Mit Vollgas in den Tod

So lautet der Titel einer sehenswerten Reportage über einen tödlichen Unfall der sich im Jahre 2019 auf der A95 bei München ereignete. In diesem Beitrag wurde der Vorfall bereits thematisiert:

In diesem Podcast wird das ganze teilw. noch etwas ausführlicher dargestellt:

https://www.youtube.com/watch?v=yYIM7FxwJJAhttps://www.youtube.com/watch?v=yYIM7FxwJJA

Hier Fakten zum Urteil:

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/gauting-raserprozess-apostoli-garmischer-autobahn-amtsgericht-muenchen-sportwagen-1.5768653

Aus dem Gerichtsurteil:

Zur relevanten Tatzeit am 01.09.2019 gegen 01.49 Uhr fuhr der Angeklagte zusammen mit dessen Beifahrer den angemieteten Pkw Audi R8 auf der BAB A95 von der Anschlussstelle Fürstenried bis kurz vor das Autobahndreieck Starnberg im Abschnitt 120 bei km 6.750. Bei dieser Fahrt steuerte der Angeklagte den Pkw mit einer den Kurvenverhältnissen unangemessenen Geschwindigkeit von mindestens 305 km/h und verlor gegen 01.58 Uhr die Kontrolle über das Fahrzeug. Das Fahrzeug kam zunächst Richtung Mittelleitplanke ab, schleuderte schließlich quer über alle Spuren der Fahrbahn, kollidierte und unterfuhr die rechte Leitplanke und prallte mit der Beifahrerseite gegen einen Baum.

Dem Angeklagten kam es im Einvernehmen mit dessen Beifahrer darauf an, eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erzielen und das Fahrzeug bis zur Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen, wobei Geschwindigkeiten von 340 km/h erreicht werden sollten. Die Sicherheitsbelange anderer Verkehrsteilnehmer ordnete der Angeklagte dem eigenen Vorhaben aus Gleichgültigkeit unter. Der Angeklagte stand zur Tatzeit unter der Wirkung von Tetracannabinol (THC).

Eine Auswertung ergab, dass in den ca. 12 Stunden in denen die jungen Männer das Fahrzeug angemietet hatten es zu insgesamt 149 Verstößen mit Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit kam.