Karte bezahlen zu können. Die beiden Stände von Globe und Smart, die führenden Provider der Philippinen hatten winzige schmucklose Verkaufsstände Richtung Ausgang Flughafen. Ich wusste genau was ich wollte nur boten die dort nur jeweils teure Pakete an und nicht das was ich wollte. Was soll ich mit einer 30 Tage Karte wenn ich nur 14 Tage will. Kostet nur unnötig Geld. Also habe ich nichts gekauft denn ich lasse mich ungern abkassieren. Ich verschob das Vorgaben auf einen Ausflug vom Hotel aus.
Nächster Knackpunkt. Taxi zum Hotel. Am Ausgang keine gescheite Beschilderung. Theoretisch hätte es wohl Bolt/Grab etc. gegeben, aber das ich keine SIM hatte konnte ich natürlich nix buchen. Daher war ich auf die Taxi Mafia angewiesen. Im Vorfeld wusste ich genau wie weit die Strecke zum Hotel ist und rechnete mit ca. 3-400 Pesos. Mann/Frau bot mit 1700 an, was ich natürlich verneinte. Dann 1100 und auch das lehnte ich ab, jedoch hatte ich keine Lust auf Fußmarsch außerhalb des Flughafengeländes und machte dann die Fahrt pauschal für 1000 Pesos klar. Zur Einordnung. Am nächsten morgen buchte ich mit Bolt ein Taxi für 249 Pesos zum Flughafen. Der Taxifahrer wollte dann über den Highway mit nochmals extrakosten was ich natürlich ablehnte.
Es war dann gegen 17 Uhr als ich im Hotel ankam. Genug Zeit somit um mir die SIM zu besorgen. Aber weit gefehlt. Mein Plan die SIM in einem Shop in der Mall of Asia zu besorgen war von Misserfolg gekrönt. Ich lief alles ab, aber kein Shop zu finden. Zusehend war ich genervt. Und hungrig. Also habe ich dann erstmal was gegesssen. Danach noch 2 7-Eleven Shops und eine weitere Mall abgeklappert aber nix zu machen. Keine von mir gewünschte SIM zu bekommen. Dazu muss angemerkt werden, ich war in einer eher touristischen Ecke von Manila und nicht irgendwo in einer fernen Ecke wo sich kein Touri aufhält.
Also blieb die Sache eher unbefriedigend und ich löste die Sache so, indem ich ein Roaming Angebot meiner True SIM annahm. Letztlich funtionierte das aber wie ich sagen muss nur mäßig gut, ich würde also doch dazu raten paar mehr Pesos springen zu lassen und gut ist es.
Was die Philipinnen insgesamt anbelangt ist mein Fazit, lässt sich problemlos und sicher bereisen aber es fehlt so das Wow Erlebnis weswegen ich dazu raten würde es als absolutes Muss zu erachten dort gewesen sein zu müssen. Es ist aber sicher auch so, dass es mit der Anzahl der von mir bereisten Länder und Gegenden immer schwieriger wird noch diesen einen Platz zu finden der alles andere topt.
Das Preisniveau ist differenziert zu betrachten. Kostet ein Bierchen im Supermarkt und in einfachen Lokalen ca. 1 Euro und übersteigt selbst in guten Hotels kaum die 2 Euro Marke, sind die Hotels meines Standards vergleichsweise teuer. Die Tagestouren wiederum sind relativ günstig und auch das Essen ist z.B. im Vergleich zu Thailand günstiger.
El Nido, Hotel Nacpan Beach Resort:
Meine Wahl erfolgte aufgrund folgender Überlegungen. Ich wollte unbedingt ein Resort direkt am Strand. Alle Unterkünfte direkt in El Nido Town waren dafür nicht geeignet, da auch der Stadtstrand dort zum baden nicht geeignet ist. Ich wollte für die 4 Tage Aufenthalt dort eine Mischung aus Ausflugstagen und reinen Strandtagen. Die Auswahl von Hotels am Nacpan Beach selbst ist nicht sehr groß, davon konnte ich mich auch vor Ort überzeugen. Neben dem Nacpan Beach Resort gibt es eigentlich nur noch den Angkla Beach Club.
Je nach Verkehr dauert der Transfer vom Flughafen bzw. El Nido Town ca. 30 bis 45 Minuten. Die Straße ist bis zum Eingang von Nacpan Village eigentlich ganz gut, das Stück im Ort ist aber abenteuerlich mit tiefen Fahrbahnunebenheiten. Hatte mir die Strecke insgesamt aber schwieriger vorgestellt.
