Paris, Texas

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Für eine Werbung der ARTE Ausstrahlung kommt der Beitrag einen Tag zu spät.

Nach vielen Jahren habe ich gestern meinen Nummer 1 Film aller Zeiten erneut gesehen. In der restaurierten Digitalfassung in 4K.

An meiner Einschätzung hat sich nichts geändert. Wie damals, als ich 1984 in der Nachmittagsvorstellung im Kino in Erlangen den Film mit nur wenigen anderen Cineasten ansah, hat dieses Filmkunstwerk nichts an seiner Magie eingebüßt.

Die Großartigkeit der schier unendlichen Landschaften im Süden von Amerika nehmen gefangen. Die Einstellungen sind so exquisit gewählt, wie ein Maler sein Tableau entwirft.

Über allem schwebt die Peepshow Sequenz, die in ihrer musikalisch ununtermalten minimalistischen, auf die Dialoge fokussierten Art magisch wirkt.

Wie Jane aka Nastassja Kinski „in a Trailer“ hinhaucht verwandelt eine tiefgefrorene Nougatkugel unberührt in ein schmelzcremissimoartiges Gebilde süssester Art. Noch sanfter tupfend kann mit weiblicher Stimmfrequenz nie gezwitschert und verführt werden.

Wie sich die Kamera so bewegt, dass beide Gesichter beim Erzählen ihrer Geschichte eins werden, weil das erkennen von Travis durch Jane sich in ihrer gemeinsamen Vergangenheit widerspiegelt ist einzigartig.