Thailand Urlaub November Dezember 2019

Hier nun im Nachgang des Urlaubs eine kurze Zusammenfassung, einige Anmerkungen und ein Fazit.

Dieser Urlaub war (gut) drei Wochen lang (Abflug Freitag, Rückkehr Sonntag). 21 Übernachtungen. Im langjährigen Vergleich daher eher kurz (um eine Woche), aber da ich dieses Jahr nur ein Land aufgesucht habe auch ausreichend lang.

Flug:
Mit Qatar Airways. 3 x 777 und 1 x A350. Mit 525 Euro ist das Fliegen immer noch viel zu billig. Das hat es auch schon vor Jahrzehnten gekostet. Vorteil von Qatar ist die konstenlose Sitzplatzreservierung. Auch wenn die Essensportion nicht besonders groß ist, die Getränkeversorgung ist sehr gut. Mit den Sitzplätzen hatte ich Glück, der 41 D auf dem Flug von MUC nach Doha war ein Sitz wo die 4er Mittelreihe auf 3er umgestellt wird und daher nach links Platz zum Gang ist. Ansonsten hatte ich den Platz neben mir frei und dann ist der Komfort natürlich deutlich besser. Warum insbesondere der Flug ab München hinwärts wieder einmal Kühlschranktemperatur aufweisen musste wird sich mir nie erschließen. Leute, ich will nicht wie ein Joghurt im Kühlschrank transportiert werden. Es ist düsselig wenn alle bibbern und jeder sich die Decke bis zur Halskrause hochzieht. Macht endlich angenehme Temperaturen wie im heimischen Wohnzimmer in der Kabine.

Hotel Khao Lak: La Vela
Im Vorfeld hatte ich bestimmt mit Ausnahme der Räuberschuppen Richtung Landesinnere alle Hotels in Khao Lak gründlich unter die Lupe genommen. Meine Wahl fiel nach reiflicher Überlegung auf das La Vela. Die Übernachtung schlug mit 133 Euro pro Nacht mit Frühstück zu Buche. Sehr happig.
Die Fahrt vom Flughafen Phuket habe ich selbst organisiert und mit 1000 Baht und 75 Minuten in einem neuen Fahrzeug mit „Cheaper than Hotel Taxis“ war ich hochzufrieden.
Mein Deluxe Zimmer war die einfachste Zimmerkategorie, jedoch mit 57 Quadratmetern ausreichend groß. Die Aussicht war Richtung Norden, mit noch leicht seitlichem Meerblick, jedoch keiner freien Sicht. Dafür war der Balkon bis auf die wenig frequentierte Strandstichstraße quasi uneinsehbar und auch die Lage sehr ruhig. Ich hatte Zimmer 3233 im Block A2. Letztlich bin ich mit der Zimmerwahl sehr zufrieden. A2 ist näher am Strand als andere Blocks, die Wege sind aber insgesamt alle nicht zu lang. Der Hotelkomplex wirkt bei der Zufahrt gar nicht mal sehr spektakulär. Es ist architektonisch kein Thailandflair was aufkommt, da ist die Betonbauweise viel zuweit davon entfernt. Mir hat der Stil sehr gut gefallen. Die Größe ist in Ordnung, irgendwas zwischen nicht zu klein und nicht zu groß.

Das Frühstück: sehr sehr schön. Ich habe doch tatsächlich etwas gefunden was es nicht gab: Joghurt bzw. Quark. Ansonsten ist die Auswahl gigantisch. Das fängt beim Sushi an und endet bei jeder Menge Brotsorten für den europäischen Magen. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten habe ich dort auch öfters klassisch Wurst gegessen, nur der Käse ist irgendwie doch geschmacklich leicht seltsam. Mann kann sowohl drinnen mit AC sitzten als auch draussen (hier stören nur wenn wenige Gäste anwesend sind einige Vögel die frecherweise auf den Tischen rumhüpfen…Stichwort Hygiene…). Einmal hatte ich auch das berühmte Egg Benedict. Wird aber kein Muss für mich.

Liegen reservieren war überhaupt kein Thema. An allen Strandtagen bin ich um ca. 11 Uhr am Strand gewesen und habe eine freie Auswahl an Strandliegen in erster Wunschreihe bezogen. Es existiert eine Beschattung gemischt aus natürlichem Baumbestand und Sonnenschirm. Das Meer ist ca. 20 Meter entfernt und superwarm gewesen. Ich schätze 29 Grad. Kein Müll, kein Plastik. Ich bin den Strand links und rechts abgewandert und stelle fest, der Hotelstrand ist eigentlich der schönste Abschnitt. Weiter nördlich Richtung ChongFah ist kein wirklicher Sandstrand mehr auf dem Liegen stehen und in der umgekehrten Richtung ist bei Ebbe teilweise kein Schwimmen möglich, weil sich das Meer sehr weit zurückzieht (z.B. beim Green Beach Resort, wo ich 2007 abgestiegen bin). Am Pool des Kokulo Beach Clubs wird vergleichsweise laut Musik gespielt. Brauche ich nicht, aber da ich etwas davon entfernt lag störte es mich nicht.

