Hier nun einiges systematische und ausführlichere aber auch kurz und knackiges zum gestern zu Ende gegangenen Urlaub.
Letztlich bin ich mit einer leichten Erkältung retourniert. Hätte hätte Fahrradkette. Eigentlich schlafe ich immer ohne Aircon. Dummerweise aber neben letztem Donnerstag Nacht nur eine weitere. Und diese vorletzte Nacht war die Ursache.
Ja ich weiss, dumm von mir. Am Tag des Rückflugs als ich um 4.30 h aufstehen musste versagte mir meine Stimme den Dienst und ich hatte einen „dicken Hals“. Eine Stimme so in etwa wie die Staatsanwältin im Münster Tatort.
Es war auch so, dass mir der zweite Flug von Muscat nach Muc Probleme bereitete. Interessanterweise richtig Schmerzen, Verspanntheit im gesamten Muskelbeinapparat. So fühle ich mich nicht einmal nach dem Arber Radmarathon.
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass ich Tage vorher ein Interview mit Jan Frodeno gelesen habe, in dem er sich dazu äussert wie er längere Flüge gut übersteht. Jede Stunde aufstehen, dehnen und nach der Ankuft gleich im Hotel in das Fitnesscenter.
So kurz nach den Flügen überwiegt das Gefühl, dass will ich mir so schnell nicht noch einmal antun. Einige Zeit später kommt dann dieses, ach komm…die 12 Stunden gehen auch rum…
Oman Air:
Für 373 Euro bin ich noch nie nach Bkk geflogen. Absoluter Schnapper.
Muc Muscat den A330. Nach und von Bkk den Dreamliner.
Vom Sitzkomfort geht nix über den A330. Die 34 Zoll Sitzabstand sind sehr gut. Man merkt jedoch das Alter der Maschine daran, dass die Technik teilw. nicht richtig überall funktioniert. Am Hinflug war der Kopfhöreranschluss ohne Funktion, am Rückflug musste das gesamte Infotainmentsystem nach Ansage diverse Male neu gestartet werden und damit einhergehend musste jedes Mal der Film wieder von vorne gestartet werden und an die letzte Stelle gespult werden. Etwas nervig.
Der Dreamliner ist mit der 333 Bestuhlung einfach viel zu eng. Das ist z.B. bei Qatar auch nicht anders, macht die Sache aber nicht besser. Das Ding erinnert beim Sitzkomfort eher an einen billigen Ferienflieger und man quält sich die 6 Stunden doch arg rum. Also kein Vergnügen.
Pünktlichkeit war auf allen Strecken gut. Auch die Umsteigezeiten in Muscat mit unter 2 h super.
Nur warum teilw. die Kisten immer wie fliegende Kühlschränke umherjetten hat sich mir noch nie erschlossen? Kalt ist es hierzulande schon genug.
Nur auf der Teilstrecke Muscat Muc hatte ich 2 Plätze für mich. Ansonsten waren die Flieger immer voll. Trotzdem muss ich sagen, der Aufpreis für Busi von 1000 Euro lohnt sich einfach nicht finanziell. Für das Geld kann ich eine Woche im besten 5***** Hotel absteigen.
Bevor ich noch detaillierte Beschreibungen abgebe, vom Fazit her muss ich sagen, ich hatte schon schönere erlebnissreichere und aufregendere Urlaube hinter mir. Es hat eben eine gewisse Routiniertheit im Abwickeln solcher Urlaube zu identischen Zielen. Manche fahren eben 20 Mal nach Bad Münstereifel…
Und erstaunlicherweise vermisse ich auch nicht in dieser Phase den Sport. Es stellt sich auf strategisch kaum die Frage. Radfahren wäre mir viel zu gefährlich, Laufen zu umständlich und schwimmen…ach geh…
Ich habe wirklich nicht einen einzigen Liegestütz oder Sit-Up gemacht. So etwas diszipliniert auszuführen fällt mir zu Hause wesentlich leichter. Obwohl man meinen müsste, ein ganzer langer freier Tag sollte doch genug Zeitressourcen bereithalten. Es ist aber wirklich so, die Strukturiertheit eines geregelten Tagesabaufs hilft hier mehr so etwas einzuplanen. Ungeplant in den Tag hineinzuschlurfen führt eher zu „dann eben später“… und letztlich zum „nie“. Nicht dass es nicht möglich wäre, aber es setzt eben eine bestimmte Zielstrebigkeit voraus.