Raser wegen Mordes verurteilt

Im sogenannten Raserprozess am Landgericht Gera ist ein 25-jähriger Mann wegen Mordes verurteilt worden. Er hatte sich auf einer Landstraße im Saale-Orla-Kreis ein illegales Autorennen geliefert, bei dem er das Fahrzeug einer 21-Jährigen erfasste. Dabei kam die Frau ums Leben.

Hier eine Passage die auch ich immer und immer wieder inhaltlich wiederhole, wenn argumentativ versucht wird eine Tat als die allerallererste und allerallereinzigste im Leben des Täters darzustellen:

Zahlreiche Zeugen hatten im Laufe des Verfahrens immer wieder über die aus ihrer Sicht rücksichtslose Fahrweise des Angeklagten berichtet. So soll er mehrfach mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefährliche Überholmanöver versucht haben.

Seit 2017 sind verbotene Kraftfahrzeugrennen eine Straftat, zuvor wurden sie als Ordnungswidrigkeit geahndet. Nun kann schon die Teilnahme an solchen Rennen mit Haftstrafen geahndet werden – auch dann, wenn es sich nur um einen beteiligten Fahrer handelt. 2020 hatte der Bundesgerichtshof im Prozess um die sogenannten Ku’damm-Raser erstmals ein Mord-Urteil wegen eines illegalen Autorennens, bei dem eine unbeteiligte Person starb, bestätigt.