Das Personal im Hotel ist sehr freundlich, im Restaurant ist die Aufmerksamkeit differenziert. Mal sind sie auf Zack, aber ich wurde beim Abendesseen auch mal ca. 15 Minuten lang komplett ignoriert.
Das Zimmer mit Mountain View ist ca. 40 qm groß. Gleich zu Beginn ging die Zimmertür nicht auf und auch die Tür zum Balkon hakte mal. An vielen Stellen zeigen sich Abnutzungsspuren und es wirkt nicht ganz so hochwertig wie der Preis von 128 Euro pro Nacht (inkl. Frühstück) vielleicht erwarten lassen würde. Das Bad ist schön und mir persönlich gefällt, dass keine Badewanne vorhanden ist die meiner Meinung nach nur Platz vergeudet (s. Hennan Alona Resort). Das Bett im Futon Stil hat aber den Nachteil, das es unfallträchtig und unergonomisch ist. Erstmal muss mann sich hochwuchten und dann nochmal über die Umfassung kraxeln. Sieht vielleicht schön aus, ist aber unpraktisch. Liegt aber vielleicht auch an meinem Alter dass ich solche Spielereien nicht mehr goutiere.
Das Hotel hat ca. 30 Zimmer, ist also vergleichsweise klein. Einen Pool gibt es nicht. Dafür hat es direkte Strandlage. Zum Strand bzw. dem Restaurant was direkt am Strand liegt sind es nur ca. 100 Meter.
Im Restaurant hatte ich immer das Frühstück eingenommen und auch 3 x das Abendessen (a la Carte). Zum Frühstück lässt sich sagen, es handelt sich um eine Kombination aus Buffet und Wahl eines Hauptgerichts aus einer Karte. Es ist okay, aber die Auswahl am Buffet beeinhaltet keine warmen Gerichte, dass ist alles in dem einen Gang lt. Karte enthalten. Hier kann auch das Getränk, also zum Beispiel Cappucino gewählt werden. Auch kann nachbestellt werden. Wie gesagt, für den Preis habe ich etwas mehr Auswahl erwartet.
Die direkte Strandlage ist aber top und gleicht vieles aus. Es gibt rechter Hand einen Bereich mit Strandliegen der natürlich beschattet ist und den ich gewählt habe. Eine freie Liege zu ergattern war kein Problem. Die Handtücher für den Strand gibt es an der Rezeption.
Der Strand ist feinsandig, sauber und es geht flach ins Wasser. Was aber besonders für den ersten Tag, insgesamt aber für alle Tage galt, es war relativ windig, sodass die Wellen schon beachtlich waren. Vielleicht nicht ganz 2 Meter, aber doch so dass formal die rote Fahne wehte. Hinter die Wellenberge trauten sich eher wenig Personen. Für reines Schwimmvergügen war also der erste Tag nicht so geeignet. Mit etwas weniger Wind war es an den anderen Tage besser bzw. einfacher ins Meer zu gelangen, aber Wellen waren stets vorhanden. Dafür war es aber mit Ebbe und Flut so dass mann jederzeit ins Wasser konnte und es nicht so flach wie z.B. am Alona Beach war.
Der Nacpan Beach an sich ist was Aktivitäten anbelangt relativ ruhig. Es gibt kein Geknatter und am Strand gibt es nur wenig weitere Restaurants. Eine Ansammlung von drei weiteren Restaurants, u.a. das Fishermanns bei dem ich 2x zum Abendessen war liegt südlich am Strand. So richtig Strandbars und Nachtleben existiert nicht. Nach dem Abendessen gehen so langsam die Lichter aus. Selbst bei meinem Hotel gab es keine Bar die sich so für einen oder mehrere Absacker eignete. Also ganz nett für Entspannung und frühes Schlafengehen, aber etwas mehr Nachtleben hätte ich mir schon gewünscht.
Was die Lage bedingt ist die Tatsache dass für die Tagesausflüge jeweils der Transfer nach El Nido Town in Kauf genommen werden muss. Daher Start des Transfers um 8 Uhr und Frühstück entsprechend davor.
Zwei Touren habe die mitgemacht: Tour C und A (in dieser Reihenfolge).
Der Rücktransfer erfolgte jeweils mit dem Minibus um 17.30 h, also war ich um ca. 18.15 h wieder im Hotel. Also ca. 10 h unterwegs.
