Urlaub in Ladis: Touren

Die 8 Tage teilen sich in 5 Wandertouren und 3 Radltouren auf.

Radltour 1: Kühtai

Bereits am Anreisetag habe ich eine Radtour unternommen. Das Wetter hat das einfach notwendig erscheinen lassen. Also am Dienstag den 08. September früh gleich um 8 Uhr losgefahren und in Ötztal Bahnhof nach etwas Suche in einer Seitenstraße das Auto abgestellt. Es war kühl, aber sonnig, sodass ich mit kurzer Radhose aber langem Trikot und Weste losfuhr. Plan war das Kühtai zu fahren. Bis Oetz den Ötztal Radweg. Aber Pustekuchen, bereits am Ortsende in Ötztal Bahnhof gelangte ich an einen Schotterweg. Also doch die vielbefahrene Bundesstraße. Ein nochmaliger Versuch auf den Radweg auszuweichen endete abermals am Schotterweg.

Zu allem Überfluß zeigte der Bordcomputer „Batterie schwach“ an und die Anzeige blinkte. Das hat mich genervt, die Tour ohne Datengenerierung durchzuführen.

Also wieder retour und am unbeschrifteten geteerten Weg entlang der Bundesstraße bis auch dort Schotter mit vertrieb. Den Rest bis Oetz dann auf der Straße, kontrolliert um nicht zu sehr zu pushen um von der Straße runterzukommen. Hier zunächst die Fakten und Infos:

https://www.quaeldich.de/paesse/kuehtaisattel/

Also 17,6 Kilometer Aufstieg mit 1237 Höhenmetern. Da ich vorab alles genau studiert hatte war gehörig Respekt da. Aber es lief von Beginn an super. Mir kam es gar nicht so steil wie beschrieben vor und einen guten Rhythmus fand ich auch sofort. Ich war aber offensichtlich auch gut in Form. Der Verkehr hielt sich in Grenzen, sodass ich mich voll auf die Fahrt konzentrieren konnte. Die ersten 10 Kilometer bis Ochsengarten liefen super und ich zweifelte schon was die Kommentatoren so schlimm am Kühtai fanden. Nach etwas Flachstrecke kam jedoch der entscheidende Kilomter. Lt. Quäldich bis 19 Prozent und wohl durchschnittlich ca. 15 Prozent. Erschwerend die Hälfte durch eine Galerie, was akkustisch ein bisschen beklemmend ist. Der Kilometer ist extrem hart und danach habe ich gewusst dass es doch keine Spazierfahrt ist. Danach wechselt es steigungsmäßig wieder ab und die Landschaft die zu Beginn viel durch Wald führte ist nun offen. Insgesamt benötigte ich für die Auffahrt 1:32 h.

Die Abfahrt ist gut zu fahren, wenngleich der Asphalt an einigen Stellen so ist, dass ich einen Radmarathon in Gruppe dort nicht hinunter wollte. Von den abenteuerlichen Geschwindigkeiten bis 100 km/h von denen berichtet wird ganz zu schweigen. Unterbrochen wurde ich 3 x durch Bauarbeiten und auch zwei Galerien die nicht so gute Sicht erlauben waren zu durchfahren. Ich habe aber wenig Wert auf eine schnelle Abfahrt gelegt. In Kematen angekommen dann die Landtraße bis Hatting und dort wechselte ich auf den Inntal Radweg. Vor Telfs bei einer Rast entledigte ich mich dann auch der Weste, denn im Inntal war es jetzt warm. Der Rest bis Ötztal Bahnhof wenig spektakulär.

Hohe Munde vom Inntal nahe Telfs

90,7 Kilometer in 4:11 h.

Radltour 2: Samnaun

Am Samstag den 12.09.2020 fuhr ich von Ladis über Pfunds nach Samnaun.

