Einige stichpunktartige Gedanken zum Urlaub, kein Tagebuch an Erlebnissen, sondern nur summarisches.
Es war nach 2019 und drei Jahren Corona Pause der erste Urlaub wieder in Thailand bzw. die erste Fernreise überhaupt wieder.
Mit 21 Übernachtungen, Abflug Freitag und Rückkehr Sonntag waren die 3 Wochen optimal ausgenutzt.
Flug:
Zum ersten Mal seit den Zeiten als ich noch nach Nepal über Bkk geflogen bin war es wieder Thai Airways die mich transportierte. Zweimal der A350-900, also ein vergleichsweise moderners Fluggerät. Allerdings war der Flug zweimal knallvoll, also ungünstig an gute Schlummerbedingungen zu gelangen. Zumal beim Hinflug ein unendlich nerviges Kleinkind in der Reihe davor den Schlaf völlig unmöglich machte. Ich wiederholte mich da gerne, nicht das Kind und sein Verhalten ist an sich das Problem, der Egoismus der Eltern ist es der das Problem darstellt. Das Kind schreit doch nicht weil es sich permanent pudelwohl fühlt und dem Kind ist es in dem Alter auch völlig egal wo es spielt. Dazu braucht es keine 8000 Reisekilometer. Es ist eine Tortur für das Kind und eine Zumutung für andere Reisenden die davon betroffen sind.
Service hat im Vergleich zu früher stark nachgelassen. Es gibt was zu Essen und zu Trinken, aber das war es auch schon. Während der Hinflug mit dem Ziel des Urlaubs das ganze erträglich macht, war es heimwärts strapaziös und ich fing mir noch ein Erkältung ein.
Ich denke beim nächsten Mal würde ich bei identischem Preis wohl wieder über Arabien fliegen. Der einzige Vorteil ist der Nonstop Flug, der zeitlich unschlagbar ist.
Der reine Flugpreis betrug 810 Euro und liegt damit mindestens 50 Prozent höher als in den Vor-Corona Jahren.
Was die Flugzeiten betrifft, die Ankunftszeit um 6 h morgens führt dazu dass ggf. das Zimmer noch nicht bezogen werden kann und mann warten muss. Ich hatte das Glück, dass ich bereits um 9 h im Hotel mein Zimmer beziehen konnte, wenn aber nicht verfügbar heisst es übermüdet stundenlang rumlungern. Es bringt also nicht viel die frühe Ankuftszeit.
Beim Abflug um 0:50 h ist es so, dass mit auschecken um 12 h mann die Zeit bis Abends eigentlich nur vertrödelt. So richtig unternehmungslustig bin ich da nicht mehr und daher ist es auch nicht so wirklich günstig. Daher waren mir irgendwann die Abflüge am Vormittag lieber, da hiess es dann zwar nach einer wie langen Nacht auch immer früh raus, aber da kam ich dann ggf. spät Abends an und konnte mich zu Hause ausschlafen.
Hotel Khao Lak: La Flora
Es waren dort insgesamt 7 Übernachtungen. Khao Lak, bzw. Bang Niang ist sehr ruhig, insbesondere abends. So kam es auch, dass ich immer schon nach 22 h schlafen ging und mich sehr lange im Schlummermodus befand.
Mit 125 Euro ÜF ist das La Flora für den Deluxe Seaside Room kein Schnapper, aber dennoch sein Geld wert. Mit 42 qm auch für mich mit ausreichend Platz ausgestattet, bekam ich wie gewünscht im obersten Stockwerk im mittleren Gebäudetrakt ein Zimmer. Der Meerblick ist durch allerlei Grünzeugs stark eingeschränkt. Den ebensolchen gibt es aber dort faktisch nirgends. Der Unterschied zu den Pool-Access Zimmern ist neben dem Poolzugang von der Terrasse, dass dort Liegen auf der Terrasse stehen, während es bei mir zwei Stühle waren.
