Theo Angelopoulos ist tot

Der griechische Filmregisseur Theo Angelopoulos ist ums Leben gekommen. Er starb am Dienstagabend, nachdem er von einem Motorrad angefahren und tödlich verletzt worden war. Er wurde 76 Jahre alt. Mit dem Tod des Regisseurs verliert Griechenland einen seiner bedeutendsten Künstler. Bei den großen Filmfestivals wurde er vielfach ausgezeichnet – für „Die Ewigkeit und ein Tag“ erhielt er die Goldene Palme.

Theo Angelopoulos zählt für mich zu den großartigsten Filmkünstlern überhaupt. In einer kurzen Reihe mit Andrej Tarkowski, Wim Wenders und Akira Kurosawa.

Nur wenige vermochten solche Bilder zu erzeugen, Bilder die sich einbrennen, Kraft entfalten. Hier ein kurzes Beispiel, die Schlußsequenz aus „Landschaft im Nebel“:

Wer vermag solche Gemälde auf Zelluloid zu bannen, die einen entführen in Spähren die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Man scheint zu entschweben in weite Fernen, die den Zeiten der Gegenwärtigkeit trotzen. Trutzburgen der Geisteskraft.

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