Türkei Urlaub Herbst 2016

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Vom 23.09.16 bis 02.10.16 waren wir, d.h. meine Oldies und ich zum zweiten Mal im Crystal Palace Luxury Resort in Side Gündogu zu Gast. Dieses Mal für 9 Tage, d.h. 9 Übernachtungen und 8 volle Tage.

Hier meine Hotelkritik auf Holidaycheck.

Da ich die Flüge bereits in einem extra Beitrag abgefrühstückt habe, nun zum Aufenthalt im Hotel an sich.

Angekommen am Flughafen Antalya begaben wir uns zum Ausgang, wo uns ein Schild mit meinem Namen begrüßte. Wir wurden dann zu unserem Gefährt escortiert. Vorab hatte ich eine Privattransfer organisiert (45 Euro), allerdings nicht irgendein schäbiges Kleintaxi, auch keinen Minivan sondern gleich einen Minibus.

Was wir bekamen war einzigartig: ein Pufftaxi, Bordellshuttle oder wie auch immer man das Ding auf 4 Rädern nennen wollte oder sollte. Es hatte Stil. Rote Plüschsessel, ganze 14 Stück an der Zahl, eine Minibar mit Champus und Bier und einen Chauffeur.

Die Fahrt ging flott zum Hotel, ca. 45 Minuten insgesamt. Eingecheckt wurden wir wieder vom selben aufmerksamen und kompetenten Rezeptionisten wie letztes Jahr. Wir bekamen dieses Mal 2 Zimmer im Hauptgebäude im 4. Stock (Landseite 3405 und seitl. Meerblick 3416). Das Zimmer der Eltern hatte eine Dusche, was wir uns ausbedungen hatten.

Wir kamen kurz vor 23 h an. Es gelang uns, nachdem wir kurz in die Zimmer gehuscht waren, das Mitternachtsbuffet, welches um 23 h öffnet zu begutachten. Ein kurzer Drink und ein Snack und schon ging es ab ins Körbchen.

Am ersten Tag beim Frühstück gab es noch etwas Anlaufschwierigkeiten bzgl. „koffeinfreier Kaffee“. Dabei hatten wir extra „Kafein olmadan“ auswendig gelernt. Half aber nix. Es gab dann lt. der Bedienung immer „Kaffee ohne Kaffee“. Bei mir war es einfacher.

Hätte es zum Frühstück auch noch ne Suppe gegeben, unser Altersvorsitzender hätte sich diese auch noch reingezwickt. So blieb es bei ihm bei der täglichen Suppendoublette.

Natürlich wurden die anderen Gäste eingehend gemustert, begutachtet und einer kritischen Kommentierung unterzogen. Wir hatten uns nach kurzer Zeit den optimalen Platz, Tisch und Liegestuhl für unsere voyeuristischen Aktivitäten ausgesucht.

Besonders am Strand war am sog. Laufsteg reges Treiben zu verzeichnen. Schön waren auch immer die Beobachtungen an der Holzumkleidekabine. Mom hat auch endlich Kenntnis darüber erlangt, was wahre Steckerle anbelangt. Allerdings waren die so rar im Sandpark gesäht, dass man doch lange danach Ausschau halten musste.

Beim Abendessen wurde am Eingang genau darauf geachtet, dass die Kleidervorschriften eingehalten werden. Männer in langen Hosen z.B.. Es gab natürlich einige Diskussionen mit uneinsichtigen Gästen, aber ich persönlich möchte mein Abendessen im 5***** Hotel nicht neben Männern im verschwitzten Muskelshirt und Badelatschen einnehmen. Insofern begrüße ich die Maßnahme ausserordentlich.

Alkoholfreies Bier gibt es übrigens im gesamten Hotel nicht. Lt. Nachfrage ist es nicht verfügbar in der Türkei.

Die Wassertemperatur war 2016 tatsächlich ca. 2 Grad geringer als 2015. Mom hat es dennoch nicht abgeschreckt meistens 2 x pro Tag 1 h lang zu wässern.

Meine Annäherungsversuche an die kühle Brühe waren gelegentlich etwas zaghaft. Mom beobachtete dies kritisch und merkte an, würde sie davon ein Video drehen und es in Zeitlupe abspulen, es wäre ein Film in Spielfilmlänge bis ich komplett von Wasser umspült bin.

Auch Abends bei den Shows war es mehrheitlich so, dass ich langärmlig bewaffnet war, da es einfach etwas kühl war. 2015 war dies anders. Insofern wäre mir tendenziell ein Termin eine Woche oder noch früher lieber, um die Frostbeulengefahr zu minimieren.

Nach dem Abendessen haben wir uns meist in das flauschige Fauteuill im Lobby Bereich fallen lassen. Hier haben haben sich die Oldies dann oft mehrere Cocktails mit den Namen Florida und Conga auffahren lassen. Meinereiner hat versucht alle anderen Cocktails durchzuprobieren, mit wechselndem Geschmackserfolg. Favouriten waren der Crystal Exotic und der Caipi.

Bei einer Aufzugsfahrt haben die Oldies fränkische Bekanntschaft geschlossen und in den Folgetagen gab es munteren Informationsaustausch.

Noch etwas zur Sicherheit: Nirgends hatte man zu einem Zeitpunkt das Gefühl, nicht einen entspannten Urlaub verleben zu können. Es gibt keine sichtbare (störende) Präsenz von Sicherheitskräften, weder im Hotel noch ausserhalb. Es wäre auch nicht entspannend, wenn man jederzeit Umschau nach jemandem halten würde der ggf. was anstellen könnte. Es ist auch schlicht so, dass die Angst unbegründet ist, weil die Anzahl derartiger Vorkommnise schlicht 0 ist. Das bedeutet nicht, es gibt kein Risiko. Aber ein Risiko innerhalb statistischer Erwartungen gibt es für Sonnenbrand über Verkehrsunfall und Dünnpfiff bis Alkoholvergiftung.

Mom hat dieses Jahr ihren Aquajogginggürtel angeschnallt und es hat sich als sehr gute Option herausgestellt.

8 volle Tage sind insgesamt aber ausreichend. Viel länger wollten wir nicht verweilen, weil doch eine gewisse Ermüdung im Ablauf erfolgt. Interessant auch, dass beim Frühstück nach einer ersten Einpendelphase doch fast jeder täglich die selben Speisen wählt.

Interessant auch, wie schnell doch immer ein ganzer Tag vergeht, obwohl wir stets bereits um 8.30 beim Frühstück waren und unsere Programmpunkte doch sehr begrenzt waren. Bei mir waren alle 2 Tage Laufeinheiten ins Land angesagt, was eine schöne Abwechslung darstellte, zumal mir diese Temperaturen zum Laufen einfach liegen.