In diesem Beitrag möchte ich einige Dinge rund um meinen vergangenen 3 wöchigen Urlaub revue passieren lassen.
Es waren insgesamt 22 Urlaubstage (je nach Rechenart, Abflug Freitag Nacht und Rückkehr Samstag Nacht) und 21 Übernachtungen vor Ort.
Flug:
Emirates, Kosten 839 Euro
Alle 4 Teilstrecken wurden mit dem A380 geflogen.
Die Teilstrecken MUC-DXB und BKK-DXB waren jeweils komplett ausgebucht. Für die Strecke DXB-BKK gab es einen Sitzplatz in der Mittelreihe neben mir der frei war und am Rückflug war der Flug DXB-MUC nur ca. halbvoll, ich hatte erst sogar eine 4-er Mittelreihe für mich alleine, bis noch jemand sich umsetzte und auch einen Platz beanspruchte. Dennoch hatte ich somit 2 Plätze für mich, was so einen Flug natürlich deutlich komfortabler macht.
Es gab große Unterschiede bei den Teilstrecken. Hinwärts war es auch beiden Flügen viel zu kalt, selbst mit Decke war es unangenehm. Am Rückflug waren beide Teilstrecken angenehm temperiert, es scheint also zu gehen. Auch die Servicebereitschaft war am Hinflug so durchschnitt, am Rückflug war das Engagement der Crew sehr viel höher, es wurde viel öfter nachgefragt und Getränke wurden öfter angeboten. Das Essen war gut, Auswahl aus 2 Gerichten. Entertainment war auch gut, eine sehr große Filmauswahl. Insgesamt empfand ich den Hinflug strapaziöser, ich war da nach Ankunft auch deutlich verspannter, vielleicht lag es aber auch insgesamt an den Flugzeiten, hinwärts mit Abflug um 21.30 h war eben ein klassischer Nachtflug, auf dem ich nicht schlafen konnte und dementsprechend war das Schlafdefizit.
Die Umstiegszeiten waren jeweils ca. 2 Stunden, was eigentlich optimal ist. Das lässt kleinere Verspätungen ohne Bedenken zu und auch die Tatsache, dass die Ausstiegszeiten bei Sitzplätzen hinten im A380 oft etwas länger dauern.
Meine Sitzplätze reservierte ich mittels online Check-Inn der 48 Stunden vor Ablug öffnet. Ansonsten kosten die Reservierungen extra, was eigentlich unnötig ist. Ich hatte jeweils Plätze am Gang, was ich gerne so halte weil ich so etwas mehr Platz habe als irgendwo eingequetscht zu sein bzw. so habe ich eben maximal einen Nachbarn.
Was ich noch nie verstanden habe ist die Notwendigkeit nochmal durch eine Sicherheitskontrolle gehen zu müssen wenn man nur einen Transfer macht. Wo soll das Sicherheitsrisiko denn herkommen, wenn mann aus einem Flugzeug kommt und nur in ein weiteres steigen muss? Konnte mir noch nie jemand schlüssig erklären.
Insgesamt kann ich Emirates empfehlen, insbesondere auch wenn ich den Vergleich mit Finnair und Thai aus den beiden vergangenen Jahren anstelle.
Singapur:
Gewohnt habe ich im Hotel Dickson 81. Ich hatte ein Standard Twin Zimmer, also zwei Einzelbetten. Das Zimmer hatte kein Fenster. Die Zimmergröße betrug 14 qm, was für Singapur Verhältnisse schon mittelprächtig ist. Die Temperatur im Zimmer war kühl, was mir nicht so gut gefiel, das war auch dadurch bedingt, dass sich Zimmer nebenan sicher alle runtergekühlt wurden und da kein Fenster vorhanden war, konnte sich von außen auch nichts aufheizen. Ein Frühstück gab es nicht. 70 Euro wurden pro Nacht aufgerufen. Das ist für Singapur am unteren Limit, es sei denn mann quetscht sich in ein Schlafkapsel, aber ein Schnapper ist auch das nicht.
Gefrühstückt habe ich unterschiedlich. Mehrfach war ich in der Barcook Bakery bzw. einmal nebenan im Coffee Hive, beide Plätze befinden sich im OG Albert, gute 5 Minuten Fußmarsch von der Dickson Street. Einmal habe ich mir auch ein Frühstücksbuffet gegönnt, für 36 Dollar (ca. 25 Euro) im 5 Sterne Hotel One Farrer. Es war gut, aber etwas mehr hatte ich mir schon erwartet. Es war so umfangreich wie auch die Buffets im Shamala und im Idyllic, aber eben auch nicht wirklich besser.