Das Publikum ist schon mit Schwerpunkt Deutsch und älter, aber auch andere Nationalitäten sind vertreten. Eine Bemerkung noch zum Bad: die Dusche ist fantastisch. Grohe. Richtig tolle Funktionalität. Auf dem Balkon hatte es noch eine Badwanne. Der Balkon hatte auch ein Sofa, wobei ich mir da dachte, es müffelt etwas das Mobiliar. Dies könnte auch daher kommen, dass es schließlich bei Regen naß wird und immer wieder trocknet. Und Regen kommt dort zu bestimmten Zeiten gar nicht mal selten vor. Der Balkon ist auch sehr groß und gemütlich. Zum Beispiel im Vergleich zum Inaya Putri Bali letztes Jahr.

Abends war ich immer auswärts essen. Es sind je nach Örtlichkeit einige Minuten zu laufen, was aber eigentlich ganz nett ist. Bis zum Bang Niang Market schon ca. 20 Minuten. Ich habe jeden Abend woanders gegessen, die Qualität hat eigentlich immer gepasst. Es gibt auch gar nicht soviel Unterschiede, zumindest wenn mann nicht explizit Schweinsbraten braucht. Nach dem Essen bin ich meist noch etwas umherspaziert, an manchen Abenden habe ich im geöffneten Market noch einen Cocktail konsumiert und am Rückweg in der „Bame Corner Bar“ meist auch noch ein Schlückchen Weißwein oder einen Cocktail (100 bzw. 120 Baht). Nachtleben im klassischen Sinn gibt es dort nicht. Es ist schon eher ein beschauliches Fleckchen zum entspannen. Wer Nightlife will ist sicher in Phuket an diversen Orten besser aufgehoben.

Von meinem Hotel aus habe insgesamt zwei Tagesausflüge unternommen: Surin Islands und Similan Islands. Beide Destinationen habe ich bereits 2007 angesteuert. Die Ausflüge kosteten jeweils 2300 Baht, nach langer Internetrecherche herausgezippert. Ansonsten bis 3900 Baht regulär. Also kein Schnapper. Die Ausflüge insgesamt sind ganz nett, mit dem ganzen Drumherum. Allerdings ist das Programm doch für einen ganzen langen Tag etwas wenig. Bei den Surin Islands mit 3 mal geschnorchelt, was nett aber nicht spektakulär ist. Ansonsten gibt es nicht viel zu sehen auf der Insel wo Lunch gemacht wird. Die Anfahrt nach Surin ist länger als zu den Similan Islands. Die Similans sind landschaftlich spektakulärer, wenngleich auch entsprechend populärer und damit überlaufener. Der Strand bzw. das Wasser dort ist aber grandios. Der Fels oben beim Aussichtspunkt allerdings hoffnungslos mit Touris zugepflastert. Ich kann mich nicht mehr exakt an 2007 erinnern, aber ich meine ich sei dort oben damals allein gewesesen, weil damals auch alle zu faul waren hochzulaufen.

Die restlichen Tage waren einfach Strandtage. Ganz klassisch. Hinlegen, lesen, schwimmen, relaxen…Ein kleiner Kritikpunkt zum Hotel fällt mir doch noch ein. Die Liegen sind so ein Gewebe, also haben keine Auflagen. Dadurch bedingt sind sie nach einiger Zeit etwas hart und insbesondere am Fußende wo so lange Haxn wie meine über das Ende dann hinausragen.

Einen ökologischen Anstrich will sich das Hotel dadurch geben, indem an verschiedenen Orten Wasserspender aufgestellt sind. Allerdings sind die kostenlosen Flaschen im Zimmer nicht verschließbare Glasflaschen. Um sich somit Wasser irgendwo reinfüllen zu können, müsste mann sich erst eine Plastikflasche im Supermarkt kaufen. Ingesamt noch nicht wirklich durchdacht.

Sonstiges:
Auch nach 30 Jahren „Globetrottel“ gibt es immer noch Überraschungen. Am Tag nach der Ankunft wollte ich mit meiner Visa Karte am ATM Geld abheben. Da pro Transaktion 220 Baht fällig werden gilt es so wenig wie mögliche Abhebungen vorzunehmen um Gebühren zu sparen. Aber kein Automat rückte Geld raus, stets kam die Fehlermeldung „Abbruch der Transaktion – Karte irgendwie oder was defekt“. Letztlich probierte ich ca. 20 verschiedene ATMs von verschiedensten Banken durch. Alles ohne Erfolg. Was mir natürlich nicht klar war ist, ob es sich um einen technischen Fehler der Visa-Karte an sich oder ein anderes Problem handelte. Da es jedoch Sonntag war, konnte ich Comdirect nicht kontaktieren und schrieb eine Email. Die Antwort kam dann Montag, es seien „Sicherheitsfeatures“ dahingehend aktiviert, die weil die Karte jetzt ungewöhnlicherweise in Thailand eingesetzt wurde anstatt üblicherweise in Deutschland, die Transaktion generell unterbinden. Ich müsste das in meinem Kundenbereich freischalten lassen. Dann das nächste Problem: die 2-Faktor Authentifizierung mit Photo-Tan. Wie soll das gehen nur mit Smartphone? Digicam das Bild abfotographiert und wieder eingescannt. Hat nicht funktioniert. Ein Gefummel war das. Um zu überprüfen ob die Karte technisch einwandfrei funktioniert habe ich ein Abendessen im Sofitel mit Karte bezahlt. Hat funktioniert. Also wusste ich, die Karte an sich hat keinen technischen Defekt. Um es abzukürzen: das eigentliche Problem war, es existiert ein Transaktionslimit pro Vorgang von 600 Euro oder entsprechend umgerechnet Fremdwährung. Da sich der Baht Kurs verschlechtert hat sind die 20000 Baht die sonst immer funktioniert haben über dem Limit. Ich habe dann 18000 Baht gezogen und es hat funktioniert.

