The Dust of Time: Theo Angelopoulos

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Gestern Abend sah ich den Film:

The Dust of Time

von Theo Angelopoulos.

Nur ein paar wenige Anmerkungen dazu.

Leider ist es sicher einer der schwächeren Werke im Œu­v­re
von Angelopoulos. Jene Idee, die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts anhand von einigen ausgewählten historischen Großereignissen in die Lebensgeschichte zweier Menschen einzubetten ist nicht so umgesetzt, dass diese immer schlüssig ist.

Es ist zunächst etwas schwierig den Überblick zu gewinnen über die verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen. Erschwerend kommt hinzu, dass einige Brüche die Plausibilität erschweren. So die Darstellung der Eleni durch Irene Jacob. Diese fast fünzig Jahre Lebenszeitveränderung werden fast nur durch graue Haare differenziert. Die Altersunterschiedlichkeit insbesondere zu Harvey Keitel bleibt unglaubwürdig.

Es gibt einige selektive Momente jener Einstellungen, für die Angelopoulus zu Recht gefeiert wird. Die als Stalin stirbt auf dem Platz, die mit der Holztreppe in Sibirien und besonders die Schlusssequenz am Brandenburger Tor.

Das ist insgesamt jedoch zu wenig, insbesondere wenn man das Können und die Magie der Bilder kennt, die Angelopoulus bereits geschaffen hat.

Als Beispiel hierfür jene magische Szenerie mit der Leninstatue aus dem Film „Der Blick des Odysseus“.

Oder jene zutiefst berührende Schlusssequenz aus dem Film „Landschaft im Nebel“:

Denjenigen die sich mit Filmkunst beschäftigen ist aufgefallen, dass jene zauberhafte Musik von Eleni stammt, Eleni Karaindrou. Sicher kein Zufall, jene Protagonistin in zweier seiner Filme ebenso zu nennen.