Nun ist der Politshootingstar also am heutigen ersten März verglüht.
Als brandaktueller Blogger hatte ich bereits ca. 30 Minuten nach seiner Presseerklärung die Tasten hier erglühen lassen. Die Zeit musste reichen, um die begrenzte Anzahl an Stofftaschentüchern die ich mein unplagiiertes Eigentum nennen kann vollzurüsseln :'(.
Heute gab es einen zweiten Zwischenbericht von Guttenplag.
„Derzeitiger Stand (01.03.2011, 15:05 Uhr)
Man ist unwillkürlich versucht auszurufen: Wahnsinn, ein neuer Weltrekord !
Um es für alle optisch ansprechend zu machen, deutlicher als ohnehin schon, hier eine Seite:
http://gut.greasingwheels.org/
Von den „zwei Guttenbergs“ konnte er auch in seiner vorerst letzen knappen Einlassung heute nicht lassen. Jener zur Manieriertheit stilisierten selbstgefälligen partiellen Uneinsichtigkeit selbstverursachten Handelns.
Kurt Kister kommentiert es in der SZ treffend:
„Der Talkshow-Mann hadert mit der Öffentlichkeit
Das ist wirklich großartig. Guttenberg wirft den Forschern im Netz, den zehntausenden Akademikern, die gegen ihn protestierten und natürlich den meisten Medien vor, dass sie ihre Aufmerksamkeit nicht auf Nordafrika oder Afghanistan gerichtet hätten, sondern auf ihn. Ausgerechnet der Mann, der die Talk-Show an den Hindukusch gebracht hat, hadert mit der Öffentlichkeit. Und dass er gerade für seine Do-it-yourself-Doktorarbeit intensiv aus eben jenen Medien geschöpft hat, die seit Jahrzehnten zum Beispiel über Afghanistan berichten, ficht ihn nicht an. Als Guttenberg in Berlin sich auf seine Selbstverteidigung fokussierte, waren in Kairo kurz zuvor Korrespondenten der SZ festgenommen worden, und in der FAZ las man lange Analysen über den Maghreb. Wer dazu neigt, vor Spiegeln zu leben, der wird glauben, es gehe immer nur um ihn.“
Und die Zeit kommentiert:
Das aber verkehrt die Tatsachen in ihr Gegenteil. Guttenberg ist kein Opfer. Er selbst reichte eine Promotionsschrift voller plagiierter Passagen bei der Universität Bayreuth ein. Er war es, der immer nur soviel zugab, wie gerade presseöffentlich geworden war. Zunächst sprach er von „abstrusen Vorwürfen, dann wurden daraus einige Fehler, schließlich ging es um Nicht-Zitation von Arbeiten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags.“
😉