Die Hauptmahlzeiten, wie auch immer mann das betiteln will, zeitlich war es auch teilw. späterer Nachmittag, daher Abendessen als Begrifflichkeit nicht ganz passend, habe ich immer in Hawker Centern eingenommen. Einer, der Tekka Centre Hawker lag bei mir in Little India, dort war ich zweimal essen. Kostenpunkt dort sind grob 5-8 Dollar, also 4-7 Euro. Dafür gibt es eine gute Portion zum sattmachen und qualitativ auch echt lecker. Je nach Hawker Centre ist die Auswahl riesig, also von Indisch über Thai und Chinesisch bis Vietnamesisch. Nur einen Sauerbratenstand fand ich nirgends. In „normalen“ Restaurants beginnen die Preise so ab 20 Dollar und nach oben sind dann kaum Grenzen gesetzt, denn es gibt jede Menge Sterneküchen dort.
Klimatisch ist Singapur eine Herausforderung, zumindest zur Jahreszeit als ich dort war. Normalerweise bin ich nicht so leicht ins schwitzen zu bringen, aber dort ist es leicht. Die Luftfeuchtigkeit beträgt wohl immer zwischen 80 und 100 Prozent, dazu kommen ca. 26 bis 29 Grad. Das macht das ganze wirklich schweißtreibend.
Jeder Tag war vollgepackt mit Unternehmungen. Viel von der Stadt gesehen habe ich auf langen Fußmärschen. Am ersten Tag bin ich über den Ford Canning Park zum Merlion marschiert. Von dort ging es über die Helix Brücke zum Areal Gardens by the Bay.
Eine andere Tour führte mich entlang der Southern Ridges.
Natürlich habe ich mir auch die beiden Lichtershows Spectra und Gardens Rhapsody angesehen. Der Eindruck mag sicherlich auch vom Platz bzw. Blickwinkel des Betrachters abhängen. Mich haben beide Lichtershows nicht so begeistert wie vielleicht möglich gewesen wäre wenn mein Platz optimal gewesen wäre. Dafür dass es jedoch kostenlos war ist es ganz nett.
Was wirklich teuer in Singapur ist ist der Alkohol. Mein Bierchen 0,33 l im Level 33 kostete umgerechnet 14 Euro. Da wird der Preis einer Maß auf der Wiesn zum Schnapper. Im Supermarkt in Little India kostete eine Dose 0,5 L Bier 4,50 Dollar, also 3,20 Euro.
Ein Ausflugstag führte mich auch nach Sentosa. Ein sehr touristischer Ort, sehr künstlich. Für einen kurzen Plantscher im Wasser am dortigen Strand hat es gereicht.
Mein letzter Ausflugstag führte mich auf einer Bootsfahrt zu den südlichen Inseln, St. Johns Island, Lazarus Island und Kusu Island. Auch dort ging es ins Wasser.
Wettertechnisch waren die Tage mehr bewölkt als durchgängig sonnig. Regen gab es ebenfalls und zwar öfters. Heftig war das Gewitter als ich oben im Sky Garden im Capita Spring Tower war. Dort wurde dann der Bereich geschlossen und mann musste hinunter zur Green Oasis auf dem 17. bis 20. Stock. Der Sky Garden selbst liegt auf dem 51. Stock und macht selbst das Marina Bay Sands klein. Die Aussicht war fantastisch und im Vergleich zu den teuren Möglichkeiten im Marina Bay Sands sind die 10 Dollar hier gut angelegt. Theoretisch geht es bei Vorreservierung wohl auch kostenlos, nur sind die Slots auf Wochen hinaus merkwürdigerweise immer ausgebucht. Und vor Ort stellt sich dann raus, dass kaum Leutchen oben sind.
Singapur ist teuer, aber nicht zwangsläufig muss mann um Dinge zu erleben wirklich viel Geld ausgeben. Umgekehrt lassen sich auch, wenn mann alle kommerziellen Attraktionen mitnimmt, pro Tag locker 100 bis 200 Euro (ohne Unterkunft) ausgeben.
