Zu meinem Hongkongaufenthalt werde ich keine vollständigen Reisebericht erstellen. Es folgen einige ausgewählte Bilder und einige schlaglichtartigen Anmerkungen.
Als Unterkunft wählte ich 2014 das Cosmic Guest House im 12. Stock der Mirador Mansion. Letztlich unterscheiden sich die ganzen Guest Houses in der Mirador Mansion und der Chungking Mansion wo ich 2013 abgestiegen bin wohl nur gering.
Platz ist immer rar und so ist die Zimmergröße so bei ca. 6 Quadratmeter für ein Einzelzimmer. Doppelzimmer sind nur unwesentlich größer. Ich hatte den Vorteil dass mein Bett etwas breiter war, es handelte sich schließlich um ein Deluxe Einzelzimmer, sodass ich ganz gut Platz fand.
Mein Koffer fand gut Platz unter dem Bett. Allerdings lebt man wirklich aus dem Koffer. Also früh und Abends den Koffer mal begutachtet, Sachen entnommen bzw. wieder verstaut und Koffer unter das Bett geschoben.
Fast unglaublich, aber ich hatte eine Rainshower Dusche. Und Toilette und Dusche separat!! Also nix mit selbstproduziertem Hakle feucht!
Letztlich bleibt es eine Abstellkammer. Für ca. 33 Euro. Meine Überlegung mich mit so etwas zu begnügen, ist folgende: da ich tagsüber immer etwas unternehme und mich faktisch nie tagsüber im Zimmer aufhalte benötige ich kein Zimmer mit Komfort und Größe. Entsprechende Zimmer die mit 15 Quadratmeter aufwärts wahrlich keine Suiten sind kosten ab ca. 100 Euro aufwärts. Das ist es mir nicht wert.
So kostet z.B. im Hotel The Mira (5 Sterne), indem ich auch einmal ein Frühstück einnahm ein Zimmer ab ca. 200 Euro. Und das für 20 Quadratmeter und ohne Frühstück.
Jeden Tag habe ich etwas unternommen. Ich bin viel gelaufen bis hin zu meiner Trekkingtour auf Lantau, die mich bis auf fast 1000 Meter Höhe auf den Lantau Peak führte.
Hier ein Bild von einem kleinen Strand auf Lamma Island:
In den ersten Tagen war das Wetter mit Tageshöchsttemperaturen von fast 25 Grad noch angenehm warm. Auch kühlte es sich abends/nachts nicht stark ab. Später wurde es kühler, wie ich es auch vom letzten Jahr her kannte.
Am zweiten Tag bin ich hoch zum „The Peak“ gelaufen. Üblicherweise nutzten Touris die sog. Peak Tram, wie ich auch letztes Jahr. Hochlaufen tut eigentlich niemand.
Auf der einen Seite von Hongkong Island (Central) bin ich hoch, auf der anderen Seite nach Aberdeen wieder runter. Also eine Durchschreitung der ganzen Insel.
Das Hochhäuser immer noch mit Bambusgerüsten gebaut werden ist eine Tatsache.
Ist ein Sicherungsseil zu sehen?
Am dritten Tag stand der eigentlich kulinarische Höhepunkt in Form des Frühstück Buffets im Hotel The Mira an. Für ca. 27 Euro habe ich mich gute 1,5 Stunden am Buffet delektiert.
Insgesamt hat mich das Buffet nicht umgehauen. Natürlich gibt es jede Menge Leckereien. So habe ich mir von einer Kochmütze mein erstes „Egg Benedict“ meines Lebens herzaubern lassen. Sowohl vom Umfang der Speisen, als auch der Präsentation blieb das Buffet deutlich hinter dem im „W“, welches ich noch immer als herausragend einstufen würde.
Am vierten Tag ging es auf Trekkingtour nach Lantau Island. Leider war dies der erste trübe Tag. Unten war die Sicht noch einigermaßen gut, je höher ich stieg desto mehr fühlte ich mich wie in Akira Kurosawas „Das Schloss im Spinnwebwald“. Die Sicht war allenfalls 20 Meter. Da niemand unterwegs war hatte es etwas leicht gespenstisches so rumzustapfen.
Nach einigen Stunden kam ich am Lantau Peak, dem höchsten Gipfel der Insel an.
Leicht zerzaustes Haupthaar, aber immerhin habe ich noch ein paar davon:
Ein weiterer Ausflug führte mich auf Cheung Chau. Auch dort gab es einen Aussichtspunkt, von dem aus ein kleiner Strand zu bewundern war.
Im Kowloon Park habe ich zweimal gefrühstückt. Natürlich habe ich mir vorher im Supermarkt etwas besorgt, Sparbrötchen…
Am letzten Tag machte ich einen Ausflug zur Clearwater Bay. Dort gab es sogar einige Badegäste, die ins Wasser stiegen. Ansonsten ist in Hongkong um diese Jahreszeit Winterschlaf was Badeaktivitäten anbelangt. Angeblich ist das Wasser aber immer noch ca. 24 Grad warm.
Der Strand eignet sich auch als Kulisse für Brautpaare. Man beachte das elegante Schuhgeläuf der Braut, für mich bereits der erste Grund zur sofortigen Scheidung:
Hongkong hatte vielleicht bei meinem zweiten Aufenthalt nicht mehr ganz die Spektakularität wie beim ersten Mal. Dennoch ist Hongkong so vielfältig an Möglichkeiten, dass auch diese Woche nicht von Langeweile gekennzeichnet war. Es bleibt jedoch ein teures Pflaster.
Was ein wenig nervt sind die Leutchen, die ständig mit ihrem Quitschie auf Schritt und Tritt rumspielen müssen und mir ständig im Weg stehen. Ein deutlicher Beleg dafür, dass der Mensch wirklich nur eine einzige Sache konzentriert zu einem Zeitpunkt abwickeln kann. Der Asiate an sich latscht stets gemütlich umher, für einen Menschen wie mich, der gelegentlich einfach nur von A nach B schnellstmöglich kommen möchte, manchmal enervierend. Da möchte man schon mal… 😉
Die Damenwelt Hongkongs kommt recht adrett und elegant daher. Allerdings ist die Stunnerdichte auch dort nicht höher als anderswo. Was wirklich unglaublich ist, es gibt eine solche Dichte an teuren Shoppingtempeln, dass ich mich wirklich frage wer sich das leisten kann die Shops mit Geld zu füttern. Ich jedenfalls war nicht beteiligt…






















