Rosenheim Rundfahrt

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Da die Veranstaltung bereits ausgebucht war, musste/konnte/durfte ich als Dark Horse auf meinem Helminator dennoch teilnehmen. Dass es „nur“ zur Tour 2 mit 115 km und 1070 Höhenmetern reichte war meine eigene Entscheidung. Mit den Sitzproblemen wollte ich nicht länger, aber auch die Tatsache auf Entdeckung neuer Strecken zog mich zu dieser Tour.

Frisch war es früh um 8 Uhr, sodass ich mit Armlingen und der Endura Radhose losjuckelte. Das die Sitzposition auch heute nicht optimal sein würde stellte rasch nach dem Start fest. Bis hinter Rosenheim blieb ich gänzlich allein. Erst danach fuhr ich auf die ersten Radler auf. Wegen der gestrigen Vorbelastung war ich auch nicht topfit, daher zog ich zwar vorbei, aber schaltete dann doch wieder einen Gang zurück. Die Strecke ist landschaftlich schön und verkehrsarm und dabei kein schlechter Asphalt.

In Bad Endorf war ich nach ca. 32 Kilometern. Den Verpflegungsstop dort nutzte ich natürlich nicht sondern zog nur meine Armlinge aus. Die nachfolgende dreiviertelstunde war ein Highlight. Am Ortsende fuhr ich auf zwei resche Radlerinnen auf, wobei eine davon optisch mit den Steckerlen und den süssen Oberarmen schon sehr lecker war. Tendenziell zwar etwas zu langsam, insbesondere an den Anstiegen, zügelte ich mein Fahrverhalten. Das ging eigentlich sehr lange so gut, manchmal auch mit etwas mehr Abstand, aber irgendwann rollte ich dann besser und wollte nicht bremsen und zog zügig vorbei. Alte Taktik: keine Gefangenen machen!

Nach etwas mehr als 2 Stunden Fahrt bog ich zur Eigenverpflegung kurz ab. Im nachfolgenden Abschnitt der vor Rimsting begann und in Frasdorf endete gab ich Gas. Die Damen waren weit enteilt, aber an einer der letzten Steigungen vor Frasdorf konnte ich sie stellen (war denen aber sicher reichlich egal) und nebst einigen anderen Radlern diese gut abschütteln. Auf diesem Stück allein dürfte ich um die 8 Minuten schneller gewesen sein. Das war auch die Passage mit dem einzigen wirklichen längeren Anstieg hoch zur Ratzinger Höhe.

In Frasdorf knabberte ich dann noch an einem fluffigen Schokoriegel. Der Rest war dann moderat bis auf eine Attacke hinter Nicklheim weil die Einfahrt zum Radweg kurzzeitig blockiert war und da ich alleine auf der Straße fuhr musste ich zwangsläufig den Gashahn aufdrehen um dies zu rechtfertigen. Sprit war im Tank dann noch bis zum Ende.

Für wirklich gute Beine sollte ich die bewährte Strategie mit 3 Tage Füsse hochlegen wiederaufleben lassen. Ansonsten hat es gepasst und brachte auch Abwechslung ins sonstige Training. Konkurrenz belebt das Geschäft.