Trump – das Unheil nimmt seinen Lauf

Seit gestern ist die Welt nicht mehr die welche sie vorher war. Trump hat zum zweiten Mal das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika übernommen. Kein guter Tag.

Zunächst möchte ich auf einen Beitrag von mir aus dem Jahr 2017 aufmerksam machen, den ich damals zu seiner ersten Inauguration geschrieben hatte:

Ich könnte eigentlich Copy & Paste machen, denn kein Wort müsste ich ändern.

Auch dieses Mal war vorgesehen den Amtseid wieder unter Nutzung zweier Bibeln vorzunehmen. Seine Datterigkeit hat dies wohl verhindert, den er hat seine Hand schlicht nicht darauf gelegt und es vergessen. Das Symbol bleibt. Er hat schließlich auch „so help me God“ bekundet.

Man kann darüber nachdenken ob dies nicht Gotteslästerung ist. Denn wenn jemand hurt, Ehebrecher ist, betrügt, 10000-fach lügt, ein verurteilter Straftäter ist, Menschen diskrimminiert und ausgrenzt, Gottes Schöpfung schändet indem er diese erbarmungslos ausbeutet und aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigt, über den Ausstieg bei der WHO armen Menschen die möglicherweise lebensrettende Impfung versagt, ist nichts anderes als ein Antichrist. Er tritt alles mit Füßen für was das Christentum an Werten steht. Er bricht die 10 Gebote manigfaltig.

Der evangelikale Prediger Franklin Graham bestärkte Trump in der Sichtweise, ein Auserwählter zu sein. „Wenn Ihre Feinde dachten, Sie seien am Ende, hat Gott und nur Gott allein Ihr Leben gerettet und Sie mit Kraft und Macht wieder aufgerichtet.“ Graham betete bei der Amtseinführung: „Sie sind der von Gott Gesandte, um diese Nation zu retten.“

Wenn ich höflich bleiben wollte würde ich jetzt schreiben dass mich die Worte dieses Predigers befremden. Aber ich will nicht höflich bleiben sondern klar artikulieren, dass mich seine Worte anwidern. Gott sendet niemand der ein faktischer Teufel ist und seine eigene Schöpfung zerstört. Was für ein obskures Gottesbild liegt so einer Vorstellung zugrunde? Gott kennt auch keine Nationen und jedwedes menschliches Leben ist ihm gleich viel wert. Die Vorstellung Gott sei ein Fanboy nationaler Wahnvorstellungen einer Machtelite ist selbst bei Gebrauch von harten Drogen im Rausch unerträglich.

Die Heilige Schrift betrachtet er eher als politisch hilfreiche Requisite. Oder als gewinnbringendes Marketing-Instrument. Für 69,99 US-Dollar warb er im Vorfeld der Amtseinführung für eine Sonderedition der „God Bless the USA“-Bibel. Für 1.000 US-Dollar gibt es eine von ihm signierte Luxusversion, deren Wert nach seiner Vereidigung zum 47. Präsident der Vereinigten Staaten nur steigen kann.“