Mordanklage nach tödlichem Raserunfall in Ludwigsburg

Und zwar völlig zurecht.

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Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft verabreden sich zwei Brüder (32 und 35 Jahre alt) und ihr 25-jähriger Cousin zu Rennen in der Innenstadt. Gegen 19.15 Uhr rasen sie zunächst mit drei Autos durch die Bahnhofsunterführung. Rund 45 Minuten später starten sie ein weiteres Rennen mit zwei Wagen. Der Cousin sitzt nun laut Anklagebehörde als Beifahrer beim älteren der Brüder – er soll das Startzeichen geben und das Rennen teilweise filmen.

Die Brüder sind demnach in hochmotorisierten Limousinen der Marke Mercedes unterwegs, S-Klasse. Über mehrere Minuten liefern sie sich ein Kräftemessen in einer Tempo-50-Zone, halten an Ampeln an und beschleunigen immer wieder stark – teils auf bis zu 150 Kilometer pro Stunde.

Plötzlich biegt ein Kleinwagen von einer Tankstelle in die Straße – darin sitzen zwei junge Frauen, gerade 22 und 23 Jahre alt. Der 32-Jährige rammt den Kleinwagen mit voller Wucht. Der Kleinwagen überschlägt sich und wird zwischen Bäumen eingeklemmt. Die beiden Frauen sterben an Ort und Stelle. Der mutmaßliche Unfallverursacher ist leicht verletzt und wird festgenommen. Sein 35-jähriger Bruder und der Cousin fliehen zunächst vom Unfallort. Der Bruder wird Wochen später gefasst. Beide Fahrer sitzen in Untersuchungshaft.

Was jetzt aber wirklich mal überraschend kommt ist folgende Aussage:

„Der mutmaßliche Unfallverursacher war wegen Straßenverkehrsdelikten bereits polizeibekannt.“

Dabei weiss doch jeder der bei Verkehrsdelikten erwischt wird, es war immer immer immer nur das erste und garantiert einzige Mal. Niemals vorher, aber wirklich niemals bin ich…blablabla…