Was die Sichtweise anbelangt, es ginge extrem streng in Singapur zu und bereits kleinste Vergehen werden hart bestraft, so kann ich es nicht bestätigen. Es ist jedenfalls so, dass es möglich ist sich ein Gebäcksstück zu kaufen, irgendwo hinzusetzen und zu essen und wenn ein Brösel runterfält kommt niemand um die Ecke und mann wird verhaftet. Sauber ist es schon insgesamt, aber mein Eindruck war jetzt nicht, dass alles wie geschleckt ist. Die Hawker Center sind in den Küchenbereichen auch nichts anderes als Garküchen in Bangkok.
Ich würde dennoch als Fazit zu Singapur aussagen, kann mann machen, die Vielfalt lässt sicher für jeden etwas zu was Freude bereitet, aber nochmal würde ich jetzt auch nicht hinfahren. Mir hat z.B. das lässige gefehlt ein Areal zu haben, wo ich Abends an einer Straße sitze, Leutchen beim flanieren zusehe und dabei ein Schlubberchen genieße. In Litte India gibt es so etwas nicht, in Chinatown gibt es Straßenzüge mit Restaurants und Bars, aber das ist dann mehr innenorientiert. In Kampong Klang, nähe Arab Street habe ich so etwas gesehen, bin aber dann Abends nicht mehr dort gewesen.
Ko Lipe:
Erstmal ein paar Gedanken zu meiner Unterkunft.
Gewohnt habe ich im Idyllic Concept Resort. Mein Zimmer war ein Grand Deluxe Pool View im ersten Stock. Die Lage war gut, die Blickrichtung war hinunter Richtung Strand und Meer, gleichzeitig allerdings führte der einzige Weg durch die Anlage auch dort entlang, was prinzipiell bedeutete, dass andere Bewohner und auch Angestellte die den Weg hinauf oder hinab gingen zumindest Teileinblicke auf den Balkon hatten. Das hat mich selbst nicht gestört, jedoch ist es falls mann ganz diskret sein möchte eben so nicht möglich. Andererseits habe andere Zimmmer diesbezüglich deutlich mehr Nachteile, denn entweder ist die Terrasse bzw. der Balkon sehr klein und hat keine schönen Sitzmöglichkeiten, oder der Blick z.B. bei den Zimmern rund um den Block mit der Rezeption ist doch bescheiden und noch mehr einsehbar.
Die Lage des Hotels ist insgesamt so, dass sie sich einen Hang entlang nach oben zieht. Die Rezeption ist oben am Berg und das Restaurant unten am Strand. Barrierefrei ist die Anlage insgesamt nicht. Das solllte allerdings kein Kriterium sein, denn schon die Anreise auf die Insel über den schwimmenden Steg wo die Speedboote anlegen ist nichts für solche Personengruppen. Das Hotel hat insgesamt 82 Zimmer.
Mit 158 Euro für Ü/F zahlt mann schon einen vergleichsweisen hohen Preis. Dazu gilt es anzumerken, dass Ko Lipe an sich ein hochpreisiger Urlaubsort ist, also alles etwas teurer ist als am Festland.
Die Anlage ist relativ neu, die Zimmer modern und geschmackvoll eingerichtet, wenngleich auch nicht perfekt. Mehrere Mängel konnte ich im Badbereich feststellen. Die Duscharmatur ist rostig und abgenutzt, ebenso die Stange oberhalb der Dusche. Dazu kommen Abplatzer an Fließen. Was auch so ein Architektenstreich ist, stellt die Badbeleuchtung bzw. dessen Steuerung dar. Üblicherweise ist der Schalter dafür entweder am Eingang draußen oder drinnen gleich neben der Tür. Hier fand ich auch nach 5 Minuten keine Schalter. Erst durch Detektivarbeit konnte ich die beiden Schalter finden, denn sie verstecken sich komplett hinter der Spiegelabeeckung beim Waschbecken. Und zwar so, dass die Gegenstände die üblicherweise an der Stelle dort stehen, also Waschutensilien die Nutzen der Schalter sinnvoll verhindern. Das ganze mag architektonisch im Prospekt glänzen, weil so eine Wand sauber und unverbaut optisch schön ist, praktisch ist es das aber überhaupt nicht.


