Silvester 2018 – Der schmale Grat

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Was wird auf meinen 55 Zoll dieses Jahr an Silvester geboten? Natürlich ein weiteres Filmjuwel:

Der schmale Grat – The thin red Line

Es ist ein monumentales epochales Kriegsepos vom Regiemeister Terrence Malick.

Unter Malicks meditativer Ägide erinnert Der schmale Grat oftmals an Werner Herzogs elegische Erkundungsreisen in allegorische Seelenlandschaften und bezieht seine ungemeine Intensität aus dem Heraufbeschwören von Kontrasten. Die Schönheit der unberührten Natur auf der einen Seite, das Leiden und Sterben auf der anderen Seite. Als die Infanteristen eine Anhöhe stürmen und vom Feuer der nahezu unsichtbaren Japaner wie gelähmt ihrem Tode entgegenrennen, hebt sich voller Anmut die Sonne über die pittoresken Hügel Guadalcanals und gießt dem Szenario eine Wärme, eine Besinnlichkeit ein, die der Dualität der Narration nachhaltig auf den Zahn fühlt. Der schmale Grat formuliert auch einen Ausdruck kosmologischer Hilflosigkeit, wenn die Verbundenheit von Leben und Tod, von Liebe und Hass, von Erlesenheit und Grauen in einer sich selbst widersprechenden Harmonie gedeiht.

Geradezu transzendent gestaltet sich dieses 170-minütige Seherlebnis in seinen Diskrepanzen und Gleichklängen, begleitet von inneren Monologen des sagenhaften Starensembles und einem der feinfühligsten Soundtracks, die Hans Zimmer jemals geschaffen hat. Die majestätischen Bildkompositionen befreien eine Sogwirkung, die im assoziativen Erzählprinzip von Terrence Malick letztlich aufzeigt, dass in dieser Welt, in der wir leben und sterben, das Selbstverständnis gegenüber altertümlichen Dichotomien, so wie Gut und Böse, wie das Paradies und die Hölle, nicht mehr intakt ist. Alles verschmelzt miteinander, wird zu Blattwerk, wird zu Sonnenstrahlen, wird zu Fleisch, wird zu Staub. Und genau dort, im Verfließen der unvereinbaren Dinge, reift Der schmale Grat zur äußersten Reflexion über den Krieg, weil er ihn als Antwort auf existentielle Fragen begreift. Weil er unserem Sein und unserem Ableben eingeschrieben ist.

Untermalt von einer Klangspähre, die aus einer anderen Welt herüberwabbert und von einer anderen Zeit kundet.

Eine Ode an die Schöpfung, das Leben und die Natur: ein einzigartiger Rausch!

Jisas, yu holem hand blong mi Tekem long blong mi antrane quaia for yu Hitlas huayebe gusa ki long lis hala waala conyi kaiai for yu – hee eeh

Jisas, yu canda yira huu-huu-huu hinte querri hissa huu-huu-huu Fracissas ni canda hirla huu-huu-huu hinte querri hissa

Bolwa yu candai quero yu for sethe santayu for ya-for sis for mi Wosre yu rere hi for her rara efisuah en gus rasor

Jisas, yu canda yira huu-huu-huu hinte querri hissa huu-huu-huu fracissas ni canda hirla huu-huu-huu hinte querri hissa

…Und weil ich nun nicht weiter kann…

Psalm 40, 4:

… er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und sich fürchten und auf den HERRN hoffen