Die einzelnen Touren beschreibe ich hier nicht im Detail. Summarisch ziehe ich das Fazit, nett aber für den zeitlichen Rahmen doch zu wenig. Tour A hat mit der Big Lagoon und dem Kanufahren noch etwas mehr zu bieten als Tour C. Was das Schnorcheln anbelangt ist eigentlich alles was ich auf allen Touren auf allen Inseln gesehen haben enttäuschend gewesen. In El Nido gibt eigentlich nur tote Korallen und wenig Fische. In dieser Rubrik war Balicasag auf Bohol das beste mit der Schildkröte und den Fischen an der Riffkante. Ja, das Wasser ist unglaublich sauber, klar und farblich einmalig. Den Hype um El Nido kann ich trotzdem nicht ganz nachvollziehen. Auf einer Tour habe ich einen deutschen Rentner kennengelernt der auf den Philippinen lebt. Er hat mir das auch so in ewa bestätigt was die Überfischung und die Korallen anbelangt. Meiner Meinung nach hat diesbezüglich jedes mittelmäßige Hausriff in Ägypten mehr zu bieten.
Im Süden des Nacpan Beaches gibt es einen kleinen Aussichtspunkt den ich erwandern wollte. Leider blieb mir der Zugang verwehrt, ein Schild und eine Auskunft zeigten Zugang gesperrt an, was der Grund der Sperrung ist konnte von mir nicht ermittelt werden.
Boracay, Hotel Aqua:
Die Auswahl erfolgte ganz bewusst auf der anderen Seite des White Beaches, am sogenannten Bulabog Beach. Das hat den Vorteil der ruhigeren Lage und auch des günstigern Preises.
Das Hotel hat mir auf Anhieb gefallen. Es ist ein eher nüchterner weißer Hotelkomplex der aus mehreren Gebäuden bestehend. Modern, reduziert und stylisch.
Der Empfang mit Begrüßungsgetränk war sehr freundlich, mein Zimmer befand sich im Gebäude B2 im fünften Stock, wunschgemäß im obersten Stockwerk. Zumindest partiell würde ich es als mit Meerblick erachten. Das Zimmer hatte Landseite was den einzig wirklich nervigen Nachteil hatte, dass ein krähender Hahn den morgen einläutete. Am liebsten hätte ich das Vieh abgeknallt und einem Buffet zugeschanzt.
Die Poollandschaft hat Klasse, ist stylisch, hat schöne Liegen bzw. sonstige Rückzugsmöglichkeiten und mann bleibt im Gegensatz zu manch anderen solchen Orten relativ diskret auf Abstand zu anderen. Dazu kam noch, dass das Hotel wohl nicht sehr hoch ausgebucht war und es auch beim Frühstück immer gut Platz gab. Es scheint einen grundsätzlichen Unterschied zwischen den Philippinen und Thailand Hotels zu geben was das Frühstück anbelangt. In Thailand gibt es meinstens einen Koch der Eierspreisen nach Wunsch zubereitet. In allen Hotels auf den Philippinen in denen ich war gab es das nicht, die Eierspeisen waren vorproduziert. Generell war es auch hier so, dass manche warmen Gerichte lau bis kalt waren. Die Auswahl war auch hier reichlich. Kaffe hatte ich aus Kannen, also mittlere Qualität. Nach Cappucino etc. habe ich nicht gefragt, vielleicht wäre er zu bekommen gewesen (inkl.)?
Das Hotel liegt zwar direkt am Strand, aber ein Zaun trennt das Areal ab und davor ist ein paralleler Fußweg. Liegen direkt am Strand gibt es nicht und ich war auch nicht dort im Wasser. Einerseits weil es den einen Tag Sturm gab und danach doch einiges an Land gespült wurde und dann ergab es sich aufgrund meiner Ausflüge auch einfach nicht.
Lage war sehr gut, fussläufig zur DMall ca. 5 Minuten und am White Sand Beach in 10 Minuten.
Was ich dreimal Abends gemacht habe ist ein Dinnerbuffet in einem der Hennan Resorts zu buchen. Das kostet 1000-1200 Pesos, also ca. 16 Euro und optional ist eine Getränkeflaterate für 250 Pesos (ca. 3,5 Euro). Das hat sich wirklich gelohnt, ging zwar etwas hektisch zu weil die Restaurants gut gebucht waren aber kulinarisch vom Preis-Leistungsverhältnis kaum zu toppen.
Der White Sand Beach hat schon was. Allerdings bin ich bzgl. Hotelwahl schon froh nicht am White Sand Beach Quartier bezogen zu haben. Es gibt zwar von einen Hotels ein paar Liegen direkt am Strand unter Palmen. Da aber dort viel Publikum flaniert würde es mich stören dort zu liegen. Optional sind dann die Hotels weiter nördlich, also Mövenpick, Crimson etc. die den Vorteil dann ausspielen können.
