Pitztal die Dritte – zu Dritt

Wieder hat es uns zu Dritt ins Pitztal ins Hotel Sonnblick nach Plangeroß verschlagen.

Hier nochmal der Link zum Bericht aus dem Jahr 2012, damit ich bestimmte Details nicht wiederholen muss:

http://wordsallerlei.blog.de/2012/08/16/3-bergziegen-pitztal-14541128/

Zimmer 217 (Oldies) und 218 (der Rest) blieb gleich. Ebenso die Abendessenszeit um bzw. ab 18.30. Nur einmal gelang es uns hier die „Pole Position“ zu erreichen.

Das Essen war wie immer sowohl beim Frühstücksbuffet als auch beim 4-Gänge Menue am Abend hervorragend. Besonders die Anrichtung der Speisen zum Abendessen verdient Erwähnung.

Meine Kemmenate wurde im Vergleich zum letzten Jahr durch eine flache Projektionsscheibe an der Wand aufgewertet. Sauberkeit ist ohnehin gegeben und bedarf keiner gesonderten Erwähnung.

Nun aber zu den bergsportlichen Begebenheiten in den 5 Tagen vor Ort.

Nach meiner Tour zum Breitlehnerjoch (2637 m) am Samstag, welches ich spontan auswählte, nachdem ich die Überschreitung des Kapuzinerjöchels abgebrochen hatte, stand am Sonntag die erste gemeinsame Tour an.

Wir trafen uns an der Sunna Alm, die ich zu Fuß erreichte während die Oldies die gemütliche Kabinenbahn bemühten. Danach ließ es sich der Senior nicht nehmen in einem Affenzahn um den Riffelsee zu rasen.

http://www.kompass.de/touren-detail/tour/riffelsee-und-brandkogel.html

Bei der Überquerung eines letzten Schneefeldes hat er sich aufgrund des offenen Schuhwerkes gleich sowohl die Socken als auch die Füße gewaschen. Seine Ankunft zur gemeinsamen Kaiserschmarrn Jause in der Riffelsee Hütte erfolgte daher materialreduziert :DD.

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Am Montag erfolgte eine Bergpanoramafahrt ins benachbarte Ötztal. Die Fahrt führte das Pitztal hinaus und das Ötztal hinein. Bis nach Längenfeld, wo wir dann hinauf nach Gries fuhren.

Dort konnte der einzige weibliche Teilnehmer dann eine Beobachtung machen, die sie wohl so schnell nicht vergessen wird und die sich als „GRIESkrämiger Holländer“ 88| ins Gedächtnis eingebrannt hat. Hier wurde über einen Zeitraum von gefühlten 8, faktisch jedoch „nur“ ca. 2 Stunden von einem niederländischen Bergsportler die hohe Kunst der sorgsamen Packstücksortierung und Packstückverstauung demonstriert.

Nur ca. 10 Meter Luftlinie auf einer Bank zunehmend fassungs- und regungsloß ausharrend, beobachtete MOM den Vorgang mit einer im Verlauf zunehmend kopfschüttelnden Bewegung. So manche 8000er Expedition wird in gleicher Zeitspanne vorbereitet. Wie der sorgfältig vorgehende Bergkamerad immer wieder Stück um Stück erst aus dem Wagen, dann auf eine ausgebreitete Decke, dann in eine von gefühlt 25 Taschen und dann wieder ins Auto verstaute nötigte uns allen Respekt ab. Hetzen ließ er sich definitiv von nichts und niemandem. Nicht einmal davon, als sich der Senior dann doch dazu entschloß ihn durch ein gezieltes Ansprechen auf holländische Maler aus dem Konzept zu bringen :>>.

Am Ende des Ötztals auf der Heimfahrt strahlten die Äuglein der Oldies noch einmal ganz besonders als ein Einkaufsschwenk zum Hofer erfolgte. Natürlich wurde der Einkaufswagen bestückt als ginge es darum im Pitztal in einem Zelt auf einem Gletscher zu überwintern ;).

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Am Mittwoch hat es der Junior im Team doch doch auf einen richtigen 3000er geschafft. Ziel war der Wurmtaler Kopf am Offenbacher Höhenweg. Ausgangspunkt war wiederum der Riffelsee. Von dort zunächst entlang es Fuldaer Höhenwegs Richtung Taschachhaus und dann auf ca. 2650 Meter Richtung Gipfel abzweigend:

http://www.alpenstieg.com/cms/tourenberichte/oetztal/vom-taschachhaus-zum-wurmtaler-kopf/

Eine schöne, hohe und einsame Tour.

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