Das Design ist frisch, aber nicht ganz so ausgefallen wie im LaVela. Das Frühstücksbuffet ist umfangreich, aber nicht richtig außergewöhnlich. Platz bekam ich eigentlich immer problemlos draußen auf der Terrasse. Anfang versuchten sie mit einem Kaffeevollautomaten die Kundschaft glücklich zu machen, aber dieser frustrierte eher. Später gab es dann deren zwei, die aber wohl schweizer Bauart sein mussten, denn die Zubereitung eines Heißgetränks nach Wahl nahm ungefähr die Zeitspanne der Zubereitung eines hartgekochten Eies ein. Und dann versage bei mir eines Morgens nach unendlich langer Wartezeit mit viel pfiff und paff auch noch das Maschinchen völlig.
Zum Glück gab es dann vom Personal handgeschöpfte Kaffeekreationen als Alternative.
Der Strand nebest Strandliegen ist sehr schön, auch hier gab es keine Probleme an eine freie Liege zu gelangen. Es gab zwei Liegentypen, wobei die eine mit der harten Bespannung und dem Metallrahmen eher unbequemer ist als die Liegen am nördlichen Bereich mit Bastbespannung.
Das Meer war super warm, also mindestens 28 Grad Celsius, nur nach dem einen kompletten Regentag merkte mann eine Abkühlung um 1-2 Grad spürbar.
Vieles zum Flair oder auch dem Abendprogramm habe ich bereits im 2019er Bericht beschrieben.
Den Abend habe ich meist in der Bame Corner Bar bei einem Cocktail oder Weißwein ausklingen lassen. Interessanterweise sind z.B. dort die Getränkepreise identisch zu 2019. Nachleben in dem eigentlichen Sinn gibt es dort nicht, aus keine Exzesse im Hotel. Khao Lak ist deutschlastig, sodass ich mir zum Abendessen die Krampfaderngeschichten von Ilse und ihrem Heinz anhören durfte.
Bei einem Ausflug musste ich mir auf Deutsch auch anhören, wie sich ein ganz ganz Schlauer darüber mokierte, dass dort alle Hütten mit Tropenholz gebaut würden. Wäre ich nicht im Urlaub im Chillmodus gewesen, den Vollhonk hätte ich mir gegriffen und gefragt ob es wohl besser sei, deutsche Eiche nach Thailand zu importieren!
Zwei Ausflüge sind sich ausgegangen, der erste führte direkt ab Hotel mit dem Boot zur Insel Khao Na Yak.
Die beiden Schnorchelstops waren eher enttäuschend. Jedes Hausriff in Ägypten hat definitiv mehr an Unterwasserwelt zu bieten, wenn ich mich da an das Tropiteel letztes Jahr erinnere gar kein Vergleich. Der Strand von Khao Na Yak hingegen ist menschenleer, wunderschön und faszinierend.
Der zweite Tagesausflug führte in den Khao Sok Nationalpark zum Cheow Lan Lake, einem künstlich angelegten Stausee, ca. 2 Fahrstunden mit dem Minibus entfernt.
Das war sehr nett und entspannend, zumal wir nur zu viert im Minibus waren, also es fast schon eine Privattour war. Die Tropfsteinhöhle gibt es natürlich auch in Pottenstein, war aber trotzdem interessant. Ein Lunch auf einer Resortinsel mit Kajak- und Schwimmöglichkeit rundeten den Tag ab.
Klima/Wetter:
Insgesamt durchwachsen. Eigentlich hat es jeden Tag irgendwann geregnet. Ich glaube nur einen Tag blieb es komplett trocken. So richtige durchgängig sonnige Tage gab es überhaupt nicht. Noch vor 20 Jahren war Ende Oktober/Anfang November die Regenzeit definitiv vorbei und es blieb zumindest in Bangkok und im Norden trocken. Jetzt regnet es auch dort noch Anfang Dezember. In Khao Lak war es durchwachsen, es gab auch einen komplett verregneten Tag, wobei ich mit den Ausflugstagen Glück hatte das diese wettertechnisch die besseren Tage waren. Mein These ist, dass sich auch hier der Klimawandel zeigt und die Berechenbarkeit früherer Jahre einfach nicht mehr gegeben ist. Unter 25 Grad habe ich nicht erlebt und auch nicht mehr als 33 Grad, also stets orthopädiefreundliche Temperaturen.
