Heute war dann wohl der vorläufige Höhepunkt der Kältewelle. Meine Messstation zeigte früh um 6.30 h minus 17 Grad an.
Selbstverständlich kein Grund nicht mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.
Die entscheidende Präparation für eine solche Fahrt findet im Kopf statt. Ich habe nicht eine Sekunde lang gezögert oder überlegt anders zu handeln. Das ist entscheidend. Denn wenn man beginnt darüber nachzudenken und innerlich zu lamentieren, friert es einen schon.
Im Gegensatz zu den anderen Tagen habe ich heute den Kopfschutz modifiert. Über der normalen Mütze zog ich die berühmte Yakwollmütze. So bemützt habe ich, als ich das Haus verlies, zunächst fast einen Hitzschlag erlitten :b.
Die Oberkörperbekleidung bestand aus einem langärmligen Thermoshirt, einem Fleecepullover, einer Fleecejacke (die ich unter minus 10 Grad zusätzlich anziehe) und der GoreTex Jacke.
Sonst nichts besonderes, Thermounterwäsche, ein Paar Socken, ein Paar Handschuhe. Also keinen Schnickschnack.
Die eigentliche Herausforderung ist eher die Strecke bzw. der Untergrund der Fahrbahn. Auf der nicht geräumten Strecke bis zur Donaubrücke ging es holprig in einer Fahrspur entlang. Da der Untergrund Schnee war, ist es ungefährlich, da allenfalls eine Drift des Rades erfolgt, aber das Rad reagiert auf Lenkbewegungen gutmütig und lässt sich immer wieder einfangen.
Über die Donaubrücke musste ich schieben, da auch nicht geräumt war, aber der Schneepflug den Dreck von der Strasse auf den Radweg geschmissen hatte und er dort hartgefroren war. Tags zuvor in schönem Neuschnee ließ sich dort viel besser fahren. Überhaupt ist es das Schönste, nach Neuschneefall in einer ungespurten jungfräulichen Fahrstrasse entlang zu rollen.
Generell problematisch ist eigentlich nur Eis. Da lässt sich in aller Regel nur gerade drüberrollen. Im Falle von Lenkbewegungen oder Kurven hat man in aller Regel keine Chance. Aber ich kenne mittlerweile die kritischen Stellen der Auf- und Abfahrt zur Donaubrücke, wo tagsüber gelegentlich der Schnee taut und dann abends wieder gefriert. Da gilt es dann ein paar Meter zu schieben.
bin gespannt, wieviel Schnee heute bei euch gefallen ist. Bei uns ist es ganz schön happig.
Solange sich Radfahrer bei diesen Straßenverhältnissen ausschließlich auf Radwegen bewegen, ist es okay. Unverantwortlich finde ich allerdings Radfahrer bei Schnee und Eis auf Straßen!!! Bringen sich und andere mit ihrem „Geeier“ nur in Gefahr!!!
Es soll Menschen geben, denen das Fahren im Kraftfahrzeug aus finanziellen Gründen verwehrt bleibt und die schlicht auf das Fahrrad angewiesen sind. Und auf deren Strecken auch kein öffentlicher Nahverkehr als Ersatz dienen kann.