Schneeschippen

Der Winter 2010 ist nun wahrlich lang und schneereich. Gleich zu Beginn meiner Laufstrecke hier im Wohngebiet muss ich den Bürgersteig an einem unbebauten Grundstück passieren.

Da sich dort kein Eigentümer um die Räumpflicht kümmert, ist der Fußweg dort seit Wochen mit Eis und Schnee verlegt und ein passieren nur schwer und gefahrvoll möglich. Mutties (wie Papies…;)) mit Kinderwägen müssen auf die gefährliche Straße ausweichen, um überhaupt die Passage zu meistern.

Ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, weshalb hier nicht ein junger gesunder Sozialleistungsempfänger eine Schneeschaufel in die Hand gedrückt bekommen sollte und dort für Abhilfte sorgen könnte. Interessanterweise hat nun diesen Gedanken ein Politiker aufgegriffen. Hier zunächst die neuesten Fakten:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,679291,00.html

http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/politik/636/503855/text/

Vollkommen getrennt von Umfragewerten einer Partei, anstehenden Landtagswahlen und einer spezifischen Wortwahl geht es doch im Kern um eine wichtige zu führende Debatte. Wieviel Sozialstaat können wir uns leisten, um den wahren Bedürftigen ein Leben in Anstand und Würde zu gewährleisten. Wie trennen wir die Bedürftigen von den Maden des Systems? Wie schaffen wir Anreize für Geringverdiener überhaupt 40 Stunden arbeiten zu gehen?

Hier der Link zu einem ausgwogenen und klugen Kommentar in der SZ:

http://www.sueddeutsche.de/politik/573/503793/text/

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