Hier die Fakten des Aufstiegs:

https://www.quaeldich.de/paesse/samnaun/

Also 15,1 Kilometer und 945 Höhenmeter. Am Höhenprofil lässt sich erkennen, nach wenigen hundert Metern geht es ca. 3 Kilometer richtig zur Sache mit durchschnittlich 11 Prozent Steigung und keiner Verschnaufpause. Verkehr ist etwas mehr als am Kühtai. Der Abschnitt ist richtig hart und wird in 7 Kehren aufwärts durchfahren. 36/28 ist machbar aber die Form sollte stimmen, was sie bei mir tat. Was dann aufwärts nach Noggels noch kommt ist eine Galerie und ein schlecht beleuchteter Tunnel. Ich hatte Licht dabei, nur raufwärts (es geht im Tunnel abwärts Richtung Spiss) nicht montiert. Runterwärts hatte ich den Blinkreflektor und das Blinklich am Helm an aber mangels Sicht von hinten weiss ich nicht wie es leuchtet. Jedenfalls ist es unangenehm zu fahren. Unweigerlich gibt mann an solchen Stellen mehr Watt als vielleicht gut ist. An den Tunel folgt noch direkt anschließend eine relativ helle Gallerie, bevor es in Spiss wieder ca. 100 Höhenmeter bis zur schweizerischen Grenze runter geht. Keine Kontrolle. Danach steigt die Straße wieder an und zieht sich nochmal für gut einen Kilometer bei 10-12 Prozent dahin. Danach rollt es sich schön hinauf nach Samnaun bis der Asphalt am Ende der Dorfstraße endet. Auffahrtszeit 1:15 h.

Samnaun dort wo die Straße endet

Dort machte ich dann Pause. Zurück dann die selbe Strecke. Ich war nicht ganz so erholt wie am Kühtai Tag. Dennoch war es schön die Strecke mal gefahren zu haben. Tunnels mag ich eher weniger. Was zum Schluss noch kam war der Anstieg von Ried nach Ladis.

https://www.quaeldich.de/paesse/serfaus/

Diesen bewältigte ich in 23 Minuten, wobei er mir härter vorkam als im August bei der zweiten Auffahrt nach der Piller Höhe. Der eine Kilometer ziemlich in der Mitte ist schon heftig.

Radltour 3: Reschensee

Am Abreisetag Dienstag den 15. September 2020 dann eine Wiederholung der Tour zum Reschensee vom August. Mit Ausnahme der Umrundung des Sees die sich nicht bewährt hat.

Was ich nicht wusste und erst mittels Hinweis an der Kajetansbrücke feststelle war, dass die Normalstrecke hoch nach Nauders gesperrt ist und der gesamte Vekehr Richtung Reschenpass über Martina und die Norberthöhe umgeleitet wird. Das hatte natürlich ein hohes Verkehrsaufkommen zur Folge, gerade auch am Anstieg zur Norberthöhe, wo sonst kaum Fahrzeuge unterwegs sind. Das machte es relativ unangenehm diesen Abschnitt zu fahren. Dazu kam noch die Baustelle vor Martina, wo ich auf unangehmen Schotter fahren musste und mich schon mit Defekt am Straßenrad liegenbleiben sah. Exakt jene Passage habe ich rückwärts auch schiebend zurückgelegt.

Zwischen Vinadi und Martina gibt es eine Galerie die bei dem hohen Verkehrsaufkommen besser mit Licht gemeistert werden sollte. Zurück habe ich getrickst, da der Verkehr bei der Baustelle einspurig verläuft ist immer ein Zeitfenster von ca. 10 Minuten ohne Verkehr. In dieser Zeit bin ich dann alleine durch die Galerie gefahrlos aufwärts gefahren.

Mein Sahnestück bleibt die Auffahrt zur Norbertshöhe:

https://www.quaeldich.de/paesse/norbertshoehe/

Mit 426 Höhenmetern auf 6,5 Kilometern nicht so wirklich spektakulär, aber für mich ideal zu fahren. Meine Zeit von 25 Minuten ist sooooo schlecht lt. den Befahrungszeiten nicht. Zumal ich auch nicht all out gefahren bin sondern das Ganze im Rahmen der gesamten Tagestour.

Zwischen Nauders und dem Südende am Reschensee dann wieder auf dem Radweg zurückgelegt. Da praktisch keine Saison mehr ist und es auch unter der Woche war war kaum was los.

Blick zum Ortler vom Südende des Reschensees
Blick zum Reschensee
Reschensee vom Nordufer aus betrachtet

Retour dann noch ein wunderschöner Stop hinter Pfunds am Waldrand.

Pfunds und das Inntal

Zudem garniert natürlich der Schluss mit der Auffahrt Ried Ladis. Wieder hart aber gerade recht so zum guten Abschluss des Urlaubs.