Auf einem Tagesausflug rund um Boracay gab es einen Schnorchelstop nicht weit vom White Sand Beach entfernt. Sehr enttäuschend, tote Korallen und kaum Fische. Der Pukka Beach im Norden von Boracay ist ganz nett, nicht ganz so voll und auch relativ breit.
Was das Nachtleben anbelangt war ich etwas enttäuscht. Entweder ich habe die Geheimplätze nicht gefunden oder es startet erst zu einer Zeit durch als ich jeweils schon in der Heia war oder es ist tatsächlich nicht soviel los. An der Promenade am White Sand Beach lässt sich auf und abflanieren. Aber so zahlreich sind reine Bars auch wieder nicht und daher war mein Fazit dass es wegen einen überbordenden Nachtlebens sich nicht lohnt nach Boracay zu kommen.
Den jeweiligen Transfer vom Flughafen zum Hotel und retour habe ich vorab mit GetYourGuides vorgebucht. Das lässt sich sicher individuell günstiger machen, dann muss mann eben alles einzeln organieren, so hatte es ein wenig Komfort und ging auch ganz flott.
Einen Tag habe ich einen HopOn HopOff Bus genutzt mit dem mann unbegrenzt die ganze Insel abfahren kann. Daher würde ich schon sagen dass ich die Insel ganz gut kennengelernt habe.
Fazit zu Boracay daher, ja lässt sich problemlos, sicher und gut bereisen. Aber allein nur deshalb einen Fernreise sicher nicht. Dazu gibt es faktisch zu wenig zu unternehmen.
Bohol – Palawan, Hotel Hennann Alona Beach:
Das Hotel ist sehr groß, hat 400 Zimmer und erstreckt sich über 6,5 Hektar Fläche.
Es war mit 167 Euro ÜF auch das teuerste Hotel der Reise.
Als ich in das Zimmer kam war ich erst enttäuscht. Es sah im Vergleich zum Aqua alles etwas altbackener aus. Das bestätigte sich insgesamt auch, aber letztlich ist es einfach ein anderer Stil. Und das Hotel hat Stil. Auch hier hatte ich den Wunsch nach einem Zimmer in einem hohen Stockwerk geäussert und es auch bekommen. Mein Ausblick war auf die Poollandschaft. Zimmergröße auch hier ca. 40 qm.
Das Frühstücksbuffet war wirklich umfangreich. Wohl das beste auf der ganzen Reise. Einzig etwas verwunderlich, dass es in einem 5 Sterne Hotel keinen Cappucino inkl. gab, denn dafür musste ich extra zahlen. Das finde ich schon knausrig. Es ging insgesamt recht hektisch am Buffet zu, da herrscht eben keine deutsche Disziplin.
Der Strandbereich ist mit reichlich Liegen gut bestückt und es war immer eine freie zu bekommen. Der Stand ist nicht ganz so perfekt, es gibt kleinere Steine bzw. Korallen und relativ enttäuschend ist das Wasser. Es ist schlicht zu flach um in dem abgesperrten Bereich richtig gut schwimmen zu können. Dazu kam, dass im Wasser doch einiges an Seegras wuchs, was nicht ganz so schön ist, lies sich zwar umgehen, aber das zusammen mit dem zu flachen Wasser machte das ganze nur zu einem durchschnittlichen Strand. Also nix mit Traumstrand.
Einen Ausflug machte ich mit dem Boot nach Balicasag. Das ist der angepriesene Schnorchelspot in der Ecke. Das Boot mit dem mann ca. 30 Minuten hingeschippert wird ist eine einzige Krachmachermaschine. Also wirklich fast unerträglich laut. Für das Schorcheln dort muss bezahlt werden und die Zeit ist auf eine Stunde reglementiert. Es gibt einen Bereich wo Schildkröten gesichtet werden können, was bei mir mit einem Exemplar auch der Fall war. Und dann gibt es einen zweiten Schnorchelplatz an der Riffkante. Es gibt dort ganz nette Fische und Korallen. Der beste Platz den ich auf den Philippinen erlebt habe. Dennoch bleibt bzgl. schnorcheln mein Fazit, jedes mittlere Hausriff in Ägypten hat mehr zu bieten. Dazu auf die Philippinen zu fahren lohnt nicht.
