Pyramidenspitze (1997 m)

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Der Gipfel der Pyramidenspitze im zahmen Kaiser war der höchste Punkt meiner gestrigen Bergtour. Ganz gut beschrieben ist die Tour hier:

https://www.bergfex.at/sommer/tirol/touren/wanderung/722987,pyramidenspitze-rundtour/

Ich hatte mein Klettersteigset (veraltet und passt auch nicht mehr richtig gut) und den Helm dabei, aber nicht benutzt. Der Klettersteig ist insgesamt eher leicht, zumal im Aufstieg. Beim Einstieg folgt eine Stelle wo mann auf den Halt im Seil vertrauen muss und eben den Zustand der Verankerungen noch nicht wirklich kennt. Danach folgen einige Passagen am Seil, die aber klettertechnisch nicht wirklich anspruchsvoll sind und größtenteils auch ohne gingen. Zum Abschluss kurz unterhalb des Gipfels folgt eine ca. 10 Meter hohe Steilstufe, die mit Trittklammern bezwungen wird. auch das ist nicht schwierig, jedoch wäre ein Fall hier unangemessen. Das Stahlseil habe ich hier nicht genutzt, weil ich mit den Händen lieber die Klammern genutzt habe. Der Ausstieg ist dann fast bäuchlings, aber auch unschwierig. Abwärts empfinde ich solche Passagen als kniffliger, weil mann hier definitiv rückwärts runter muss und das mag ich grundsätzlich eher weniger.

Leider war entgegen der Wettervorhersage doch Bewölkung am Kaiser, sodass die Fernsicht nach Westen und Süden getrübt, insbesondere als ich am Gipfel war. Dadurch war es oben auch schnell etwas frisch.

Der Abstieg durch die schier endlosen Latschenwege zum Petersköpfel bzw. der Naunspitze zog sich in die Länge, zumal aufh solchen felsdurchsetzten Wegen kein schnelles Wandern möglich ist. Außerdem gab es immer wieder kleinere Anstiege.

Der Aufstieg zur Naunspitze entpuppte sich dann überraschenderweise nochmal als kleine Klettereinlage.

Runter zur Vorderkaiserfeldenhütte ging es recht rasch. Danach zog sich der Musikantensteig schier endlos in die Länge und auch hier ging ich auch durch die Feuchtigkeit im Wald bedingt etwas langsam. Zu guter Letzt kam ich dann an der Ebbser Jagdhütte raus. Dann ging es leider wieder ca. 100 Höhenmeter aufwärts und ich war zu diesem Zeitpunkt schon etwas geplättet. Ich dachte darüber nach, wie es mir vor vielen Jahren gelang etliche Höhenmeter mehr an einem Tag relativ problemlos zu bewerkstelligen. Nachdem ich dann die Aschinger Alm in Sichtweite wähnte (es war eine Täuschung, es handelte sich um die Kölnberger Alm), machte ich erschöpft Rast und trank auch endlich mal wieder was. Nach einer kurzen Rast machte ich mich an den restlichen Abstieg hinunter nach Durchholzen.

6:30 h insgesamt (Aufstieg zur Pyramidenspitze in 2:40 h).

Walchsee links – Heuberg mittig
Gipfelkamm gleichzeitig Abstiegsweg von der Pyramidenspitze zum Petersköpfel
Inntal mit Kufstein vom Petersköpfel
Endspurt Richtung Berggasthof Kölnberg und Aschinger Alm