Shades of Speed – abgewandelt

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Mit dem Auto bin ich nach Vachendorf gefahren und fand auch den geschotteren Festplatz Parkplatz am Ortsrand. Es war beim Start um 7:20 h mit 18 Grad warm genug für das kurze Karlsfeld Trikot (drunter das weiße ausgeschnittene Funktionshirt, Nicewin Radunterhose und Radhose). Überraschend war aber gleich zu Beginn in Richtung Traunstein ein erster zackiger Anstieg, so ganz entgegen meinen Erwartungen. In Traunstein war dann die von mir vorab gewählte Straße und ich musste improvisieren. Auch raus aus Traunstein ging es einen moderaten Anstieg entlang. Ab dort war es dann zum einfahren besser und ich rollte bis St. Leonhard am Wonneberg. Ich wartete etwas, war mir dann aber sicher dass von der Monument Strecke noch niemand vorbeigekommen ist. Warten wollte ich auch nicht also fuhr ich ab dort auf der offiziellen Shades of Speed Strecke (mit Markierungen). Die erste Stunde war mit einem Schnitt von 22,5 km/h zahm.

Ein Abzweig Schild habe ich wohl übersehen und stand dann in Neukirchen am Teisenberg etwas verlassen rum. Es ging dann flott abwärts Richtung Teisendorf. Hinter Teisendorf überholte mich die erste Gruppe vom Monument und zu meinem Erstaunen aber auch zur Freude war eine resche Blondine mit dabei. Ich zuckte nur kurz und bremste mich aber ein und blieb nicht dahinter. Immerhin hatte die Gruppe bis dato schon 105 km in den Beinen. Der Högelwörther See und Anger folgen rechts an mir vorbei, Anger hat diese markante Kirche die nicht zu übersehen ist.

Eine zweite Gruppe kam von hinten und fuhr fast meine Geschwindigkeit, dennoch blieb ich fair im Abstand dahinter. Nach der Einmündung bei Piding auf die B20 blieb mann nur kurz drauf und danach gab es wieder einen Radweg, den ich aber bis zu einem Campingplatz nutzte und es dort nur noch geschottert weiterging. Beim Zurückfahren sah ich die dritte Gruppe vom Monument. Es ging nun etwas kleinkariert auf dem innerörtlichen Radweg an der Saalach entlang, das übliche eben, Hundebesitzer, nebeneinanderlahmfahrende etc. Am Stadtende kam dann die Verpflegungsstelle (die ich wie alle nicht nutzte).

Der nun folgende Abschnitt bis Berchtesgaden war phasenweise mit starkem Verkehr, dort wo ein Radweg war musste mann aufpassen, es steilte dann auf einem Stück ganz ordentlich im Wald auf. Das Highlight des Abschnitts war aber ohne Zweifel das unerwartete Wiedersehen mit meiner Blondie. Dieses Mal fuhr sie ganz allein. Leider konnte ich dann nicht alzu lang bei ihr bleiben, da mich ein Boxenstop zum Abzweig zwang. Meinen fetten Respekt hat sie allemal.

In Berchtesgaden unten beim Bahnhof ist die Aussicht auf die Berge gar nicht so toll, ich machte Pause und fuhr dann weiter, weil ich auch hier nicht auf die ersten von der Rossfeldhöhenstraße warten wollte. Hinter Ramsach überholte mich dann meine mitgezählte Nummer zwei vom Monument. Nicht schlecht wie der Bub da hochkurbelte. Letztlich trafen wir uns kurz vor Bad Reichenhall wieder (an einer roten Ampel) und es stellte sich heraus dass er auch nicht offizieller Teilnehmer ist, aber die Rossfeld Höhenstraße heute schon 2 x gefahren ist. Respekt. Der Anstieg von Ramsau bis zur Einmündung auf die 305er Bundesstraße war dann doch überraschend hart. Die Abfahrt Richtung Unterjettenberg mit wenig Verkehr dafür umso lohnenswerter.

In Bad Reichenhall traf ich dann auch auf die Teilnehmer „Die Lange“ und ich wusste es wird ab dort voller. So hatte ich ab dort Gesellschaft. Ich wusste zwar dass ich nicht ganz die Bääm Form hatte obwohl ich konservativ angefahren war und blieb daher als letzter unserer Combo in Lauerstellung. Dann war es mir aber doch etwas zu langsam und ich öffnete den Gashahn und fuhr auf eine schnellere Gruppe auf. Aber auch da hatte ich irgendwann keine Geduld mehr und zog durch. Psychologisch ist es natürlich etwas anderes wenn mann weiss, dass es nur noch 20 km sind oder wenn es 80 km sind.

Es kam dann völlig überraschend hinter dem Abzweig nach Eisenärzt eine Wand, gefühlt 20 Prozent steil und nicht einsehbar wie lange das Stück ist. Ein Kamerad ist entnervt abgestiegen, eine Kollegin fuhr in Schlangenlinien, ich versuchte es irgendwie zu schaffen. Das Stück möchte ich nicht bei dem Monument noch fahren müssen.

Der Trubel bei der Verpflegungsstation in Bad Adelsdorf war beträchtlich. Ich fuhr nach kurzer Pause weiter nach Vachendorf zu meinem Parkplatz und PKW.

Quelle: https://connect.garmin.com/modern/activity/16524786886

Fazit: Bestes Radwetter bei nachmittäglichen 30 Grad. Teilweise sehr schöne Streckenabschnitte die ich noch nicht kannte, aber durchgängig wäre mir der allgemeine Verkehr an vielen Stellen zu viel um entspannt öfters dort fahren zu wollen. Alternative wäre die Teilnahme bei Shades of Speed aber da schrecken mich die Kosten ab und das Risiko dass es auch Schlechtwetter haben kann.