Heute war der erste OP Termin im Rahmen meiner Paradontitisbehandlung. Und auch der größere. Es wurden heute nur Zähne im Oberkiefer behandelt. Insgesamt 5 Zähne im sog. offenen Verfahren und 7 Zähne im geschlossenen Verfahren.
Wie war es nun tatsächlich?
Im Vorfeld hatte ich hier im Blog ja schon einiges geschrieben und mit letztlich zu einem Investment von 800 Euro in Form von Emdogain entschieden.
Es wurde mit einem Spray die Einstichstellen der örtlichen Betäubung vorbehandelt. Die Einstiche an sich sind das unangenehmste der ganzen Prozedur. Kurz aber heftig. Besonders der eine Einstick vorne am Gaumen, unterhalb der Nase. Vermutlich habe ich dort ganz besondere Nerven (wegen des ganz besonderen Zinkens…:yes:).
Die Betäubung wirkte schnell und dann ging es auch schon los. Ich hatte während der ganzen Behandlung die Augen zu. Ich denke das ist psychologisch besser nicht alles genau zu sehen. Erst wurde eine Seite and den zu behandelnden Zähnen so geschabt und gekratzt (rustikal) und danach mit dem Ultraschallbohrer unter Wassereinsatz behandelt.
Am Ende wurde dann das Emdogain an die Stellen gespritzt, kurz gewartet zum Trocken und dann wurde genäht (noch alles per Hand…:))…keine Pfaff im Einsatz).
Das ganze wurde dann auf der anderen Seite wiederholt.
Insgesamt war es kürzer als veranschlagt (ca. 2 Stunden), denn nach ca. 75 Minuten war schon alles vorbei. Mir wurde noch erklärt was ich tun und lassen sollte. Erstaunlicherweise darf/muss ich heute abend auch schon leicht die Zähne putzen (nicht einmal das bleibt einem erspart…;D).
Zwei Tage bin ich nun krankgeschrieben, morgen muss ich zum Nachsorgetermin.
Jetzt 5 Stunden nach der OP ist die Betäubung fast nich mehr wirksam. Die Schmerzen sind erträglich, darüber bin ich sehr froh und dankbar. Es ist so ein leichtes Ziehen im Oberkiefer. Eine Schmerztablette habe ich noch nicht genommen, wenn es nicht schlimmer wird geht es wahrscheinlich sogar ohne.
Ich muss auch sagen, dass ich mich am letzten Wochenende eigentlich nicht mehr stark mit der OP beschäftigt habe. Also ich habe keine Erfahrungsberichte mehr gelesen, denn ich glaube so etwas macht einen nur verrückt. Meistens schreiben nämlich die Menschen, bei denen die Sachen verzwickter sind, wo es Komplikationen gab, wo der Behandlungserfolg nicht eingetreten ist etc. Die problemlosen Fälle sind daher kaum einen Artikel oder Eintrag wert.