Das Frühstück ist umfangreich und lecker. Eingenommen wird es direkt am Strand und wenn nicht gerade schlechtes Wetter und viel Wind ist, lässt es sich dort schön sitzen. Es gibt eigentlich alles was das Herz begehrt. Einen bzw. zwei Kaffeevollautomaten, eine Eierbratstation (mit Egg Bendict als Option), eine Roti Backstation und sonst alles was es eben so überlicherweise gibt. Es fehlt eigentlich nur die Auswahl an größeren Gebäckstücken, die gibt es dort auf der Insel wohl nicht zu erwerben. Ansonsten wechseln auch die warmen Speisen täglich, sodass doch eine reichliche Auswahl vorhanden ist. Auch geht es insgesamt nicht hektisch zu (im Gegensatz zum Shamala Bkk) und Platz habe ich immer gut gefunden. Säfte gibt es in kleinen Flaschen abgefüllt in einem transparenten Kühlschrank. So im direkten Vergleich fällt mir von der Auswahl nur das Novotel Phu Quoc ein, welches noch etwas mehr bot.
Einschub: neben mir saß eines morgens eine Holländerin (also am Nebentisch). Es gibt 3 Behälter mit Wasser, einen mit Eis, einen ohne und einen der sich neudeutsch infused nennt. Aber Madam benötigt unbedingt eine Plastikflasche Wasser. Die Generation Z besteht eben nicht nur als Luisa N. und Carla R.. Selbsterkenntnis ohne Verzicht ist hier exemplarisch ein Vakuum. Dazu noch angemerkt, es braucht auf der Insel außer dem Transfer vom Speedboot zum Hotel wegen des Gepäcks kein Motorradtaxi zum Transport. Dennoch sah ich zahlreiche fussfaule junge Menschen, die nicht willens waren 5 oder 10 Minuten ohne CO2 Schleuder bewerkstelligen zu wollen. Das schadet nicht nur dem Klima sondern auch der Insel und der Gemütlichkeit auf den engen Straßen als Fußgänger unterwegs sein zu wollen.
Der Strand ist feinsandig und gepflegt. Es gibt Ebbe und Flut, auch hier das ganze 2 x pro Tag abwechselnd. Die Wasserhöhe unterscheidet sich um ca. 1 Meter. Das erscheint nicht sehr viel, bedeutet aber, bei Ebbe lässt sich eingeschränkt schwimmen, denn die Korallen beginnen gleich im flachen Gewässer. Baden lässt es sich trotzdem jederzeit, weil der sandige Uferbereich sogar noch tiefer ist als dann der Bereich wo die Korallen beginnen. Die Korallen direkt vor der „Haustür“ sind überwiegend tot, es tummeln sich ein paar Fische, das ist ganz nett, aber das große Schorchelerlebnis ist es nicht. Bei Flut geht das Wasser bis an die Kante des Strandes, sodass die Liegen dann nicht mehr am Strand stehen können. Die Liegen insgesamt stehen etwas eng beieinander, mir wäre etwas mehr Abstand lieber gewesen. Kajakfahren ist möglich und auch eine Stunde pro Tag inkl., habe ich jedoch nicht genutzt. Entweder war der Wind zu stark oder ich war auf Tagesausflug. Vor dem Strand lagern auch Longtail Boote, die knattern allerdings nicht allzuoft, sodass dies nur den optischen Eindruck etwas stört.
Bis zur Walking Street sind es ca. 10 Minuten gemütlicher Fußmarsch.
Ich würde das Resort dennoch nochmals wählen, weil ich wenn schon Insel dann eine Unterkunft direkt am Strand bevorzuge. Auch weil die Alternative mit Unterkuft in der Inselmitte sich dann nur mit Handtuch am Strand in den Sand zu setzten für mich keine Option der Gemütlichkeit mehr ist.
Was den Gesamteindruck des Aufenthaltes auf Ko Lipe wesentlich beeinflusst hat war das Wetter. Als ich von Singapur nach Hat Yai flog kam ich dort im Dauerregen an. Das änderte sich auf den ganzen Tag nicht bis ich in Ko Lipe ankam, wo es dann trocken war aber eben stark bewölkt. Die Wettervorhersage die ich mir angeschaut habe sagte für jeden Tag meines Aufenthalts Niederschlag vorher. 10 bis 30 mm jeden Tag, also nicht ganz wenig. Letztlich stimmte die Vorhersage nicht, denn es regnete dann doch nicht außer am ersten Tag. Es blieb aber erst stark bewölkt und das ist einfach nicht das sonnige Urlaubswetter was ich mir erwünsche. Ich habe kein Problem mit einem Schauer, mag er auch heftig ausfallen, aber diese trübe Wetterstimmung ist nicht mein Ding. Letztlich waren die letzten 4 Tage vom Wetter her okay, aber einen sonnigen Morgen erlebte ich erst am Abreisetag. Wegen des Wetters habe ich auch zunächst auf Ausflüge verzichtet, denn in einem Longtailboot zu sitzten und es regnet und mann ist den ganzen Tag patschnass wollte ich mir auch nicht zumuten.