2. Überraschung:
Am Vorabend meines Fluges nach Phuket habe ich die Abflugszeit nochmal checken wollen. Aber den Flug gab es gar nicht. Nicht aufzufinden. Nada. Keine Info von niemandem dazu. Weder der Organisation wo ich in D gebucht hatte noch von der Fluggesellschaft Nok Air. Alle Daten sind heute zigfach ausgetauscht, aber wenn dann was davon genutzt werden soll passiert nix. Da es schon abends war hatte ich wenig Hoffnung noch etwas zu erreichen. Ich habe dann recherchiert wann ein weiterer Flug von Nok Air geht. 9:55 h Abflug. Meine Taktik war dann, möglichst zeitig am Flughafen zu sein und solange Rabbatz zu machen dass ich auf den früheren Flug umgebucht werde. Letztlich bedurfte es nicht viel Nachdruck sondern die höfliche Bitte es so zu handhaben hat anstandslos funktioniert. Wäre ich jedoch ohne weitere Recherche zur regulären Zeit am Flughafen eingetroffen hätte ich keine Chance mehr gehabt den Flieger zu erreichen und hätte ggf. bis abends am Flughafen warten müssen. So war ich letztlich sogar zeitiger in Phuket und musste parallel noch das Taxi wieder umbestellen, natürlich erst nachdem ich sicher eingecheckt war.

Wetter:
Anfangs in Bangkok die üblichen 30+ Grad und nachts ca. minimal 25 Grad. Heiter und trocken. In Khao Lak auch angenehme Temperaturen, geschätzt auch 30 Grad und das Wasser nicht viel kälter. Ein ganz kurzer Regenschauer am zweiten Tag und am letzten Tag ein nachmittägliches heftiges Gewitter mit entsprechendem Niederschlag.

Zum Schluss in Bangkok Wollsockenwetter: unter 30 Grad, teilw. nur 26 Grad und Nachts sogar knapp unter 20 Grad. Brrrrr….als ich am letzten Abend in der Cielo Skybar war ist meine Wohlfühltemperatur auch mit dem Wind dort oben schon unterschritten gewesen. Klimaerwärmung wo bist Du wenn mann dich braucht??

Fazit:
Es wird immer schwieriger den absoluten Kick zu finden. Was 2018 der Kelingking Beach war, das ergab sich bei diesem Urlaub nicht so. Bis auch die zwei kleinen Aufreger ein geruhsamer Urlaub. Meer und Strand ist immer toll. Aber nach einigen Tagen ist das auch Routine und 3 Wochen dort rumhängen wollte ich auch nicht. Dieses Mal waren alle Hotels Top Qualität, anfangs das Arte in Bkk und zum Schluß das Dream. Die Frühstücksbuffets waren überall umfangreich. Hier merke ich jedoch, nach einigen Tagen stellt sich auch hier ein Sättigungsgefühl ein und egal was auch immer noch angeboten würde, ich kann es dann auch nicht mehr aufnehmen. Die Dinner Buffets in Bkk habe ich zweimal aufgesucht, letztlich habe ich jedoch dafür einfach nicht genug Appetit um das PL-Verhältnis zu rechtfertigen. Das Buffet im Sofitel hat z.B. umgerechnet 36 Euro gekostet. Was ich in Bkk dieses Jahr ausgiebig gemacht habe ist der Besuch von diversen Rooftop Bars. Ich war im Belga (Sofitel), in der Spectrum Lounge im Hyatt Regency, im 1826 Mixology im Rembrandt, in der Cielo Sky Bar und im Above Eleven. Billig ist es dort nirgends. Ein Cocktail kostet dort locker mal 10 bis 15 Euro. Eigentlich wollte ich noch in die Moonbar im Banyan Tree. Das habe ich aber nur zu Nichtöffnungszeiten nachmittags geschafft. Soll spektakulär aber auch wirklich teuer sein. Lebua ist mir zu touristisch und zu teuer.
Wo es sich gut und günstig essen lässt ist im Pier 21 im Terminal 21. Dort war ich ein paar Mal. Es gibt dort gute Gerichte für 1-3 Euro. Klar, es ist Kantinenflair, aber nur für das Essen ist es ok, die Qualität stimmt dort.