Rosenheimer Radmarathon 2022

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Okay, Marathon ist ein markiges Wort. Ich glaube ursprünglich hies die Veranstaltung Rosenheim Rundfahrt, aber das klingt sehr beschaulich.

Heute bin ich zum dritten Mal offiziell gestartet (2021 war ich Dark Horse) und alle drei Male bei Tour 3.

Insgesamt ist die Veranstaltung top organisiert, die Verpflegung unterwegs vorbildlich, sogar mit Energieriegeln und Gels, die Beschilderung einwandfrei und ich wüsste nicht wo ich sinnvoll Kritik üben könnte.

Temperatur zum Start 6:45 h 17 Grad Celsius. Das bewog mich mit Armlingen bis Bayrischzell zu fahren. Da Tour 3 offiziell erst ab 8 Uhr startete, war wirklich sehr wenig los zu Beginn. Am Aufstieg zum Sudelfeld waren ein paar mehr unterwegs, aber sehr gut verteilt. In Bayrischzell war ich nach 40 km in 1:49 h.

Danach fuhr ich eigentlich komplett allein bis zur Verpflegungstelle Windshausen. Ab Kufstein bin ich dann auf meiner Stammstrecke bis zur Schleuse gefahren und bin dann auf die Extrem Tour V gewechselt. Von Ebbs geht es hinauf nach Buchberg und wieder hinunter nach Sebi. Der Anstieg ist verkehrsarm, aber doch recht steil und zieht sich mehr als ich gedacht habe. Die Abfahrt ist extrem winkelig und überhaupt nicht schnell dadurch, zumal die Sonnen/Lichtverhältnisse im Wald immer schlechte Sicht zulassen.

Ab Niederndorf bin ich wie ich nachträglich recherchierte doch nicht ganz den offiziellen Weg gefahren, ich sah auch keine Schilder bis Pittlham. Aber egal, die Höhenmeter mussten so oder so gefahren werden. Der ganze Anstieg war komplett solo und verkehrsarm, zumal ich bei Tour V nun die Speerspitze darstellte.

https://www.quaeldich.de/paesse/praschberg-pass/

Ich zweifelte nicht dass ich es nicht schaffen würde, aber die bis zu 16 Prozent und das fast kontinuierlich war echt hart. Oben angekommen ist es immer noch nicht geschafft denn es geht in einigem auf und ab bis zum Parkplatz Erler Berg (zum Spitzstein). Erst ab da rollt es bis Erl bergab, wobei auch hier die Enge der Straße und die uneinsehbaren Kurven keine extremen Geschwindigkeiten zulassen.

Ab Windshausen rollten dann wieder viele Radler.

Eigentlich dachte ich mein Tank sei da leer, aber auch der Anstieg zum Duftbräu lief vorzüglich. Ich wollte es nur nicht übertreiben.

Maximal dürfte es knapp an die 30 Grad gehabt haben. Ab Frasdorf rollte es dann immer noch top und ich öffnete den Gashahn beträchtlich, was auch wirklich bis ins Ziel so blieb. Ein Einbruch, nix gar nix. In der Form hätte ich heute noch einiges draufpacken können, definitiv die beste Fahrt des Jahres und ich bin mit meiner Form mehr als zufrieden.

Interessant auch, dass ich 2022 bisher überhaupt keine Berge gefahren war. Also reicht unspezifisches Training offenbar.

Fakten:

149,0 km in 6:17 h, Schnitt 23,7 km/h

Ca. 2600 Höhenmeter