106,8 Kilometer in 4:46 h.

Wanderung 1: Rotpleiskopf 2933 m

Den Rotpleiskopf habe ich im August schon oft aus der Ferne wahrgenommen. Er erscheint ein wenig unnahbar, fern und relativ schwer begehbar. Also eine Art Herausforderung. Mein Plan war einfach: ich würde eine Überschreitung Nord nach Süd versuchen. Sollte ich beim Aufstieg der schwerer ist scheitern könnte ich einfach umkehren.

Start war am Mittwoch den 09. September beim Fisser Joch, welches ich durch zwei Gondelfahrten erreichte. Unter Umgehung des Zwölferkopfes kam ich nach 20 Minuten zum Abzweig des Spinnseesteiges. Viel los war auf diesem Weg nicht, führte er doch in einsames dennoch wunderschönes Gelände was noch nicht von Skipisten verschandelt worden ist. Der Weg zieht sich um einige Kurven und führt leicht abwärts bis auf ca. 2200 Meter. Danach geht es wieder aufwärts zum Spinnsee und zur Spinnseescharte.

Rotpleisspitze von der Spinnscharte

Vor dem Aufstieg zum Gipfel hatte ich Respekt. Längere Zeit hatte ich solche Touren nicht mehr unternommen. Eine gewisse Anspannung macht die Sache aber auch nicht leichter. Im Rückblick betrachtet kann ich jedoch sagen, es gibt zwar Passagen die ein wenig Umsicht erfordern, aber es gibt weder die eine beschriebene Schlüsselstelle mit Seil gesichert noch sonstige Stellen vor denen einem Bange sein muss. Nach 2:25 h war ich oben am Gipfel.

Gipfel der Rotpleisspitze

Das Gipfelglück musste ich mir nur mit einem einzigen Kameraden bei perfekten Bedingungen und Traumsicht teilen.

Aussicht vom Gipfel der Rotpleisspitze Richtung Ortler

Die Überschreitung komplettierte ich mit dem Weiterweg bzw. Abstieg Richtung Kübelgrubenscharte und Urgjoch. Der Weg ist teilweise steil und schmal, also zuviel HansguckindieLuft sollte hier nicht veranstaltet werden. Auch musste nordseitig noch ein Schneefeld gequert werden wo auch etwas Vorsicht nicht schlecht ist. Insgesamt ist der Weg zwar unschwierig, jedoch eben ein Bergpfad und keine Almwanderung. Am Urgjoch musste ich mich entscheiden entweder über das Planskopf Richtung Komperdell zu gehen oder den Direktabstieg zu wählen. Da mir der Direktabstieg vom August bekannt und sehr steil in Erinnerung geblieben ist wählte ich die Planskopf Variante. Also nochmal Gipfelglück.

Furgler vom Planskopf aus gesehen
Rotpleisspitze vom Planskopf

Vom Planskopf dann direkt 800 Höhenmeter Abstieg über das Brunnenjoch bis zur Bergstation der Komperdell Bergbahn. Zieht sich und hatte natürlich muskuläre Folgen. Leider.

Rotpleisspitze vom Brunnenjoch

Eigentlich hatte ich mit dem Kühtai und dem Rotpleiskopf das Urlaubssoll schon erfüllt. Das waren vorab meine beiden Hauptziele gewesen.

Wanderung 2: Schöngampalm

Am nächsten Tag nach dem Rotpleiskopf merkte ich schon die muskuläre Erschöpfung die der Abstieg von 1350 Höhenmetern zur Folge hatte. Daher entschloss ich mich zu einer kleineren Wanderung. Es sollte das ganze Frommesmassiv umrundet werden auf halber Höhe und bei der Schöngampalm enden. Nur leicht aufwärts ohne Spektakel.

In einfacher Wanderung gelangte ich in 50 Minuten über die Jausenstation Neuegg zum Wodeturm (auch Schöne Aussicht genannt). Was auch stimmte. Von dem Turm bot sich ein fantastischer Blick hinunter in das Inntal und hinüber zur Piller Höhe. Der gesamte Aufstiegs- bzw. Fahrweg zur Piller Höhe war einsehbar. Erstaunlich dass es aus der Perspektive gar nicht steil aussieht. Bei dem Turm war keine Menschenseele. Absolut ruhig.