Letztlich habe ich drei Ausflüge gemacht. Den ersten hinüber nach Ko Adang und dort hoch auf die Viewpoints. Der Weg ist kein Badelatschenweg aber auch kein technisch schwieriger Weg, gutes Schuhwerk und es ist gut machbar. Insgesamt dauerte es bis zum Viewpoint 3 (dem höchsten) ca. 30 Minuten, also überschaubar. Es war nicht viel los am Weg und oben auch nicht, insgesamt waren es vielleicht ein Dutzend Menschen die unterwegs waren. Bei sonnigem Wetter mit mehr Kontrast mag der Ausblick fantastisch sein, so war es ganz okay aber eben auch nicht spektakulär. Den Strand unten hatte ich für mich alleine, es ist ein Naturstrand, sodass eben auch einige Sachen die angeschwemmt wurden dort rumliegen. Ansonsten aber feiner heller Sand.
Der Transfer ist ganz einfach. Am Sunrise Beach lagern Boote und mann fragt einfach nach dem Transfer. Es kostet 100 Baht pro einfache Fahrt. Mann macht eine Zeit aus zu der mann wieder abgeholt werden möchte, das klappte bei mir super.
Die beiden anderen Ausflüge waren Schnorcheltouren. Die nannten sich Programm B bzw. A. In dieser Reihenfolge habe ich die Touren unternommen:

Die Ausflüge fanden mit einem Longtailboot statt, mann hatte genug Platz. Die Schnorchelspots waren gut und jeweils ein Platz war hervorragend, dort tummelten sich eine Vielzahl an Fischen und es gab intakte bunte Korrallen. Ich sah auch eine Seeschlange. Mittags gab es ein abgepacktes kleines Menue und auf dem Boot noch Melone. Für 600 bzw. 700 Baht wirklich ein Schnapper. Neben diesen beiden Touren gibt es dann allerdings kaum mehr Auswahl an weiteren Touren. Also für einen deutlich längeren Aufenthalt auf der Insel sind die Optionen dann doch begrenzt was Ausflüge anbelangt. Bei dem Schnorchelspot Jabang war die Strömung so stark, dass mann sich dort nur als Seilen gesichert die Korallen von oben ansehen konnte, gegen die Strömung zu schwimmen hatte mann kaum eine Chance.
Auf einem Rundgang über die Insel habe ich mir alle wesentlichen Strände angesehen. Da wie ausgesagt, dass Wetter wenig sonnig war, musste ich den Sunset oder den Sunrise Beach nicht zu diesem Zeitfenster aufsuchen. Der Pattaya Beach an dem die Ankuft der Speedboote stattfindet ist für Badeaktivitäten wenig geeignet. Ich würde dort auch nicht wohnen wollen. Dazu lagern dort auch Unmengen an Longtailbooten. Der Sunset Beach ist auch kein Brüller, abgelegener und daher sicher nicht überlaufen, aber auch dort gibt es jede Menge Boote und kaum Infrastruktur.
Am Sunrise Beach habe ich gewohnt und der Strand selbst ist sehr schön anzusehen, es gibt südlich vom 10 Moons Resort noch eine kleine einsame Bucht, aber auch hier ist es eben so, dass mann auf einem Handtuch lagern müsste. Daher ist mein Resort mit Liegen direkt am Sandstrand schon optimal gewesen. Ich persönlich könnte aber auch hier auf ein paar Boote verzichten.
Von der Optik hat mir der Northpoint Beach am besten gefallen. Dort gibt es keine Boote, die Landzunge schmiegt sich optisch schön an das Meer und der Sand ist wunderschön. Es gibt sofern mann kein Hotelgast vom Zodiac Sun Resort ist aber auch hier keine Strandliegen zum mieten und daher ist mann bei Sonnenschein der Strahlung ungeschützt ausgeliefert. Für einen ganzen Strandtag würde ich es daher auch nicht wollen.
