Urlaub Nauders Teil 1

Vom Sonntag den 03. Juli 2022 bis zum 10. Juli 2022 war ich für eine Woche Urlaub in Nauders.

Ursprünglich hatte ich sogar nur 5 Übernachtungen gebucht und zwar im Hotel Margarete Maultasch. Da der Wetterbericht positiv ausfiel, habe ich in einem anderen Hotel, dem Hotel Bergblick, für die zwei letzten Tage eingecheckt (weil mein ursprüngliches Hotel ausgebucht war).

Die Margarete ist ein 4 Sterne Hotel, der Bergblick ein 3 Sterne Betrieb. Während die Halbpension bei Margarete mit 75 Euro zu buche schlug (Einzelzimmer), waren es im Bergblick 102 Euro (Doppelzimmer de luxe). Die Erwartungen an die Margarete waren nicht allzu hoch, daher war ich eigenlich sogar positiv überrascht, denn ich hatte einen schönen Balkon auf dem bis abends die Sonne schien und einen guten Ausblick ermöglichte. Allerdings ist hier ein gewisser Renovierungsstau auszumachen, denn im Bad gab es noch getrennte Armaturen mit Heiss- und Kaltwasser. Auch die Dusche mit Trennwand in der Badewanne ist überholt.

Das es ein Einzelbett war wusste ich, daher kann ich mich nicht beschweren, schlafe aber dennoch lieber in einem großen Bett wie zu Hause. Kulinarik war gut, Frühstück mit alles was es braucht ohne spektakulär zu sein. Abends 4 Gänge, also Suppe, Salatbuffet, Hauptgang und Desert. Da gab es z.B. im Forer oder Kohlerhof noch eine raffinierte Vorspeise on top. Im Bergblick war es ähnlich, wobei dort die Portionen größer waren. 0,5 L Bier kosteten bei Margarete 4,50 Euro und im Bergblick obwohl ein Stern weniger 4,90 Euro.

Das Zimmer im Bergblick ist frisch renoviert und top modern. Bad, Holzmöbel und sonstige Einrichtung auf dem neuesten Stand, das hat mich positiv überrascht. Dazu hatte ich zwei Schlafzimmer, Bad und einen Wohnbereich, also 4 Betten, eine Couch, 3 Fernseher und 2 Balkone, einen nach Osten und einen nach Süden bzw. Westen. Also beim Zimmer hatte der Bergblick klar die Nase vorn. Kulinarisch ansonsten kaum Unterschiede. Margarete hatte osteuropäische Servicekräfte in der Mehrzahl, im Bergblick war mehr einheimisches Personal. Wobei es an der Freundlichkeit an beiden Orten nicht gemangelt hat. Ruhige Lage hatten beide Hotels. Parkplatz auch kein Problem.

Was mir prinzipiell gut gefallen hat, war das es Abendessen bereits ab 18 Uhr gab. Nach einem Tag mit wenig sonstiger Verpflegung hatte ich einfach Hunger. In den Schickimicki Läden (Goies in Ladis z.B.) gibt es das erst später und es zieht sich endlos. Hier nicht, es geht Schlag auf Schlag mit den Gängen und eine Stunde später kann relaxt werden.

Bei Margarete hätte es noch Kaffee und Kuchen gegeben, aber einmal habe ich es mir angesehen und die Kuchenauswahl war klein, daher nicht in Anspruch genommen.

Wetter war nicht durchgängig optimal, daher war ein wenig Flexibilität bei der Gesamtplanung angesagt. Mehrheitlich waren die Morgen frisch, meist so um die 12 Grad. Das ist zum Wandern kein Problem, aber bei den Temperaturen mit dem Rad zu starten ist was für Kälteumempfindlich, also nicht für mich. Es ergab sich also kein Radstart von Nauders, was aber mehrheitlich an der Tourenplanung lag und nicht an den Temperaturen.

Neben den sportlichen Aktivitäten auf die ich in Teil 2 eingehe war ich am Montag den 04.07 in der Schweiz, konkret bin ich über die Norbertshöhe nach Scuol gefahren, weil ich aus der Liestalzeit noch gut 20 Franken hatte. Daher habe dort den örtlichen Supermarkt um Waren erleichtert. Von dort bin ich mehr aus Zufall hoch nach Ftan gefahren. Ich wusste dass ich 2002 auf der Radtour am Inn entlang über den Malojapass an die italienische Riviera dort entlang gefahren bin. Verwundert war ich, da der Anstieg von Scuol nach Ftan doch nicht ohne ist und das damals mit dem Trekkingrad. Scheinbar war ich schon damals ein harter Hund (wuff). Da ich durch die Fahrt von Marina nach Scuol (ca. 20 km) einen Teil der möglichen Strecke einer Rundtour über den Ofenpass so kennenlernte und leider zur Kenntnis nehmen musste, dass vor Scuol ein Stück Schotterstück wegen Renovierungsarbeiten gefahren werden muss, nahm ich innerlich von dem Plan Abstand. Abgesehen davon wären die insgesamt ca. 40 km von Zernez bis Martina nicht so schön zu fahren, immer im Verkehr und dazu ist die Straße teilw. unübersichtlich.

Entfernung von zu Hause nach Nauders sind 217 Kilometer.