Fließ mit Inntal vom Wodeturm

Ärgernis des Tages: ich wollte meine Digicam verstauen und bemerkte einen Riss im Display. In der Mitte stärker und an den Rändern nur leicht verkratzt. Ich kann es mir nicht erklären. Die Kamera fiel mir weder herunter und wurde immer in der gepolsterten Kameratasche aufbewahrt.

Und ich fand die unerwartet die bildliche Entsprechung für meinen Konfirmationsspruch („die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler“):

Danach ging es weiter. Nach kurzer Zeit warnte ein Schild mit einer Absperrung wegen Baumfällarbeiten. Aber weit und breit nichts zu sehen. Also weiter. Es ging erst etwas abwärts dann aufwärts und dann kamen die Baumfällarbeiten mit schwerem Gerät. Ich versuchte mich durchzumogeln aber nix da. Die waren schwer am rödeln mit ihren Maschinen und das Gelände ging weder unterhalb noch oberhalb zu umgehen. Also dummerweise wieder retour. Ärgerlich. Also wieder bis zu der Stelle mit der Absperrung, dann diagonal aufwärts (eigentlich die falsche Richtung) hoffend vielleicht einen anderen Weg zu finden. Den gab es dann auch, aber es war ein schier endlos langweilig sich dahin ziehender Fahrweg, auf dem dann auch noch LKWs ankamen. Ich hatte vom Vortag noch eine Druckstelle am rechten großen Zeh davongegtragen und trotz des Schuhwechsels war das Gehatsche irgendwann nervig. Weitere 2:05 h strammen Schrittes dauerte es bis ich die Talstation der Almbahn erreichte. Ich ging dann noch etwas weiter bis zum Urgsee und dieser Platz entschädigte dann wiederum für alles.

Bach vom Urgsee kommend

Retour ging es dann mit der Almbahn zum Zwölferkopf und hinab vom Schönjoch mit der Gondel.

Fazit: mit 3:40 h viel mehr gegangen als geplant und keine Spur von Ruhetag.

Wanderung 3: Möseralm

Muskulär der schwierigste Tag. Tendenziell wie in früheren Jahren, wo ich kaum noch Treppab kam. Fast ärgerte ich mich, weil der Abstieg vom Planskopf einfach zuviel war und ich so kostbare Urlaubstage abschreiben musste.

Es war früh kein Schönwetter, was den Tatendrang ohnehin bremste. Daher gondelte ich viermal vor mich hin und erreichte so mühlos den Gipfel des Alpkopfes (2023 m). Danach schlenderte ich mehr mit den Patscherchen in den Taschen als strammen Schrittes zum Kölner Haus und hinüber bzw. hinunter zur Gipfelstation der Waldbahn.

Dort relaxierte ich etwas. Das ganze bei mittlerweile heiterem Wetter.

Trüber Morgen mit Blick Richtung Komperdell

Dann ging es hinab zur Möseralm, wo ich wiederum meine Haxn schaukelnd auspendelte.

Rechtzeitig war ich so zur Nachmittagsjause retour im Hotel.

Wanderung 4: Furgler Überschreitung

Nachdem ich im August bereits den Gipfel des Furglers erreicht hatte, galt es dieses Mal mit der Überschreitung von Nord nach Süd die Besteigung zu komplettieren was die Routenwahl anbelangt.

Ausgangspunkt war die Bergstation der Komperdell Bergbahn nahe dem Kölner Haus auf 1980 Meter. Einen ersten steilen Anstieg gleich zu Beginn galt es zu meistern, danach zog sich der Weg namens Murmeltiersteig schön am Hang entlang. Oft war die Stille durch das laute Geplärr der Murmeltiere unterbrochen, erstaunlich deren Verständigungsorgan. Viel war an Wandersleuten nicht unterwegs, was insgesamt den Septemberaufenthalt sehr entspannt machte. In der Hochsaison sind solche beliebten Wege wie dieser hier hoch zum Furglersee sehr frequentiert. Nach einem kurzen Stop beim Furglersee

Blick vom Furglersee Richtung Furglerjoch

ging es stracks weiter hoch zum Furglerjoch (2748 m).