Den zweiten Tagesausflug gab es auf die Insel Bohol. Die klassische Tagestour mit Tasiren und Chocolate Hills. Insgesamt dauerte die Tour von früh 8 Uhr bis Abends 18 Uhr. Also sehr lang. Und für den recht langen Tag bot die Tour viel zu wenig. Mann startet mit der Kirche in Baclayon, dann geht es in einen Zoo. Hätte ich gewusste was mich erwartet, nämlich tierunwürdige Zustände, ich wäre nicht reingegangen. So gab es Krokodile und Schlangen in viel zu kleinen nicht artgerechten Arealen. Also Vorsicht vor dem Bohol Lemur Butterfly Park. Danach ging es zur obligatorischen Loboc River Cruise. Weder das Lunch Buffet war eine Erleuchtung noch der Fluss an sich. Dazu regnete es die ganze Zeit, aber ich behaupte, selbst mit Sonnenschein wäre die Aktion kein Glanzlicht gewesen. Dazu mit 1100 Pesos viel zu teuer.
Ein weiterer Stop an einer Straße mit wenig spektakulären leicht geneigten Bäumen und schon ging es zur Bohol Tarsir Conservation Area. Nicht dass trotz Hinweisen einige Touris die gebotene Stille ignorierten, das durchgeschiebe und das anglotzen der wenigen Tiere war auch hier überflüssig. Jedes gute Bild im Internet von einem Tasir zeigt das Tier eindrücklicher. Muss mann nicht gemacht haben.
Zum Abschluss gab es die Chocolate Hills. Jo, dass die Hügel in der noch nicht Regenzeit grün und nicht braun sind wusste ich vorher. Es war nicht ganz so von Touris überfüllt wie ich in manchen Berichten vorab gelesen habe, aber es war auch kein wirkliches WOW Erlebnis. Vielleicht macht das Licht welches zu meinem Besuch nicht optimal war das ganze ein wenig eindrucksvoller, aber so sind es eben ein paar grüne Hügel. Sicherlich außergewöhnlich aber auch hierfür würde ich weder einen ganze Tagestour geschweige denn eine ganze Reise in die Region als zwingend erarchten.
Der Alona Beach hat mir Abends ganz gut gefallen. Es gibt viele Restaurants die auch Essensmöglichkeiten direkt am Strand anbieten. Dazu auch Barbereiche an denen ein Schlubberchen geschlürft werden kann. Aber unter regem Nachtleben subsummiere ich aus reichlicher Erfahrung eher andere Orte. Daher würde ich zu Bohol Panglao als Fazit auch aussagen, ein Muss ist es nicht.
Es ist aber trotzdem so, dass es ein Privileg ist eine solche Reise, ein solches Land und die Inseln, Gegende und Landschaften überhaupt so bereisen zu können. Was die Sicherheit anbelangt fühlte ich zu keiner Zeit und an keinem Ort irgendwelches Unbehagen.
Von den Reisekosten entfallen 28 Prozent auf die Flüge und 46 Prozent auf die Übernachtungen. Damit sind nur 26 Prozent der Kosten die Tageskosten, also alle Ausflüge, Essen und sonstige Ausgaben. Die Übernachtungskosten betrugen durchschnittlich 105 Euro pro Nacht (meist mit Frühstück). Dennoch würde ich hier nicht sparen wollen, denn sowohl der Komfort eines soliden Hotels als auch ein gutes Frühstücksbuffet gehören für mich einfach zum Urlaub dazu.
Klima/Wetter:
Immer schön warm, mit Temperaturen von ca. 30 Grad, gelegentlich hohe Luftfeuchtigkeit aber alles erträglich. Der Transfer von El Nido nach Boracay brachte auch einen Wetterwechsel. In El Nido war es noch sonnig und bei Ankunft in Boracay war es stark bewölkt und die Wasserpfützen zeigten an, dass deutlich Regen gefallen war. Der erste Tag in Boracay war wettertechnisch so, dass es eine Sturmwarnung mit lang anhaltendem Regen gab. Hierzu hat das Hotel alle Gäste per Schreiben informiert. Es war dann auch so, dass es von ca. 9-17 Uhr immer wieder stürmte und regnete, sodass ich den ganzen Tag im Hotelzimmer blieb. Der Ausflugstag auf Panglao war auch ein stark bewölkter Tag mit Regen auf der Rückfahrt. Insgesamt wechselte sich die Bewölkung von heiter bis bewölkt ab, ganz durchgängig wolkenlos war es keinem Tag. Dennoch war ich summarisch zufrieden und hatte bis auf den einen Tag keinerlei wetterbedingte Einschränkungen bei meinen Aktivitäten.
Sonstiges:
Auffällig waren die sehr zahlreichen fetten Menschen. Hierbei sind es Auffälligkeiten bei anderen Touristen und weniger bei den Einheimischen. Was die Nationalitäten anbelangt tue ich mir schwer eine Zuordnung zu treffen. Aber aufgrund der Tatsache dass die Anzahl asiastischer Touristen bei weitem überwiegt ist meine Beobachtung auf diese Gruppe zutreffend.