In diesem Beitrag
habe ich die Grundlagen zum Verständnis gelegt, um die Thematik von Anzahl Migranten bzw. Asylsuchenden und dem Zusammenhang zur angeblich stark gestiegenen Gewaltkriminalität in Deutschland zu verstehen.
Kurz gesagt, die Tatsache dass medial von den Taten von Solingen, Magdeburg und Aschaffenburg etc. so umfänglich berichtet wird macht in uns etwas. Nämlich dass wir die Informationsflut kognitiv so verarbeiten, dass uns über die Verfügbarkeitsheuristik ein Lagebild verinnerlicht wird, welches einer Faktenlage nicht standhält. Daher zu den Fakten:
Und jetzt zu einem wichtigen Punkt:
„Bis Anfang 2023 lag die Anzahl der Menschen, die den Themenkomplex »Ausländer, Migration, Flüchtlinge« für das »wichtigste Problem in Deutschland« hielten, immer irgendwo zwischen neun und elf Prozent . Dann begannen Friedrich Merz (»kleine Paschas«, »Die lassen sich die Zähne machen« ) und Jens Spahn (»mit physischer Gewalt aufhalten«), das Thema intensiv zu bespielen. Am 27. September 2024 hielten 42 Prozent Migration für das wichtigste Problem. Das ist keine Veränderung der Realität, sondern eine Veränderung der Realitätswahrnehmung. Die Verfügbarkeitsheuristik tut ihr Werk. Die AfD freut sich.“
Wir gehen also der Nazipropaganda aber auch der unredlichen Stimmungsmache von CDU/CSU auf den Leim. Und selbstverständlich sage auch ich, die vorhandenen Probleme der Migration, der Asylverfahren etc. müssen angegangen werden.
Ich wehre mich nur dezidiert gegen diese Instrumentalisierung eines getöteten Kindes in Aschaffenburg von Merz und Söder. Warum soll dieser eine Mensch nun den Unterschied machen?
Daher frage ich Merz und Söder:
2023 wurden 938 Mädchen und Frauen Opfer von versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten: Wird das 939. Opfer eines Femizides ebenfalls von Ihnen medial so aufgearbeitet wie Aschaffenburg und welche konkreten Maßnahmen schlagen sie vor dem Einhalt zu gebieten?
Lt. BKA sind die Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten was die Tatverdächtigen anbelangt überwiegend deutscher Staatsangehörgkeit. Werden sie sich wenn auch nur noch eine weitere solche Straftat bekannt wird auch so vehement medial in Szenen setzen wie nach Aschaffenburg? Was ist ihr Plan und Konzept zur Reduzierung gegen Frauen gerichteter Straftaten?
Was würde passieren wenn noch ein weiteres Kind oder ein Radfahrer im Straßenverkehr durch einen Autofahrer zu tode kommen? Ein Heute spezial in dem sie sich gegen den Gebrauch von tonnenschweren und hochmotorisierten Kraftfahrzeugen in Innenstädten aussprechen? Die Forderung nach flächendeckendem Tempo 30 in Innenstädten?