Blick vom Furglerjoch Richtung Furgler Gipfel

Dann war lt. den vorab angelesenen Infos der schwierigste Teil angebrochen. Der Grat ist anfangs breit, später muss Westseitig ein Felszacken der in den Weg hineinragt umstiegen werden, dabei sollte mann nicht das Gleichgewicht verlieren. Bald danach kommt die sog. Schlüsselstelle, die drahtseilvesichert ist. Es geht dabei erst eine kleine Rinne mit Trittstufen abwärts um danach von oben uneinsehbar um eine Ecke am Seil weiterzugehen. Das Drahtseil ist ggf. ein wenig am Ende zu kurz, ansonsten ist die Stelle aber unproblematisch. Theoretisch wäre die Stelle einfacher beim Abstieg vom Gipfel zu bewältigen. Danach geht es insgesamt in leichter Blockkletterei stetig aufwärts, auch hier gilt, nicht wirklich schwierig aber dann doch anstrengend.

Aufstiegsweg am Furgler Grat Nordseite

Den Gipfel selbst erreichte ich nach insgesamt 2:05 h Aufstiegszeit. Da bestes Bergwetter herrschte und noch dazu Samstag war, befanden sich am Gipfel doch recht viele Personen. Da das Plateau aber großzügig dimensioniert ist ging das sehr gut.

Furgler Gipfel
Rotpleisspitze vom Furgler

Den Abstiegsweg hinunter zum Tieftalsee kannte ich bereits, er ist mittelsteil aber nicht ausgesetzt und unschwierig. Vom See hinab zur Bergstation der Lazid Bergbahn ist es eine ganz normale Wanderung, wobei in dem Moment an dem mann den ersten Skimast passiert hat die Romantik passe ist.

Lazid vom Punkt oberhalb Scheid

Mit 3.15 h Gehzeit kein wirklich langer Wandertag.

Wanderung 5: Glockspitze und Gratwanderung

Die Glockspitze als Berg habe ich bei einer Recherche mehr zufällig entdeckt. Sie ist mehr unscheinbar und steht deutlich im Schatten von Furgler und Rotpleisspitze.

Die Wanderung begann an der Lazid Bergstation auf 2350 Meter. Dann den bekannten Weg bis zur Bergstation der Scheid Bergbahn auf 2429 Meter. Danach den schönen Weg hinüber zum Furglersee. Ab dort wurde es wieder einsam und ich begegnete erst wieder zwei Personen am Gipfel der Glockspitze. Der Weg vom Furglersee hinauf zum Blankasee schlängelt sich schön hinauf.

Blankasee beim Aufstieg zur Glockscharte
Aufstiegsweg vom Blankasee zur Glockscharte

Mir war nicht ganz klar welcher der Felszacken nun faktisch der Gipfel der Glockspitze ist. Es geht nach dem See nördlich um diesen herum und dann mittelsteil hinauf zur Glockscharte. Von dort könnte mann den Abstieg zur Ascher Hütte vornehmen. Jedoch zog es mich hinauf zum Gipfel. Wirklich nur ein paar Felsblöcke müssen in leichter Kletterei gemeistert werden und schwups stand ich alleine oben am Gipfel. Wunderschön und einsam.

schlichtes kleines Gipfelkreuz mit Rotpleisspitze im Hintergrund

Aufstiegszeit: 1:45 h.

Fantastische Fernsicht vom Gipfel der Glockspitze

Sollte ich es nun dabei belassen und gemütlich einfach den selben Weg retour schlendern? Aber nein, das wäre für die letzte Tour nicht angemessen.

Daher entschied ich mich für die Gratvariante hinüber zum Fisser Joch. Dabei galt es zunächt über das Joch bis fast zum Blankasee abzusteigen um dann wieder steil das Urgjoch zu erklimmen. Von dort dann wieder hoch zum Planskopf (2804 m).

Blick vom Planskopf zum Gipfel der Glockspitze, darunter der Blankasee

Von dort über drei Köpfe (vorderer Brunnenkopf, hinterer Brunnenkopf, oberer Sattelkopf) im stetigen Auf- und Ab hinüber zum Fisser Joch.

Panorama vom Gipfel des hintere Sattelkopfes

Ein relativ weiter Weg, aber stets mit toller Aussicht vom Grat. Ein würdiger Abschluss meiner Bergtouren.