Staatsfeind No.1

Da gab es einmal einen Film mit eben jenem Titel:

Gestern bei Günther Jauch plauderte auch eine Runde über Staatsfeinde. Eindrücklich und fast beklemmend wirkten die Einlassungen des Herrn Frisch, des ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz. So wie er „seine“ Behörde „verkaufte“, müssten auch dem letzten Zweifler Sinn und Funktion jener Behörde abhanden gekommen sein. Peinlich.

Alexander Dobrindt hat an Weihnachten ein Geschenk von Norbert Röttgen erhalten. Eine Brillensammlung mit dickem Rand. Seit jenen Tagen trägt er diese Brillen auf, in der Hoffnung dieses Accessoire möge ihm mehr intellektuelles Gewicht verleihen. Tut es aber nicht.

„…Mit Alexander Dobrindt ist es da schon schwieriger. Der ist Generalsekretär der CSU, also rechts und manchmal extrem. Aber rechts und extrem, das haben wir ja bei Frisch gelernt, ist nicht gefährlich. So lange man ein Auto hat.

Aber Dobrindts Tarnung als Intellektueller – die große schwarze Brille – war nun wirklich zu lächerlich und leicht zu durchschauen. Der Dobrindt kommt sonst immer ganz anders daher, dicker, glänzender, scharfzüngiger. Die Brille war so dick, da hatte im Rahmen leicht noch ’ne kleine Kamera Platz. Er saß ja dem Dietmar Bartsch von diesen linken Staatsfeinden gegenüber und hat ihn sehr genau (sic!) beobachtet. Wir haben den schlimmen Verdacht, dass er es gar nicht war, sondern nur einen V(ertretungs)-Mann geschickt hat. Könnten Sie das mal klären, für welchen Dienst er da war? Wenn er es war?

Und gehen Sie bitte mal ins Archiv: Dobrindt findet, dass alle Linken beobachtet werden müssen, weil die zum Beispiel Diktatoren wie Fidel Castro zum Geburtstag gratulieren (enthüllt durch den SPIEGEL). Vielleicht finden Sie im Archiv noch was über die Beziehungen der CSU zum Apartheid-Regime in Südafrika oder zu solchen Menschenfreunden wie dem chilenischen Diktator Augusto Pinochet (enthüllt durch den SPIEGEL). Aber Sie müssen schnell sein: Dobrindt hat nicht nur ein Auto, sondern auch noch einen Fahrer. …“

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