So titelt heute ein Artikel auf Spiegel Online.
„Mir geht es darum, anzuerkennen, dass Menschen in eine Lage kommen können, in der sie sagen: Es ist genug. Ich schaue dankbar auf mein Leben zurück, aber jetzt bin ich an einem Punkt, da kann ich nicht mehr, da wird mir das Leiden zu viel oder da möchte ich die letzte Wegstrecke nicht mehr gehen. In solchen Situationen kann es ein Akt christlicher Barmherzigkeit sein, den Sterbewunsch anzuerkennen. Der Wunsch, das Leben zu beenden, kann auch Ausdruck der Lebensbejahung sein. Auch im willentlichen Sterben kommt das Leben vor und wird es in seiner ganzen Breite akzeptiert.“
Ich würde ergänzen wollen: was kann daran verwerflich sein, bei Gott und (in) Ewigkeit sein zu wollen? Das irdische Leben welches nach christlichem Glauben nur einen sehr kleinen Teil eines großen Ganzen darstellt zu vervollkommnen.
Andrej Tarkowsky hat es in der Schlusseinstellung von Nostalghia visuell auf den Punkt gebracht. Das kleine vergängliche wird umfasst von einem großen Ganzen, einem Raum wo Schutz und Geborgenheit von Dauer sind, einem Raum jenseits der irdischen Zeiten.