Wie immer habe ich einziges Mal nachts irgendwo mit Aircon geschlafen. Allesfalls mal ganz kurz tagsüber eingeschaltet, aber eigentlich brauch ich keine AC.
Transfers:
Alle Transfers habe ich selbst organisiert. War ich im Bkk vom Flughafen zum Hotel noch das Sparbrötchen, mit Airport Rail Link nach Makkassan, dann MRT Sukhumvit and dann zu Fuß zum Hotel Arte in die Soi 19, gönnte ich mir andernorts mehr Luxus.
Wie schon 2019 fuhr ich vom Airport Phuket nach Khao Lak mit „Cheaper than Hotel Taxis“ für 1000 Baht und von dort auch wieder für 1800 Baht nach Patong. Mit dem Minibus für 250 B von dort wieder zum Airport Phuket.
Maske & Co.:
Am Hin- und Rückflug trug ich FFP2 Maske.
In Thailand selbst fühlte ich mich stets sicher und nicht gefährdet. In der U-Bahn bzw. Skytrain tragen eigentlich alle bis auch ein paar Touris Maske. Ebenso in den Einkaufszentren. Im Nachtleben ist das Ding aber kein Thema. Ebenso im Hotel am Strand in Khao Lak. Angestellte tragen überwiegend Maske, wobei ich mich stets wundere, wieso im Freien Menschen Maske tragen und wo da der Sinn sein soll. Viele in Thailand sind auch bereits mehrfach geimpft, Zahlen kann ich aber keine nennen.
Insgesamt hat mich allerdings die Corona-Geschichte in Thailand nicht eingeschränkt und stellte für mich auch keine gedankliche Hürde bei Aktivitäten dar. Ich habe alles gemacht was ich machen wollte und war vom Kopf her auch frei und nicht ängstlich.
Fazit:
Der Urlaub 2022 wird nicht in die Geschichte eingehen. Dazu war weder in positiver noch negativer Hinsicht etwas, was lange im Gedächtnis bleiben wird.
Es ist dennoch immer wieder erstaunlich, wie schnell 3 Wochen mit so wenig Programm vergehen können. Prinzipiell steht stets ein ganzer Tag ohne Arbeit zur Verfügung, aber der Tag ist schon mal stundenmäßig durch späteres Aufstehen eingedampft, dazu kommt viel rumgedaddel und so vergeht der Tag auch.
Zu richtigem Sport hat es nicht gereicht, nur die teilw. ausgedehnten Spaziergänge waren eine Art Bewegungsprogramm. Etwas ärgerlich war auch, dass ich mit den noch nicht eingetragenen Under Armour Laufschuhen unterwegs war und die dann an der Ferse/Übergang Achillessehne eine kleine Schürfstelle ausbildeten, die ich nicht noch weiter aufweiteten lassen wollte, sodass ich dann nicht mehr so viel wanderte wie vielleicht möglich und gewünscht. Manchmal klappt es eben mit neuen Schuhen und manchmal nicht.
Der Rücken hat überhaupt nicht gezwickt, was allerdings ohne Handlungsdruck aufgrund meiner Faulheit wieder dazu geführt hat, dass ich nur sporadisch ein wenig Übungen gemacht habe, obwohl die Zeit eigentlich locker für mehr gereicht hätte.
Intellektuell war wenig zu holen, theoretisch hätte mich bezüglich der Corona Jahre in Thailand und z.B. Thema Elektromobilität und Klimawandel einiges interessiert, aber dazu fand sich kein adäquater Gesprächspartner.