Mann kann aber auch die Augen nicht davor verschließen, dass die Insel an vielen Stellen ungepflegt wirkt. Es liegt an jeder Ecke irgendein Schrott rum, die Ansammlung von Müll den wir Touristen verursachen ist enorm und ich bin mir unsicher, ob die Konzepte den richtigen Umgang hiermit zu bewerkstelligen konsequent genug durchdacht sind. Möglicherweise ist die Anzahl der Touristen auch mittlerweile auch schlicht zu hoch für die Größe der Insel.

Mein Resort hat auf dem Dach eine Photovoltaik Anlage installiert. Es ist also schon auch dort so, dass die Zeichen der Zeit erkannt worden sind.

Die Touristen die dort waren sind heterogen verteilt. Sowohl was das Alter als auch die Herkunft anbelangt. Es gibt alles was das Touristenherz höher schlagen lässt: Restaurants, Supermärkte, Reisebüros usw.. Die Preise in Restaurants sind entgegen meiner Befürchtungen zwar im Durchschnitt etwas höher als am Festland, insgesamt aber doch erschwinglich. Ein Singha gab es für ca. 100 Baht, ein Glas Weißwein für 150 Baht und Gerichte für ca. 200-300 Baht. Es gab in der Walking Street ein paar Bars, auch am Pattaya Beach wie die Monkey Bar. Insgesamt ist es aber so, dass die Insel kein wirklicher Partyort ist. Es ist auch kein Hippie Ort und kein Zentrum für Schicki-Micki. Also insgesamt nichts extremes in keiner Richtung, was es aber fast schon ein wenig langweilig macht.
Ko Lipe gilt als die Malediven Thailands. Was manche Felsformationen auf den Nachbarinseln anbelangt so erinnert es dabei eher an die Seychellen bzw. mich an die Similan Islands. Das grüne Wasser welches glasklar ist wirkt insbesondere in der Draufsicht spektakulär. In dem Moment der flachen Aufsicht ist das ganze nicht so umwerfend wie manche Bilder suggerieren.
Dort jetzt einmal gewesen zu sein bereue ich nicht, aber ich würde zeitnah auch nicht wieder hinfahren, zumal auch die Anreise selbst zeitintensiv ist. Es lässt sich aber auch problemlos mit dem Koffer machen, ist also mittlerweile auch nicht nur auf Rucksacktouristen ausgelegt.
Klima/Wetter:
Nicht die Schönwetterkonstanz die ich mir im Urlaub erwünsche.
Urlaubsfeeling hat für mich viel mit Sonnenschein zu tun wenn ich früh aufwache, den Vorhang beiseite schiebe und einen ersten Blick nach draußen riskiere. Sonnige Tage von früh bis spät gab es weder in Singapur noch in Ko Lipe. In Singapur war es mehrheitlich so, dass es früh heiter war und sich dann bewölkte. Ein auch heftiger Schauer stört mich wenig, aber dieses stark bewölkte Himmelszelt motiviert mich nicht zu guter Laune. Egal ob es dann 5 Grad oder 28 Grad hat. In Hat Yai hat es nach meiner Ankunft nur geregnet, es gab dann sogar teilw. Überschwemmungen, denn es regnete heftig fast ohne Unterbrechung. In Ko Lipe war es schon meist trocken, aber eben dieses Inselstrandurlaubswetter war es meist eben nicht. Dermatologisch mag dies vielleicht sogar besser sein, aber das ist nur ein Schönreden der Tatsachen.
Auch schwierig sind diese Wettervorhersagen egal aus welcher Quelle. Für Ko Lipe war lt. Vorhersage eigentlich für jeden Tag zwischen 10 und 30 mm Regen vorhergesagt. Es kam dann letztlich anders. Bezüglich des Parameters Regenwahrscheinlichkeit werde ich vielleicht gesondert einen Beitrag verfassen. Meiner Meinung nach eine nichtssagende Größe und zu nichts zu gebrauchen wenn es um eine Tagesplanung geht.
Warm war es durchgängig, ich würde sagen, unter 25 Grad habe ich es nie gehabt, also auch Nachts nicht. In Bkk vielleicht bis zu 33 Grad ansonsten 27 bis 30 Grad. Wie ausgeführt, die Luftfeuchtigkeit macht einen erheblichen Unterschied. SIN ist deutlich unangenehmer als BKK.